• 22.03.2019
      00:05 Uhr
      Die Frau des Polizisten Spielfilm Deutschland 2013 | arte
       

      Gronau, Westfalen: Uwe ist 24 Jahre alt und hat gerade einen Posten als Polizist in einer kleinen Stadt angenommen. Seine Frau Christine bleibt mit der vierjährigen Clara zu Hause. Die Umgebung ist eine Allegorie auf das Leben der Protagonisten: Die idyllische Weite der Natur ist das Versprechen; ein kleiner, grauer Hinterhof, in dem Christine und Clara Blumen unter hochgeklappten Bodenplatten pflanzen, dessen Einlösung. Während Mutter und Tochter gemeinsam in ihre Fantasiewelt eintauchen, fühlt sich Uwe irgendwie außen vor. Eine Dynamik von Rückzug und Gewalt nimmt ihren Lauf.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 22.03.19
      00:05 - 03:00 Uhr (175 Min.)
      175 Min.
      VPS 00:10
      Stereo HD-TV

      Gronau, Westfalen: Uwe ist 24 Jahre alt und hat gerade einen Posten als Polizist in einer kleinen Stadt angenommen. Seine Frau Christine bleibt mit der vierjährigen Clara zu Hause. Die Umgebung ist eine Allegorie auf das Leben der Protagonisten: Die idyllische Weite der Natur ist das Versprechen; ein kleiner, grauer Hinterhof, in dem Christine und Clara Blumen unter hochgeklappten Bodenplatten pflanzen, dessen Einlösung. Während Mutter und Tochter gemeinsam in ihre Fantasiewelt eintauchen, fühlt sich Uwe irgendwie außen vor. Eine Dynamik von Rückzug und Gewalt nimmt ihren Lauf.

       

      Die Geschichte von Uwe, Christine und Clara ist eine Geschichte des Miteinanders, die zwischen Scheitern und Gelingen verortet ist: Eine junge Familie lebt in einer ländlichen Gegend, die kleine Wohnung ist ordentlich, ein bisschen eng. Wenn Uwe morgens von seiner Nachtschicht nach Hause kommt, fällt es ihm schwer, seinen Beruf abzulegen. Mutter und Tochter verbringen viel Zeit miteinander; er fühlt sich abgehängt. Die Isolation im eigenen Leben entlädt sich in Aggression gegenüber seiner Frau, deren Körper schon bald von blauen Flecken übersät ist.

      Christine flüchtet sich in die Fantasiewelt ihrer Tochter. Mit kindlicher Gewissheit liebt Clara ihre Eltern, doch ihr resigniertes Gesicht zeigt den Nachhall der Gewalt, die zwischen Kinderspiel, vertrauter Liebkosung und dem gemeinsamen Spaghetti-Essen ihren Lauf nimmt. Bald ist diese ein fester Bestandteil des gemeinsamen Lebens.

      In seriellen Miniaturen erzählt der Film von den Problemen einer jungen Familie. Die Protagonisten sind mal zum Greifen nah, mal stehen sie wie unnahbare Statuen im Raum. Durch wechselnde Einstellungen, in denen Makro-Aufnahmen von dokumentarischen Szenen abgelöst werden, inszeniert Regisseur Philip Gröning das gebrochene Prisma der Intimität einer jungen Familie.

      Philip Gröning ist mit „Die Frau des Polizisten“ eine verstörende und doch zutiefst berührende Auseinandersetzung mit dem Thema häuslicher Gewalt gelungen. Der Film basiert auf Recherchen des Regisseurs, der mit verschiedenen Paaren Gespräche zu diesem Thema führte. Entstanden ist ein engagierter Film, der formal anspruchsvoll die Gewalt in einer Familie in ihrer schockierenden Alltäglichkeit verdeutlicht.

      Der Film wurde bei den 70. Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2013 uraufgeführt und erhielt den Spezialpreis der Jury.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 12.07.2020