• 19.03.2019
      01:25 Uhr
      Noch hier. Schon da Dokumentarfilm Deutschland 2013 | arte
       

      2009: Ein Mann bekommt eine Krebsdiagnose. So wie Tausende jedes Jahr. Die Ärzte geben ihm drei Monate bis maximal ein Jahr. Er ist Theaterregisseur. Ein Mann, der Hoffnungen hat, der überleben will, der nicht aufhört zu träumen. „Noch hier. Schon da“ ist ein subjektiver, tagebuchartiger Dokumentarfilm über den krebskranken Schauspieler und Regisseur Jochen Fölster, der von seiner Tochter und seiner Frau von Herbst 2009 bis Februar 2013 gedreht wurde.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 19.03.19
      01:25 - 03:05 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      2009: Ein Mann bekommt eine Krebsdiagnose. So wie Tausende jedes Jahr. Die Ärzte geben ihm drei Monate bis maximal ein Jahr. Er ist Theaterregisseur. Ein Mann, der Hoffnungen hat, der überleben will, der nicht aufhört zu träumen. „Noch hier. Schon da“ ist ein subjektiver, tagebuchartiger Dokumentarfilm über den krebskranken Schauspieler und Regisseur Jochen Fölster, der von seiner Tochter und seiner Frau von Herbst 2009 bis Februar 2013 gedreht wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ziegler Roswitha

      Die Regisseurin Roswitha Ziegler hat dreieinhalb Jahre lang ihren Lebensgefährten Jochen Fölster, Vater der gemeinsamen Tochter Rosa Hannah Ziegler, auf seinem Weg begleitet - von der Diagnose Krebs bis zum letzten Atemzug. Jochen Fölster ist in Rückblenden als Schauspieler, als Regisseur und als Aktivist zu sehen. Er spricht über seine Träume sowie seine Krebsdiagnose. Er war schließlich auch damit einverstanden, auf seinem Weg mit der Kamera begleitet zu werden. „Meine letzte Rolle“, wie er sagt.

      Es ist ein Film über Rückzug und wie Jochen Fölster, seine Tochter und seine Lebensgefährtin, die Regisseurin des Films, selbst damit umgehen. Durch die Filmaufnahmen kann Roswitha Ziegler sich ein wenig distanzieren und versinkt daher nicht vollkommen in Angst und Panik.

      Die Bilder erzählen aber nicht nur vom Leiden, sondern auch von den absurd-heiteren Momenten, die es immer wieder gibt, in der Geschichte dieses Mannes, der nicht aufhört, an sein Weiterleben zu glauben. Der gerne „Born to be wild“ singt und seinen Rollator „die Harley“ nennt. Und der sich dennoch immer mehr in eine Parallelwelt zurückzieht, in der die Uhren anders ticken.

      Die langsamen, poetischen Bilder der Natur spiegeln das Thema des Films - das immer weitere „Verschwinden“ eines Menschen. Der Film beteiligt den Zuschauer an einem Prozess der fortschreitenden Minimierung: Die Welt wird immer kleiner und enger. Eine Achterbahnfahrt von Hoffen, Resignieren, wieder und weiter Hoffen. Es ist ein schonungsloser Film, der uns darüber nachdenken lässt, wie es einmal sein wird, wenn man selbst den letzten Weg gehen muss und „seine letzte Rolle spielt“.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 19.03.19
      01:25 - 03:05 Uhr (100 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.11.2019