• 19.02.2019
      20:15 Uhr
      Korea, der hundertjährige Krieg (1/2) Verfeindete Brüder - Thema: Nordkorea und der Rest der Welt | arte
       

      Seit 1953 trennt eine demilitarisierte Zone Nord- und Südkorea wie eine gewaltige Kriegswunde. Doch im April 2018 kommt es unerwartet zu ersten Annäherungsversuchen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un und Südkoreas Präsidenten Moon Jae-in. Wäre die Vereinigung des in zwei Länder mit radikal unterschiedlichen Gesellschaftsformen aufgeteilten koreanischen Volkes möglich? In der zweiteiligen Dokumentation beleuchten führende Politiker und Historiker aus Nord- und Südkorea, den USA, Russland und China die Geschichte Koreas - seit über 100 Jahren Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen den Großmächten der Welt.

      Dienstag, 19.02.19
      20:15 - 21:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Seit 1953 trennt eine demilitarisierte Zone Nord- und Südkorea wie eine gewaltige Kriegswunde. Doch im April 2018 kommt es unerwartet zu ersten Annäherungsversuchen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un und Südkoreas Präsidenten Moon Jae-in. Wäre die Vereinigung des in zwei Länder mit radikal unterschiedlichen Gesellschaftsformen aufgeteilten koreanischen Volkes möglich? In der zweiteiligen Dokumentation beleuchten führende Politiker und Historiker aus Nord- und Südkorea, den USA, Russland und China die Geschichte Koreas - seit über 100 Jahren Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen den Großmächten der Welt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Pierre-Olivier François

      Nord- und Südkorea: Zwei Länder mit verschiedenen Namen, zwei Geschichten, zwei Flaggen, zwei entgegengesetzte Gesellschaften getrennt durch sieben Jahrzehnte der Konfrontation - und doch ein zusammengehöriges Volk? Im April 2018 geschah das Undenkbare: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-In trafen sich an der militärisch bestbewachten Grenze der Erde, um erste Schritte einer Annäherung in die Wege zu leiten. Dort, wo der Kalte Krieg nie zu Ende gegangen ist, begannen die verfeindeten Brüder von friedlicher Koexistenz und sogar von Widervereinigung zu träumen.

      Doch wäre die Trennung des koreanischen Volkes in zwei Länder mit radikal unterschiedlichen Gesellschaftsformen zu beenden? Um sich der Beantwortung dieser Frage anzunähern, taucht die zweiteilige Dokumentation in die Geschichte der koreanischen Halbinsel ein, und beleuchtet die historisch erwachsenen Spannungen zwischen den Ländern, geopolitischen Hintergründe sowie Hoffnungen und Ängste der Nord- und Südkoreaner.

      Der erste Teil der Dokumentation steigt mit der Kolonialisierung Koreas durch Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein - für das koreanische Volk einerseits eine Zeit der Modernisierung, andererseits eine Periode der Unterdrückung von Kultur und Sprache. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet die japanische Kolonialisierung abrupt. Das Land wird in eine sowjetische und eine US-amerikanische Besatzungszone aufgeteilt, aus der schließlich zwei koreanische Staaten resultieren. Diese liefern sich fortan einen erbitterten Bürgerkrieg um die Herrschaft über die Halbinsel. Der erste Teil endet mit den Olympischen Spielen Seoul im Jahr 1988 - Symbol für Südkoreas Öffnung gegenüber der Welt.

      • Thema: Nordkorea und der Rest der Welt

      Seit 100 Jahren Spielball internationaler Mächte, seit 70 Jahren ein geteiltes Land und immer wieder eine Gefahr für den Weltfrieden. Um die Geschichte Koreas und die heutigen geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea zu verstehen, hat sich Pierre-Olivier François für THEMA auf die geteilte Halbinsel begeben und Politiker, Wissenschaftler und hohe militärische Würdenträger aus Nord und Süd zu Wort kommen lassen. Ihre Einschätzung der politischen Entwicklung sind ebenso überraschend wie das anschließende Stadtportät "Have Fun in Pjöngjang", das die nordkoreanische Hauptstadt von einer bislang unbekannten Seite zeigt.

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