• 22.02.2019
      17:20 Uhr
      In der Welt zuhause China: Die Tulou-Rundhäuser | arte
       

      Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Dieses Mal besichtigt er chinesische Rundhäuser, auch Tulou genannt. In der Provinz Fujian im Südosten Chinas trifft Philippe auf das Volk der Hakka, die in sogenannten Tulou leben, einer Mischung aus Festungswall und bäuerlichem Gemeinschaftsbau. Die großen Rundgebäude haben eine lange Tradition und sind das Symbol eines gemeinschaftlichen Lebens. Für den Bau dieser aus Lehm und Holz bestehenden Häuser benötigen hundert Personen mehrere Jahre.

      Freitag, 22.02.19
      17:20 - 17:45 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Dieses Mal besichtigt er chinesische Rundhäuser, auch Tulou genannt. In der Provinz Fujian im Südosten Chinas trifft Philippe auf das Volk der Hakka, die in sogenannten Tulou leben, einer Mischung aus Festungswall und bäuerlichem Gemeinschaftsbau. Die großen Rundgebäude haben eine lange Tradition und sind das Symbol eines gemeinschaftlichen Lebens. Für den Bau dieser aus Lehm und Holz bestehenden Häuser benötigen hundert Personen mehrere Jahre.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Olivier Lassu
      David Perrier

      In der Provinz Fujian im Südosten Chinas trifft Philippe auf das Volk der Hakka, die in sogenannten Tulou leben, einer Mischung aus Festungswall und bäuerlichem Gemeinschaftsbau, fast ohne Türen und Fenster. Die großen Rundgebäude haben eine lange Tradition und sind das Symbol eines gemeinschaftlichen Lebens. Philippe spricht mit Hong Jun und seiner Frau Zu Zhou und besichtigt ihr Tulou, das 140 Wohnungen umfasst. Ähnlich dem Aufbau einer Mandarine, bewohnt dort jede Familie drei Stockwerke, lebt also Wand an Wand mit einer anderen - von der ersten bis zur dritten Etage.
      Der Bau dieser aus Lehm und Holz bestehenden Häuser ist ein Mammutwerk, für das hundert Personen mehrere Jahre benötigen.
      Zur Magie der Tulou trägt auch ihre geschickte Einbettung in die natürliche Umgebung bei, die den Regeln des Feng-Shui folgt.
      Noch vor zehn Jahren waren die Tulou in China praktisch unbekannt und drohten, von ihren Bewohnern verlassen zu werden. Seit 2008 gehören sie wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe und werden seither durch stark zunehmenden Massentourismus wiederbelebt - doch um welchen Preis? Obwohl sich das Durchschnittseinkommen der Hakka in fünf Jahren verdoppelt hat und das Geld den Unterhalt mancher Tulou finanziert, werden diese Horte des Friedens täglich von einem lärmenden Besucherstrom überrollt.
      Ob die Tulou sich in einem im Eiltempo verändernden China weiter behaupten und junge Generationen zum Bleiben bewegen können, hängt davon ab, ob sie sich den modernen Ansprüchen anpassen können. Doch wie Philippe Simay herausfindet, gibt es bereits erste Rundhäuser, die diesen gerecht werden.

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2015

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