• 27.06.2019
      00:25 Uhr
      Stimmen ohne Grenzen Die Musik der Roma - OHNE GRENZEN - Das ARTE-Dokumentarfilmfestival | arte
       

      Wenn sie anfangen zu singen, ist es, als komme jeder Ton aus tiefster Seele. Ihr Gesang ist der Schmerzensschrei eines ganzen Volkes. Die Roma leben am Rande der Geschichte; stolze Menschen, politisch verfolgt und getötet. Die Musik ist ihre Heimat im Exil, ihr Mittel gegen das Verloren-Sein. Von der Ukraine bis nach Ungarn folgt Stephan Crasneanscki dem Lauf der Donau und gibt den Roma und ihrer Geschichte eine (Sing-)Stimme.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 27.06.19
      00:25 - 01:50 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Wenn sie anfangen zu singen, ist es, als komme jeder Ton aus tiefster Seele. Ihr Gesang ist der Schmerzensschrei eines ganzen Volkes. Die Roma leben am Rande der Geschichte; stolze Menschen, politisch verfolgt und getötet. Die Musik ist ihre Heimat im Exil, ihr Mittel gegen das Verloren-Sein. Von der Ukraine bis nach Ungarn folgt Stephan Crasneanscki dem Lauf der Donau und gibt den Roma und ihrer Geschichte eine (Sing-)Stimme.

       

      Sie sind Sammler von Geschichten. Geschichten, die zuweilen niemand hören will. Auch heute noch leben die Roma am Rande der Gesellschaft, werden politisch verfolgt und sogar getötet. Ihre einzige Heimat: das Exil. Wenn das Gefühl des Verloren-Seins zu übermächtig wird, greifen sie zu den Instrumenten. Denn die Musik liegt den Roma im Blut, ist ihre Sprache inmitten von Sprachlosigkeit. Wenn sie anfangen zu singen, ist es, als komme jeder Ton aus tiefster Seele. Ihr Gesang ist der Schmerzensschrei eines ganzen Volkes.

      Stephan Crasneanscki folgt dem Klang der Zigeunermusik und begibt sich auf eine Reise in die Ghettos. Gemeinsam mit Virginie Luc folgt er dem Lauf der Donau.
      Denn für die Roma ist die Donau nicht nur der Fluss des Lebens, sondern auch ein niemals versiegender Quell der Inspiration. Von der Ukraine über Moldawien, Rumänien, Bulgarien bis hin nach Serbien und Ungarn porträtiert er sechs Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und denen doch eines gemein ist: ihre Liebe zur Musik.

      • OHNE GRENZEN: Das ARTE-Dokumentarfilmfestival

      Dokumentarfilme zählen zu den wichtigsten Genres für einen Kultursender, der sich der Kreativität verpflichtet hat. Deshalb widmet ARTE dem Dokumentarfilm in seiner vierten Ausgabe einen besonderen Programmschwerpunkt: Von Sonntag, den 23. Juni bis Donnerstag, den 27. Juni 2019 können die Zuschauer eine ganze Woche lang die besten dokumentarischen ARTE-Filmproduktionen als Erstausstrahlungen - mit Ausnahme einer Wiederholung - sehen. Die Filme des diesjährigen Festivals handeln alle von der Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen und Hindernisse zu überwinden. Mit „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ (ARTE France) gedenkt das vierte Dokumentarfilmfestival 2019 auch der im März verstorbenen Agnès Varda. Das letzte Werk der legendären Filmemacherin entstand in Zusammenarbeit mit dem Künstler JR.

      Ab dem 23. Juni widmet ARTE sein Abendprogramm fünf Tage lang 11 Dokumentarfilmen, die bei namhaften Festivals gezeigt und teilweise ausgezeichnet wurden. Diese machen den Programmschwerpunkt zu einem echten Highlight, darunter unter anderem „Zentralflughafen THF“ (RBB/ARTE) von Karim Aïnouz, der das Leben des jungen syrischen Geflüchteten Ibrahim in einem temporären Auffanglager am Flughafen Berlin Tempelhof schildert. Am Mittwoch stehen gleich vier große Dokumen¬tarfilme auf dem Programm: „Jenseits des Limits“ (YLE/ARTE) von Marta Prus gibt einen Einblick in das harte Training der russischen Sportgymnastin Margarita Mamun auf ihrem Weg zu olympischem Gold, „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ (ARTE France), ein Film, in dem Agnès Varda den für seine überlebensgroßen Fotografien bekannten Künstler JR bei seinen Begegnungen mit Menschen und ihren Geschichten begleitet, „Gaza – Leben an der Grenze“ (ZDF/ARTE), ein poetischer und anrührender Film über den Alltag im Gazastreifen, und „Zwischen Rausch und Elend“ (ARTE France) von Roberto Minervini, der hautnah den Alltag der US-amerikanischen Unterschicht zwischen Illegalität und Anarchie zeigt. Das Festival endet am Donnerstag, den 27. Juni, wenn der kambodschanische Filmemacher Rithy Panh ein weiteres Zeugnis seiner sehr persönlichen Trauerarbeit vorlegt. In „Gräber ohne Namen“ (ARTE France) begibt er sich auf die Suche nach den realen und spirituellen Gräbern seiner Angehörigen, die von den Roten Khmer ermordet wurden. Auch das Oscar-nominierte Werk „I Am Not Your Negro“ (ARTE France) von Raoul Peck wird nochmals gezeigt und findet seinen Platz im ARTE-Dokumentarfilmfestival: Ohne Grenzen.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 27.06.19
      00:25 - 01:50 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
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