• 21.06.2019
      18:35 Uhr
      Bedrohte Wildnis Botswana, auf den Fährten der Zebras - Thema: Afrika! | arte
       

      Von allen afrikanischen Großtieren legen Zebras die längsten Strecken zurück. Über 280 Kilometer wandern die rund 250.000 Tiere jährlich vom Okavango-Delta bis zu den grünen Weideflächen des Nationalparks Makgadikgadi Pans. Doch ihr Weg dorthin ist voller Gefahren: Allzu oft werden die Zebras von Zäunen und Viehgattern aufgehalten, mit denen die Viehwirte ihren Bestand vor Krankheiten und einheimischen Raubtieren schützen wollen. Können sie die künstlichen Barrieren nicht überwinden, fallen die Zebras ihren natürlichen Feinden zum Opfer oder sterben an Hunger und Durst.

      Freitag, 21.06.19
      18:35 - 19:20 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Von allen afrikanischen Großtieren legen Zebras die längsten Strecken zurück. Über 280 Kilometer wandern die rund 250.000 Tiere jährlich vom Okavango-Delta bis zu den grünen Weideflächen des Nationalparks Makgadikgadi Pans. Doch ihr Weg dorthin ist voller Gefahren: Allzu oft werden die Zebras von Zäunen und Viehgattern aufgehalten, mit denen die Viehwirte ihren Bestand vor Krankheiten und einheimischen Raubtieren schützen wollen. Können sie die künstlichen Barrieren nicht überwinden, fallen die Zebras ihren natürlichen Feinden zum Opfer oder sterben an Hunger und Durst.

       

      Im südlichen Afrika liegt Botswana, ein Land voller Gegensätze. Die semi-aride Kalahari-Wüste bedeckt fast 70 Prozent der Landesfläche. Bei Regen verwandeln sich die sonnenverbrannten Ebenen in grüne Wiesen, die allen großen afrikanischen Pflanzenfressern ausreichend Nahrung bieten. Zebras, Büffel, Gnus und Antilopen ernähren sich von den Gräsern, die während der kurzen Regenzeit sprießen. Wasser gibt es in der Kalahari-Wüste kaum; die Dürreperioden sind lang.

      Doch die hunger- und durstgeplagten Tiere wissen, wo sie Rettung finden: Ihr Instinkt führt sie in den Norden, zur riesigen Oase des Okavango-Deltas. Hier können sich die Tiere frei bewegen. Der Mensch hat sich diesen kargen Teil des Landes noch nicht zu eigen gemacht. Wenn die Regenzeit vorbei ist und die Wiesen der Kalahari-Wüste nicht mehr ausreichend Nahrung bieten, ziehen die großen Pflanzenfresser weiter zu den Wasserreserven im Okavango-Delta. Am Ende der Trockenzeit geht es in die umgekehrte Richtung.

      Zweimal im Jahr ziehen unzählige Gnus, Elefanten und Zebras durch die Savanne. Ein eiliges Streben, das keine Grenzen kannte - bis der Mensch die Landschaft mit Zäunen und Gittern versah, um sein Vieh vor einheimischen Raubtieren zu schützen. Für die wandernden Wildtiere sind diese Barrieren, die ihnen den Weg zur lebenswichtigen Wasserquelle abschneiden, oft ein Todesurteil. In Botswana haben sie die Zebrapopulationen bereits erheblich dezimiert. Manchen Tieren gelingt es dennoch, sich einen Weg zu bahnen. Dabe Sébitola, einer der erfahrensten Naturführer von Botswana, und James Bradley, ein englischer Biologe und begeisterter Zebra-Forscher, begleiten die Zebras auf ihrer Reise.

      Film von Bernard Guerrini

      Dokumentationsreihe Frankreich 2016

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      Freitag, 21.06.19
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.11.2020