• 23.07.2019
      21:05 Uhr
      Lustvolle Befreiung (2/2) Liebe und Moral | arte
       

      Der zweite Teil der Dokumentation „Lustvolle Befreiung“ zeichnet die Geschichte der sexuellen Befreiung von 1968 bis in unsere Zeit nach. Als Auslöser für einen gesellschaftlichen Wandel am Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert wirkte sich die sexuelle Revolution mit ihren Forderungen nach Gleichheit und Toleranz, ihren Kämpfen gegen Diskriminierung und ihrem neuen Blick auf den Anderen in vielen Bereichen des Lebens aus. Wie wird mit dem Erbe dieser Emanzipationsbewegung im 21. Jahrhundert umgegangen?

      Dienstag, 23.07.19
      21:05 - 22:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Der zweite Teil der Dokumentation „Lustvolle Befreiung“ zeichnet die Geschichte der sexuellen Befreiung von 1968 bis in unsere Zeit nach. Als Auslöser für einen gesellschaftlichen Wandel am Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert wirkte sich die sexuelle Revolution mit ihren Forderungen nach Gleichheit und Toleranz, ihren Kämpfen gegen Diskriminierung und ihrem neuen Blick auf den Anderen in vielen Bereichen des Lebens aus. Wie wird mit dem Erbe dieser Emanzipationsbewegung im 21. Jahrhundert umgegangen?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sylvain Desmille

      In Berlin durchbricht die Kommune 1 die Strukturen der Kleinfamilie und propagiert die freie Liebe - sie wird weltweit Vorbild für ein neues Lebensmodell. Der Soziologe, Psychologe und Sexualforscher Wilhelm Reich verbindet in seinem Werk „Die Sexualität im Kulturkampf“ die sexuelle Revolution mit marxistischen Theorien und kritisiert darin die verlogene Sexualmoral seiner Zeit. Nach Reich bringt eine Befreiung der Sexualität auch eine friedliche Veränderung der Gesellschaft mit sich.

      Ab Ende der 60er Jahre schlug sich die sexuelle Revolution in konkreten gesellschaftlichen und rechtlichen Veränderungen nieder. Neue Gesetze sollen für mehr Gleichheit und weniger Diskriminierung sorgen. Sexualkunde wurde im Unterricht eingeführt, die Öffentlichkeit sexualisiert sich zunehmend durch die Verbreitung der Pornografie.

      Dabei kam es zu Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren der sexuellen Revolution: Die feministischen Forderungen nach Aufhebung des Abtreibungsverbots und die ersten Kämpfe für die Entkriminalisierung der Homosexualität beschleunigten den Prozess der Emanzipation.

      Ab den 80er Jahren rückte das neue neoliberale Gesellschaftsmodell in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzungen, und die sexuelle Revolution war ein echter Indikator dieser gesellschaftspolitischen Entwicklung. Die politische Debatte zwischen der Linken und der Rechten, zwischen Kapitalisten und Antikapitalisten wird nun zwischen liberalen und ultrakonservativen Kräften geführt. Der Kampf um die sexuelle Befreiung scheint auch im 21. Jahrhundert noch nicht zu Ende zu sein. Auch wenn sich traditionelle Geschlechterzuschreibungen immer mehr auflösen, noch immer müssen Homosexuelle, Transsexuelle oder auch Sexarbeiterinnen weltweit um ihre Rechte kämpfen.

      Dokumentation Frankreich 2017

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      Dienstag, 23.07.19
      21:05 - 22:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.01.2020