• 27.06.2019
      12:15 Uhr
      Re: Slow Food oder Show Food Bolognas schöne neue Feinkostwelt | arte
       

      Das gesamte kulinarische Angebot Italiens, gebündelt unter einem Dach - nicht weniger verheißt die „Fico Eataly World“, die vor einem halben Jahr in Bologna ihre Tore geöffnet hat. Sechs Millionen Besucher will der weltweit größte Feinkost-Tempel jährlich anziehen. Wie reagieren die ortsansässigen kleineren Lebensmittelerzeuger auf die Marktmacht der Konkurrenz in Sachen Slow Food?

      Donnerstag, 27.06.19
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Das gesamte kulinarische Angebot Italiens, gebündelt unter einem Dach - nicht weniger verheißt die „Fico Eataly World“, die vor einem halben Jahr in Bologna ihre Tore geöffnet hat. Sechs Millionen Besucher will der weltweit größte Feinkost-Tempel jährlich anziehen. Wie reagieren die ortsansässigen kleineren Lebensmittelerzeuger auf die Marktmacht der Konkurrenz in Sachen Slow Food?

       

      In einem Gewerbegebiet in Bologna hat vor einem halben Jahr der größte Food-Freizeitpark der Welt eröffnet: „Fico“. Auf einer Grundfläche von zehn Hektar soll der Besucher eine kulinarische Reise durch ganz Italien erleben, die Genüsse des Landes in Hofwerkstätten, Restaurants und Verkostungsständen erfahren: Prosciutto und Pasta, Grissini und Grappa, Pesto und Pecorino.

      Hinter dem Konzept steckt der italienische Selfmade-Millionär Oscar Farinetti, Gründer der international bekannten Feinkost-Kette „Eataly“. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, das Beste, was Italiens Felder, Keller und Käsereien zu bieten haben, in dem von ihm geschaffenen lukullischen Schlaraffenland zu vermarkten.

      Aber kann Slow Food in diesen Mengen an den Mann gebracht werden, ohne die Idee des bewussten, regionalen Essens zu verraten? Ist die Synthese aus Masse und Nachhaltigkeit machbar? Die umliegenden Einzelhändler und kleineren Erzeuger sind skeptisch.

      „Wenn wir Bio-Anbau wollen, dann auch richtig! Die Landwirte müssen ihre Produkte zu den Märkten bringen und sie dort verkaufen“, sagt Marco Mazzanti, dessen Familie seit Generationen von der Landwirtschaft lebt.
      „Die Bauernhöfe sollen kein Zoo werden, wo zu Unterrichtszwecken irgendwas vorgezeigt wird. Uns geht es um was anderes: Wir machen Didaktik durch unsere Produkte, durch unsere Gesichter, unsere Geschichten und Betriebe.“

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