• 21.06.2019
      11:50 Uhr
      Italien von oben - Geschichte(n) eines Landes Die Stadtstaaten | arte
       

      Italien gilt als die Wiege der römischen Kultur - zu Recht, wie die zahlreichen antiken Stätten beweisen. Doch beim Flug über die italienische Halbinsel wird deutlich, dass die Römer nicht nur Tempel und Amphitheater errichteten; sie schufen auch andere Bauwerke, die so monumental waren, dass sie das Gesicht des Landes nachhaltig veränderten. Die fast tausend Jahre andauernde Vorherrschaft Roms hat nicht nur die Menschen, sondern auch die Landschaft geprägt. Die bildstarke, fünfteilige Dokumentationsreihe zeigt die Spuren der Geschichte aus der Vogelperspektive - von der Antike bis in die Gegenwart.

      Freitag, 21.06.19
      11:50 - 12:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Italien gilt als die Wiege der römischen Kultur - zu Recht, wie die zahlreichen antiken Stätten beweisen. Doch beim Flug über die italienische Halbinsel wird deutlich, dass die Römer nicht nur Tempel und Amphitheater errichteten; sie schufen auch andere Bauwerke, die so monumental waren, dass sie das Gesicht des Landes nachhaltig veränderten. Die fast tausend Jahre andauernde Vorherrschaft Roms hat nicht nur die Menschen, sondern auch die Landschaft geprägt. Die bildstarke, fünfteilige Dokumentationsreihe zeigt die Spuren der Geschichte aus der Vogelperspektive - von der Antike bis in die Gegenwart.

       

      Beim Überfliegen Italiens fallen einem sofort die außergewöhnliche dichte Besiedlung des Landes und die geballte Präsenz der Städte auf. Das Motiv der Stadt ist in der Geschichte und der Landschaft Italiens tief verwurzelt. Die für ihre Baukunst berühmten italienischen Städte ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Einige sind unter dem Ansturm zu regelrechten Freilichtmuseen geworden. Der Reichtum an Palästen, Plätzen und Kirchen ist das Ergebnis einer langen politischen Geschichte, die im Mittelalter beginnt.

      Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert bildet die italienische Halbinsel kein geeintes Land, sondern ein Mosaik aus unabhängigen Gebieten, die von Fürsten und Patriziern regiert werden. Gleichwohl nimmt sie in Europa eine Vorrangstellung ein, dank ihrer außergewöhnlich großen Zahl an bevölkerungsreichen, mächtigen Städten. Der Aufschwung der Städte beginnt im Süden, insbesondere in den Häfen, die an sämtliche Handelsrouten des Mittelmeers angebunden sind. Am besten wird diese Entwicklung von Palermo verkörpert. Ab 1220 gehen die Städte des Südens trotz ihres ungeheuren Wachstums im Heiligen Römischen Reich auf. Sie verlieren ihre Autonomie und Unteritalien wird mit Festungen überzogen. Die bekannteste, das Castel del Monte in der Nähe von Bari, ist ein steinernes Symbol der triumphalen Macht des Kaisers.

      Zur gleichen Zeit vermag dieselbe kaiserliche Macht die Städte im Norden des Landes nicht zu unterwerfen. Diese erleben einen beispiellosen demografischen und ökonomischen Aufschwung. Im Jahr 1300 zählt Europa nur sechs Städte mit mehr als 80.000 Einwohnern, vier davon liegen in Norditalien: Mailand, Venedig, Genua und Florenz. Nach dem Besuch in Palermo führt die stadtgeschichtliche Reise weiter zu wegweisenden Bauten in San Gimignano, berühmt für sein zahlreichen Türme, Siena, Venedig und Florenz, welches mit der Herrschaft der Medici schließlich den Höhepunkt und das Ende des goldenen Zeitalters der Stadtstaaten markiert.

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