• 10.11.2015
      09:00 Uhr
      UNO - Letzter Halt vor dem Abgrund Thema: Mission Weltfrieden - 70 Jahre UNO | arte
       

      Zum 70. Jahrestag der UNO wird vielerorts Bilanz gezogen. Wie effizient sind die Blauhelm-Missionen? Kann man mit den Spielregeln von 1945 aktuelle Probleme lösen? Die friedenserhaltenden Maßnahmen sind der sichtbarste Teil der UNO-Arbeit. Über 120.000 Personen dienen unter der blauen Flagge - das sind mehr als die weltweit eingesetzten Soldaten der Vereinigten Staaten. Ist die UNO deswegen eine Großmacht? Wie viel Macht hat sie überhaupt? Oder versucht sie nur verzweifelt, ihre Ohnmacht zu verbergen?

      Dienstag, 10.11.15
      09:00 - 09:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Zum 70. Jahrestag der UNO wird vielerorts Bilanz gezogen. Wie effizient sind die Blauhelm-Missionen? Kann man mit den Spielregeln von 1945 aktuelle Probleme lösen? Die friedenserhaltenden Maßnahmen sind der sichtbarste Teil der UNO-Arbeit. Über 120.000 Personen dienen unter der blauen Flagge - das sind mehr als die weltweit eingesetzten Soldaten der Vereinigten Staaten. Ist die UNO deswegen eine Großmacht? Wie viel Macht hat sie überhaupt? Oder versucht sie nur verzweifelt, ihre Ohnmacht zu verbergen?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Pierre-Olivier François

      Ob im Kaschmir-Konflikt oder bei der Suez-Krise, die Missionen der UNO folgen immer denselben Prinzipien: Die Blauhelm-Soldaten sind objektiv, sie setzen ihre Streitkräfte nur zum Zweck der Verteidigung ein und vor einer Intervention benötigen sie das Einverständnis des UN-Sicherheitsrats und der im Krieg befindlichen Länder. "Sicherung des Weltfriedens" heißt die wichtigste Aufgabe der UNO - das klingt utopisch und notwendig zugleich.

      Doch wie entstand eigentlich das fast paradoxe Konzept der "Friedenssoldaten"? Wie hat sich die Arbeit der Blauhelme verändert, seit zwischenstaatliche Auseinandersetzungen vermehrt abgelöst wurden durch innerstaatliche Konflikte und Terrorismus? Über 120.000 Personen dienen heute unter der blauen Flagge - das sind mehr als die weltweit eingesetzten Soldaten der Vereinigten Staaten. Ist die UNO deswegen eine Großmacht? Wie mächtig ist sie überhaupt? Oder versucht sie nur verzweifelt, ihre Ohnmacht zu verbergen? Ist es eine menschliche Pflicht, Frieden zu erhalten oder gar zu erzwingen?

      Der Film analysiert die Gegebenheiten im Libanon, in der Demokratischen Republik Kongo und in der Zentralafrikanischen Republik und versucht, mit Hilfe früherer und heutiger UNO-Mitarbeiter, darunter auch Kofi Annan, eine Antwort auf diese wichtigen Fragen zu finden. Auch die Ukraine-Krise und die seit Jahren diskutierte Reform des UN-Sicherheitsrats, die unter anderem eine Ausweitung der ständigen Mitglieder vorsieht, werden thematisiert. 70 Jahre Vereinte Nationen - ein letzter Halt vor dem Abgrund oder ein unentbehrliches Organ auf dem langen Weg zu einer friedlicheren Welt?

      Pierre-Olivier François ist freier Journalist und Fernsehregisseur (ARTE, France 5, WDR). Er drehte unter anderem "Korea - Für immer geteilt?" (2013), "Lebt wohl, Genossen!" (2012) und "Alzheimer, la course contre la montre" (2011, mit Pierre Bourgeois, FIGRA-Publikumspreis). Von 1999 bis 2000 arbeitete er als Journalist am Sitz der Vereinten Nationen in New York.

      • Thema: Mission Weltfrieden - 70 Jahre UNO

      Am 26. Juni 1945 unterzeichnen 50 Länder die Charta der Vereinten Nationen. Erklärtes Ziel: die Menschheit nach zwei Weltkriegen "vor der Geißel des Krieges zu bewahren". Ein hehrer Anspruch, an dem die Organisation schon oft gescheitert ist. Nun wird die UNO 70 Jahre alt. Zeit für eine Erneuerung?

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