• 13.01.2015
      20:15 Uhr
      Frühjahr 45 Thema: 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz | arte
       

      Im Frühjahr '45 ist nichts mehr, wie es einmal war. In Deutschland. In Europa. Auf der ganzen Welt. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland entfesselte Krieg gewütet. Das besetzte Europa ist befreit, Deutschland so gut wie besiegt. Die Menschen leben im Augenblick des Sieges, der Niederlage oder der Befreiung. Es gibt keine Zukunft, nur eine Gegenwart - ohne Gewissheiten, voller Unsicherheiten. Voller Hoffnungen für die einen, voller Ängste für die anderen. Eines ist allen bewusst: Es wird auch nie mehr so werden, wie es einmal war. Die Welt ist aus den Fugen. "Frühjahr 45" folgt den Erlebnissen von Zeitzeugen aus ganz Europa.

      Dienstag, 13.01.15
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 20:14
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Im Frühjahr '45 ist nichts mehr, wie es einmal war. In Deutschland. In Europa. Auf der ganzen Welt. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland entfesselte Krieg gewütet. Das besetzte Europa ist befreit, Deutschland so gut wie besiegt. Die Menschen leben im Augenblick des Sieges, der Niederlage oder der Befreiung. Es gibt keine Zukunft, nur eine Gegenwart - ohne Gewissheiten, voller Unsicherheiten. Voller Hoffnungen für die einen, voller Ängste für die anderen. Eines ist allen bewusst: Es wird auch nie mehr so werden, wie es einmal war. Die Welt ist aus den Fugen. "Frühjahr 45" folgt den Erlebnissen von Zeitzeugen aus ganz Europa.

       

      Im Frühjahr 1945 ist nichts mehr, wie es einmal war. Das besetzte Europa ist befreit, Deutschland ist so gut wie besiegt. Die Menschen leben im Augenblick des Sieges, der Niederlage oder der Befreiung. Es gibt noch keine Zukunft, nur eine Gegenwart - ohne Gewissheiten, voller Unsicherheiten. "Frühjahr 45" folgt den Erlebnissen von Zeitzeugen aus ganz Europa, darunter Prominente wie die Philosophin Agnes Heller, der Schauspieler Günter Lamprecht, die Schriftstellerin Leonie Ossowski, der Politiker Wladyslaw Bartoschewski oder die Fernsehlegende Georg Stefan Troller. Sie berichten von ihren Erlebnissen im Frühjahr vor 70 Jahren, in diesen letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs; Tagebücher, wie die Aufzeichnungen des Dichters Erich Kästner und der als Zwangsarbeiterin in Deutschland inhaftierten Agnes Humbert runden das Bild ab.

      Es sind Monate des Chaos und der Hoffnung, des Untergangs und des Sieges. Das Schlachtfeld hat sich nach Deutschland verlagert, aber in vielen Ländern Europas sind noch deutsche Soldaten, mal als mehr oder minder friedliche Besatzer, mal als verzweifelte Kämpfer in aussichtslosen Gefechten. Während sich die Fronten immer mehr aufeinander zu bewegen, um sich schließlich bei der historischen Begegnung von Westalliierten und Sowjets bei Torgau zu vereinen, wird in Berlin noch gekämpft, in Italien die Befreiung gefeiert und in Dänemark gnadenlose Jagd auf Widerstandskämpfer gemacht.

      Die Befreiung der Konzentrationslager, das Chaos der letzten Kämpfe, aber auch die Übergriffe der sowjetischen Eroberer Berlins stehen im Kontrast zu den überschwänglichen Gefühlen von Befreiung und Errettung aus Krieg und Untergang. Diese Frühjahrs-Monate vor 70 Jahren bedeuten für die Zeitzeugen aber auch für fast alle Menschen, die sie damals erlebten, einen den der massivsten Einschnitte in ihre Leben. "Frühjahr 45" erzählt davon.

      Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden, die Shoah. Auschwitz ist das Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 2015 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der I. Ukrainischen Front der Roten Armee zum 70. Mal. Der Jahrestag der Befreiung wurde 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

      Emil Weiß’ Trilogie über Auschwitz, die ARTE aus diesem Anlass nochmals zeigt, erzählt mit strengen, kargen und sehr nahegehenden Bildern vom Schrecken des Alltags in Auschwitz, über die furchtbare Arbeit der sogenannten Sonderkommandos und die Bestialität der dort eingesetzten SS-Ärzte.

      "Frühjahr 45" ist nach "Sommer 39" und "Winter 42/43" der Abschluss einer außergewöhnlichen dokumentarischen Trilogie über den Zweiten Weltkrieg, mit Zeitzeugen wie Elie Wiesel, Wladyslaw Bartoszewski, Ruth Klüger und Georg Stefan Troller.

      Film von Mathias Haentjes

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