• 21.05.2017
      14:15 Uhr
      Der erste Fußabdruck auf dem Fünften Kontinent Die große Flut - 18.000 Jahre bis 1788 | arte
       

      Vor etwa 15.000 Jahren wurde Australien von den Fluten schmelzender Polargletscher überschwemmt; etwa 15 Prozent des Kontinents standen unter Wasser. Dadurch wurden Neuguinea und Tasmanien vom australischen Festland abgeschnitten. Die 10.000 Jahre währende Isolation endete erst vor 4.000 Jahren mit der Ankunft asiatischer Ausländer. Später schleppten die ersten Niederländer und Franzosen den Pockenvirus ein und dezimierten dadurch die Ureinwohner bereits vor Eintreffen der Briten im Jahr 1788.

      Sonntag, 21.05.17
      14:15 - 15:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Vor etwa 15.000 Jahren wurde Australien von den Fluten schmelzender Polargletscher überschwemmt; etwa 15 Prozent des Kontinents standen unter Wasser. Dadurch wurden Neuguinea und Tasmanien vom australischen Festland abgeschnitten. Die 10.000 Jahre währende Isolation endete erst vor 4.000 Jahren mit der Ankunft asiatischer Ausländer. Später schleppten die ersten Niederländer und Franzosen den Pockenvirus ein und dezimierten dadurch die Ureinwohner bereits vor Eintreffen der Briten im Jahr 1788.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Bentley Dean
      Martin Butler

      In Arnhemland erklären die Ureinwohner, dass die Regenbogenschlange für die Überschwemmungen verantwortlich gewesen sei, die in früheren Zeiten riesige Landflächen unter Wasser gesetzt habe. Die Schöpfungsmythologie der Aborigines, die sogenannte Traumzeit, erzählt diese und andere Geschichten, die teils realen Vorkommnissen entsprechen: Vor 15.000 Jahren standen 15 Prozent des australischen Kontinents unter Wasser, überschwemmt von den Fluten schmelzender Polargletscher. Neuguinea und Tasmanien wurden dadurch vom derzeitigen australischen Festland abgeschnitten. Die Inselbevölkerung der Furneaux-Gruppe in der Bass-Straße verschwand nach und nach, während auf den Whitsunday-Islands die Menschen seemännisches Fachwissen entwickelten. Die Trennung der Tasmanier von den anderen Aborigines wirkte sich auf ihre Ernährungsweise, ihre Sprache und ihre Handwerkstechniken aus. Mit der Wiederanbindung der Insel an den Kontinent kamen dann Bumerangs und Harpunen nach Tasmanien. Die Demographie explodierte, und es entwickelte sich ein sehr ausgeklügeltes System der Fischzucht bis in höher gelegene Berggegenden.

      Vor 4.000 Jahren endeten in Tasmanien mit der Ankunft asiatischer Ausländer 10.000 Jahre Isolation. Diese brachten zumindest ein Paar Dingos mit sich. Die Hunde waren bei der Jagd sehr hilfreich, aber ihre Einführung war fatal für den Tasmanischen Wolf, der völlig von der großen australischen Insel verschwand. Während dieser letzten Jahrtausende entwickelte sich in Australien über die Torres-Straße ein Handel mit Werkzeug und Waffen - erstaunlicherweise jedoch kein Handel mit Agrarprodukten.

      Die ersten wesentlichen Kontakte erfolgten mit den Händlern von Makassar auf der indonesischen Insel Sulawesi: 400 Jahre lang kamen sie, um mit Meergurken zu handeln, ohne sich jemals niederzulassen. Die Handelsaktivität war saisonbedingt, es gab wenig bewaffnete Konflikte, dafür jedoch regen kulturellen Austausch. Sehr früh, lange vor der Kolonialisierung durch die Briten, kamen auch Niederländer und Franzosen in Kontakt mit den Ureinwohnern. Allerdings schleppten sie den Pockenvirus ein - mit verheerenden Auswirkungen. Die Krankheit raffte einen Großteil der Bevölkerung dahin: Vier Fünftel der Aborigines starben, große Clans wurden gespalten. Als 1788 die britischen Schiffe landeten, wurden sie von einer stark dezimierten Bevölkerung empfangen.

      Dokumentation Australien 2012

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