• 28.06.2019
      05:45 Uhr
      Abenteuer Archäologie Die ersten Amerikaner | arte
       

      In dieser Folge geht es in den brasilianischen Nationalpark Serra da Capivara, der für seine prähistorischen Felszeichnungen bekannt ist. Ein spektakulärer Werkzeugfund lässt vermuten, dass die Besiedlung des amerikanischen Kontinents viel früher begonnen hat, als bisher angenommen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 28.06.19
      05:45 - 06:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      In dieser Folge geht es in den brasilianischen Nationalpark Serra da Capivara, der für seine prähistorischen Felszeichnungen bekannt ist. Ein spektakulärer Werkzeugfund lässt vermuten, dass die Besiedlung des amerikanischen Kontinents viel früher begonnen hat, als bisher angenommen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Agnès Molia
      Clémence Lutz

      In Brasilien wird derzeit das Geheimnis um ein fundamentales Kapitel der Menschheitsgeschichte gelüftet: die Besiedlung unseres Planeten. Schon lange versuchen Archäologen, die Ausbreitung des modernen Menschen nachzuvollziehen. Bislang gingen sie davon aus, dass der Homo sapiens von Afrika aus nach Europa und Asien wanderte.

      Vor rund 13.000 Jahren erreichte er den amerikanischen Kontinent über die Beringstraße. Doch nun behauptet ein Forscherteam um den französischen Archäologen Eric Boëda, der Mensch hätte seinen Fuß viel früher auf amerikanischen Boden gesetzt, und zwar bereits vor 25.000 Jahren.

      Ein spektakulärer Fund stellt alle bisherigen Theorien über die ersten Amerikaner infrage: Der Fund stammt aus dem Nationalpark Serra da Capivara, der bereits für andere archäologische Schätze bekannt ist. An den steilen Felswänden wurden dort bereits vor einem halben Jahrhundert zahllose prähistorische Felszeichnungen entdeckt.

      Die brasilianische Archäologin Niède Guidon machte sich in den 80er Jahren an die Datierung der Felszeichnungen. Sie untersuchte den Boden unterhalb der Felswände und fand Steine, die ihrer Ansicht nach von Menschen bearbeitet wurden, also mit Werkzeugen. Sie schätzt sie auf ein Alter von 32.000 Jahren.

      Die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature“ schlägt hohe Wellen. Noch nie ist ein so altes Artefakt auf dem amerikanischen Kontinent gefunden worden. Viele amerikanische Forscher bezweifeln die Richtigkeit der Datierung und nehmen an, die Steine seien bloße Geofakte, also von der Natur geformte Steine.

      Eric Boëda, Experten für prähistorische Werkzeuge, führt nun ihre Forschungen fort. Wurden diese Steine tatsächlich von Menschenhand bearbeitet, und auf wann lassen sie sich datieren?

      Warum sind die Ureinwohner der Osterinseln ausgestorben? Wann betrat der erste Mensch den amerikanischen Kontinent? Forscher aus aller Welt versuchen, die großen Geheimnisse der Geschichte zu lüften. Der belgische Archäologe Peter Eeckhout macht sich in der Dokumentationsreihe auf den Weg zu ihnen und berichtet von ihren jüngsten Entdeckungen.

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