• 15.11.2015
      22:25 Uhr
      18 Kühe zwischen zwei Fronten Dokumentarfilm Frankreich 2011 - ARTE-Dokumentarfilmfestival | arte
       

      1987: Als Reaktion auf die Besetzung des Westjordanlands kaufen die Bewohner des Städtchens Bait Sahur 18 Kühe und gründen eine eigene Milch-Kooperative. Das Projekt erweist sich als voller Erfolg und die Kühe werden zu regionalen Berühmtheiten - bis die israelische Armee sie zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit erklärt. Es beginnt ein groß angelegtes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Kühe auf der Flucht vor ihren Verfolgern von Stall zu Stall geschafft werden. Ihre Milch wird in der Region von Bethlehem als "Intifada-Milch" legendär.

      Sonntag, 15.11.15
      22:25 - 23:40 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV

      1987: Als Reaktion auf die Besetzung des Westjordanlands kaufen die Bewohner des Städtchens Bait Sahur 18 Kühe und gründen eine eigene Milch-Kooperative. Das Projekt erweist sich als voller Erfolg und die Kühe werden zu regionalen Berühmtheiten - bis die israelische Armee sie zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit erklärt. Es beginnt ein groß angelegtes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Kühe auf der Flucht vor ihren Verfolgern von Stall zu Stall geschafft werden. Ihre Milch wird in der Region von Bethlehem als "Intifada-Milch" legendär.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Amer Shomali

      1987 kommt es zum ersten palästinensischen Volksaufstand. Die Bewohner des Westjordanlands verlangen lokale Alternativen zu israelischen Produkten. Auch eigene Milch, die sie bisher von einer israelischen Kooperative bezogen. Hier beginnt die Geschichte des Dokumentarfilms "18 Kühe zwischen zwei Fronten". Daraufhin gründet eine Gruppe palästinensischer Intellektueller und Aktivisten in dem Städtchen Bait Sahur eine Milch-Kooperative. Keiner von ihnen ist Bauer, aber das spielt keine Rolle.

      Nachdem sie in einem israelischen Kibbuz 18 Kühe gekauft und in ihr Dorf gebracht haben, machen sich die frischgebackenen Kuhzüchter mit den Tieren vertraut und beginnen die Milch in der gesamten Region um Bethlehem zu vertreiben. Doch der Erfolg der Kooperative ruft die israelischen Behörden auf den Plan, die in der palästinensischen Milchproduktion eine Gefahr für die nationale Sicherheit sehen.

      Es beginnt eine wahre Verfolgungsjagd, ein großangelegtes Katz-und-Maus-Spiel (oder vielmehr Soldat-und-Kuh-Spiel), bei dem die Kühe auf der Flucht vor ihren Verfolgern von Stall zu Stall geschafft, in Höhlen und sogar in Wohnungen versteckt werden. Ihre Milch wird als "Intifada-Milch" legendär. Obwohl einige der Milchbauern festgenommen werden, kann die Milchproduktion mit Unterstützung der Bevölkerung eine Zeit lang aufrechterhalten werden.

      Der Film lässt israelische Militärs zu Wort kommen, vor allem aber die Aktivisten, die die Kooperative ins Leben gerufen haben, ihre Familien, ihre Freunde und alle, deren Leben durch diese wahre Geschichte verändert wurde. Humorvoll, intelligent und aufrichtig zeigt er die Kraft des friedlichen Widerstands und den Mut der Menschen in Palästina.

      Der Film verbindet Stop-Motion-Animationen, Originalzeichnungen und Archivmaterial, um ein außergewöhnliches Kapitel in der Geschichte des Nahostkonflikts zu erzählen. Die Geschichte wird aus der Sicht der animierten Figuren, also aus der Sicht der Kühe und Aktivisten, erzählt.

      ARTE widmet vom 15. bis 20. November eine Woche dem Dokumentarfilm. Für das Kino gedreht und vielfach preisgekrönt, zeigen die 12 Filme die ganze Vielfalt des Genres. Renommierte Regisseure wie Nicolas Philibert, aber auch dem großen Publikum noch unbekannte Filmemacher erzählen berührende Geschichten aus der ganzen Welt.

      Am Sonntagabend zeigt der Eröffnungsfilm „18 Kühe zwischen zwei Fronten“ eine wahre Geschichte um das Dorf Beit Sahour während der Ersten Intifada: 18 Milchkühe werden von der israelischen Regierung zu Staatsfeinden erklärt.
      Am Montag erzählt „Hitchcock-Truffaut“ von dem berühmten Austausch der beiden Regisseure. Ein Highlight ist auch der neueste Film von Nicolas Philibert, „La Maison de la Radio“, in dem der Regisseur Menschen beobachtet, die sich mit Hingabe ihrer Arbeit bei Radio France widmen.

      Am Donnerstag debütiert der neue Film von Joshua Oppenheimer, „The Look of Silence - Im Angesicht der Stille“, bei ARTE. Er ist die Fortsetzung des preisgekrönten Films „The Act of Killing - Der Akt des Tötens“, der sich mit den Massakern im Jahr 1965 und 1966 in Indonesien beschäftigt und der am selben Abend gezeigt wird.

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