• 07.11.2015
      02:55 Uhr
      Baukunst Das Centre National de la Danse | arte
       

      Am Ufer des "Canal de l'Ourcq" in Pantin, einer im Nordosten an Paris angrenzenden Stadt, liegt ein gestrandetes Riesenschiff aus Beton: Das "Centre National de la Dance". Früher war die Kunstform Tanz mehr behelfsmäßig bei staatlichen Bühnen oder Opernhäusern untergebracht - einen eigenen festen Standort hatte sie nie. Seit der Eröffnung des Zentrums im Jahre 2004 haben die Choreographen, Lehrer und Tänzer eine Fläche von mehr als 8.000 Quadratmetern zur Verfügung und üben seither an einem Ort mit einer 40-jährigen ungewöhnlichen Geschichte.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 07.11.15
      02:55 - 03:25 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Am Ufer des "Canal de l'Ourcq" in Pantin, einer im Nordosten an Paris angrenzenden Stadt, liegt ein gestrandetes Riesenschiff aus Beton: Das "Centre National de la Dance". Früher war die Kunstform Tanz mehr behelfsmäßig bei staatlichen Bühnen oder Opernhäusern untergebracht - einen eigenen festen Standort hatte sie nie. Seit der Eröffnung des Zentrums im Jahre 2004 haben die Choreographen, Lehrer und Tänzer eine Fläche von mehr als 8.000 Quadratmetern zur Verfügung und üben seither an einem Ort mit einer 40-jährigen ungewöhnlichen Geschichte.

       

      Anfang der 70er Jahre strandete am Ufer des "Canal de l'Ourcq", im "roten Gürtel" nordöstlich von Paris, ein gigantisches Schiff aus Rohbeton: das Verwaltungszentrum Pantin.

      Jacques Kalisz, damals noch Architekturstudent, gehörte einem sozial engagierten Arbeitskreis aus Stadtplanern an, den einige kommunistisch regierte Kommunen um Paris ins Leben gerufen hatten. Ihn beauftragte der Bürgermeister von Pantin mit einem Baukomplex, der sämtliche kommunalen Einrichtungen - etwa ein Gericht, eine Polizei, ein Finanzamt, ein Gewerkschaftshaus, ein Arbeitsamt und vieles anderes - unter einem Dach vereinen sollte - ein damals völlig neuartiges Konzept und ein aufwendiges Bauvorhaben. 20 Jahre später stand das Verwaltungszentrum jedoch leer.

      Was als utopisches Flaggschiff gedacht war, wurde zum Symbol des Niedergangs einer Gesellschaftsutopie. Da der Abriss jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden gewesen wäre, wurde beschlossen, es für andere Zwecke zu nutzen. 2004 wurde das Gebäude saniert und als "Centre National de la Danse" wiedereröffnet.

      Anstelle der Angestellten und ihrer Büros zogen Tanzkompanien und Ballettstudios ein. Das neu entstandene "Centre National de la Danse" war das erste große Projekt der beiden jungen Architektinnen Antoinette Robain und Claire Guieysse, die dafür mit dem französischen Architekturpreis "Prix de l'Equerre d'Argent" ausgezeichnet wurden.

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      02:55 - 03:25 Uhr (30 Min.)
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