• 28.01.2015
      08:55 Uhr
      Bis zum letzten Fang Das Geschäft mit dem Fisch | arte
       

      Seit Jahrzehnten plündert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten schätzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers überfischt sind. Trotz leichter Verbesserung gelten auch im Nordostatlantik fast 40 Prozent der Fischbestände als gefährdet. Arten wie der rote Thunfisch stehen mittlerweile auf der Liste der bedrohten Tiere. Der Dokumentarfilm ergründet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der ständig steigende Konsum für die Europäer, aber auch für die Menschen in Afrika und Asien, hat.

      Mittwoch, 28.01.15
      08:55 - 10:00 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      HD-TV Stereo

      Seit Jahrzehnten plündert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten schätzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers überfischt sind. Trotz leichter Verbesserung gelten auch im Nordostatlantik fast 40 Prozent der Fischbestände als gefährdet. Arten wie der rote Thunfisch stehen mittlerweile auf der Liste der bedrohten Tiere. Der Dokumentarfilm ergründet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der ständig steigende Konsum für die Europäer, aber auch für die Menschen in Afrika und Asien, hat.

       

      Jahrelang waren die Länder der Europäischen Union an der extremen Ausbeutung der Weltmeere beteiligt. Die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki räumt inzwischen Fehler ein und hat eine Reform auf den Weg gebracht, die diese Entwicklung stoppen soll.

      Die Dokumentation hinterfragt, was sich in Zukunft verändern soll. Doch reichen europäische Entscheidungen aus? Ein Großteil des in Europa konsumierten Fischs wird aus Afrika und Asien importiert. In Thailand werden Fisch und Garnelen oft unter katastrophalen Bedingungen gefangen, gezüchtet oder verarbeitet. Nichtregierungsorganisationen berichten immer wieder über Sklaven- und Kinderarbeit.

      Auch mit afrikanischen Staaten schließt die EU seit Jahrzehnten Fischereiabkommen ab, um dort fangen zu dürfen. Doch auch hier kommt zu dem legalen der illegale Fischfang hinzu. Experten gehen davon aus, dass der Anteil der Piratenfischerei an der westafrikanischen Küste 40 Prozent des Gesamtfangs beträgt. Das Meer ist dort inzwischen so weit leergeräumt, dass für die kleinen einheimischen Fischer nur wenig übrig bleibt.

      Den Filmemachern Jutta Pinzler und Mieke Otte ist es gelungen, die senegalesische Marine auf der Suche nach Piratenfischern zu begleiten. In Thailand konnten sie mit Kindern sprechen, die in der Shrimps-Industrie gnadenlos ausgebeutet werden. Und sie haben Menschen getroffen, die in der Fischindustrie unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.

      Der Dokumentarfilm verfolgt nicht nur den Weg des Fischs auf die Teller der Verbraucher, sondern konfrontiert die Verantwortlichen aus Handel und Politik mit den vielen Missständen beim Fang und der Verarbeitung. Die Antworten sind zum Teil skandalös.

      Film von Jutta Pinzler und Mieke Otte

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      Mittwoch, 28.01.15
      08:55 - 10:00 Uhr (65 Min.)
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