• 28.01.2015
      10:00 Uhr
      Auf der Suche nach dem glücklichen Fisch Dokumentation Deutschland 2013 | arte
       

      Die Meere sind überfischt, die Fischfang-Industrie hat wegen prekärer Arbeitsbedingungen einen schlechten Ruf, und viele Fischzuchtfarmen belasten die Umwelt. Ist es also überhaupt noch möglich, ohne schlechtes Gewissen Fisch zu essen? Der Filmemacher Frank Diederichs hat weltweit nach Fisch gesucht, den man ohne Bedenken essen kann. Und es gibt ihn tatsächlich: sowohl wild als auch gezüchtet, sowohl im Meer als auch in Teichen. Auch wer nachhaltig essen will, muss in Zukunft also nicht auf Fisch verzichten.

      Mittwoch, 28.01.15
      10:00 - 10:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

      Die Meere sind überfischt, die Fischfang-Industrie hat wegen prekärer Arbeitsbedingungen einen schlechten Ruf, und viele Fischzuchtfarmen belasten die Umwelt. Ist es also überhaupt noch möglich, ohne schlechtes Gewissen Fisch zu essen? Der Filmemacher Frank Diederichs hat weltweit nach Fisch gesucht, den man ohne Bedenken essen kann. Und es gibt ihn tatsächlich: sowohl wild als auch gezüchtet, sowohl im Meer als auch in Teichen. Auch wer nachhaltig essen will, muss in Zukunft also nicht auf Fisch verzichten.

       

      Worauf muss man achten, wenn man mit gutem Gewissen Fisch essen möchte? Fisch, der nachhaltig gefangen wird, ohne Ausbeutung an Mensch und Natur - gibt es das gar nicht mehr?

      Die meisten wildlebenden Fische stehen bei Umweltorganisationen auf der "Roten Liste". Entweder droht die Art auszusterben, oder die Fangmethoden zerstören das Meer. Um diesem Dilemma zu entgehen, setzt die Industrie zunehmend auf Aquakultur. Doch ist Fischzucht wirklich eine Lösung?

      Im Süden Chiles gibt es inzwischen riesige Lachs-Farmen. Das Geschäft floriert: Allein im ersten Halbjahr 2013 exportierte Chile Lachs im Wert von 990 Millionen Euro. Doch Umweltschützer beklagen, auch diese Farmen bedeuten eine rücksichtslose Nutzung des Meeres, die die Umwelt zerstöre. Das Wasser könne nicht mehr zirkulieren, das Meer sei zu einem stehenden, kontaminierten Gewässer geworden. Außerdem hätten viele Fischer ihre Lebensgrundlage verloren. Mit gutem Gewissen kann man Fisch aus solchen industriellen Anlagen also auch nicht essen.

      In Frankreichs ältester Bio-Aquakultur in Cannes werden Wolfsbarsch, Doraden und Adlerfische gezüchtet. Hier achtet man auf einen schonenden Umgang mit der Natur. Das Futter besteht zur Hälfte aus pflanzlicher Nahrung, und zur anderen Hälfte aus Fischmehl und -öl. Am Ende kommt also mehr Fisch raus, als gefüttert wurde.

      In Büsum an der Nordsee versuchen Wissenschaftler, aus Raubfischen wie dem Steinbutt Vegetarier zu machen. Sie hoffen so den großen Bedarf an Fischmehl, der in der gesamten Fischzucht herrscht, reduzieren zu können. Um Flüsse, Seen und Meere nicht weiter zu belasten, werden immer mehr Aquakulturen auf dem Festland errichtet: Kreislaufanlagen, die aber noch sehr viel Energie benötigen.

      Die Dokumentation führt zu kleinen Fischereibetrieben am Meer und zu einer Fischzuchtstation in derLausitz. Dort züchtet man Karpfen, den perfekten Bio-Fisch, der in vielen Ländernjedoch keinen guten Ruf genießt.

      Film von Frank Diederichs

      Wird geladen...
      Mittwoch, 28.01.15
      10:00 - 10:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.08.2022