• 23.07.2019
      03:20 Uhr
      Vergessene Schätze des Mittelmeers Das Koptische Museum in Kairo | arte
       

      „Vergessene Schätze des Mittelmeers“ beschreibt die Vielfalt und Verschmelzung der alten Kulturen im Mittelmeerraum. So herrschten in Ägypten nacheinander die pharaonische, die griechische, die römische und die muslimische Zivilisation. Ägypten ist auch die Heimat der ersten Christen. Ein Museum, das im Orient einzigartig ist, erzählt die Geschichte dieser ursprünglichen Christen: das Koptische Museum in Kairo. Die Dokumentation führt durch die Gassen des alten Kairo und unternimmt eine Reise auf dem Nil bis zu den alten Pharaonentempeln. Außerdem schildert die Sendung das Leben und die Verfolgung der Kopten.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 23.07.19
      03:20 - 03:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      „Vergessene Schätze des Mittelmeers“ beschreibt die Vielfalt und Verschmelzung der alten Kulturen im Mittelmeerraum. So herrschten in Ägypten nacheinander die pharaonische, die griechische, die römische und die muslimische Zivilisation. Ägypten ist auch die Heimat der ersten Christen. Ein Museum, das im Orient einzigartig ist, erzählt die Geschichte dieser ursprünglichen Christen: das Koptische Museum in Kairo. Die Dokumentation führt durch die Gassen des alten Kairo und unternimmt eine Reise auf dem Nil bis zu den alten Pharaonentempeln. Außerdem schildert die Sendung das Leben und die Verfolgung der Kopten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jérôme-Cécil Auffret

      Nach Kleopatras Tod im Jahre 30 vor Christus besetzten die Römer Ägypten. Nach der koptischen Legende war Anianus, ein einfacher ägyptischer Schuster, der erste Christ in Alexandria. Gemeinsam mit dem heiligen Markus, der zwölf Jahre nach dem Tod Christi nach Ägypten kam, zog Anianus aus, dem koptischen Volk Ägyptens das Evangelium zu verkünden.

      In der Dokumentation ergreift er das Wort, um über die entscheidenden ersten Jahre der neuen Zeitrechnung zu berichten, in denen der Pharaonenkult vom Christentum abgelöst wurde. Griechen und Römer herrschten über Ägypten und über das Niltal. Sie versuchten, den Ägyptern ihre Götter aufzuzwingen, doch sie blieben Amun-Re, Isis und Osiris treu. Obwohl die Kopten alle fremden Götter systematisch ablehnten, nahmen sie den christlichen Glauben an, als er in Ägypten verkündet wurde. Im Koptischen Museum bezeugen Alltagsgegenstände, Skulpturen, Gemälde und Handschriften die zahlreichen Brücken, die zwischen den pharaonischen Kulten und dem christlichen Glauben geschlagen wurden.

      Mit der Zeit ähnelt das ägyptische Kreuz, das sogenannte Anch, zunehmend dem Kreuz, an dem Jesus von den Römern gekreuzigt wurde. Zwischen dem ersten und dem vierten Jahrhundert nach Christus entwickelt sich das koptische Kreuz mit der Symbolik, die es noch heute hat. Auch die Ästhetik der Weltdarstellung in der Kunst verändert sich radikal.

      Nahe Assuan besucht die Dokumentation die älteste Kapelle der Christen in Ägypten sowie Tempel und Grabstätten im Tal der Könige. Auf Stelen und Skulpturen geben zwischen Hieroglyphen eingefügte Bittschriften und Texte Auskunft über Leben und Verfolgung der Urchristen, die sich am Ende der Pharaonenzeit zu einem neuen Volk zusammenfanden: den Kopten, den ersten Christen des Orients. Heute machen die koptischen Nachkommen der ersten Christen annähernd zehn Prozent der mehr als 85 Millionen Einwohner des modernen Ägyptens aus. Jeder zehnte Ägypter ist ein koptischer Christ.

      „Vergessene Schätze des Mittelmeers“ beschreibt die Vielfalt und Verschmelzung der alten Kulturen im Mittelmeerraum.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2015

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Montag auf Dienstag, 23.07.19
      03:20 - 03:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.10.2019