• 21.05.2017
      13:25 Uhr
      Der erste Fußabdruck auf dem Fünften Kontinent Die Super-Nomaden | arte
       

      Vor 50.000 Jahren - lang, bevor Homo sapiens seinen Fuß auf amerikanischen oder europäischen Boden setzte - landeten Menschen in Australien, passten sich den Lebensbedingungen dieses unwirtlichen Kontinents an und pflanzten sich fort. Diese Zivilisation umfasste eine Zeitspanne, die zehnmal länger war als die des antiken Ägyptens. Die Erfindungen des Wetzsteins, des Speers, der Fischernetze und des kontrollierten Feuers sind der Beweis für die große Anpassungsfähigkeit dieser Menschen und veränderten für immer das Leben auf den Kontinenten. Zum ersten Mal wird diese weitgehend unbekannte Geschichte umfassend in einem Film erzählt.

      Sonntag, 21.05.17
      13:25 - 14:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Vor 50.000 Jahren - lang, bevor Homo sapiens seinen Fuß auf amerikanischen oder europäischen Boden setzte - landeten Menschen in Australien, passten sich den Lebensbedingungen dieses unwirtlichen Kontinents an und pflanzten sich fort. Diese Zivilisation umfasste eine Zeitspanne, die zehnmal länger war als die des antiken Ägyptens. Die Erfindungen des Wetzsteins, des Speers, der Fischernetze und des kontrollierten Feuers sind der Beweis für die große Anpassungsfähigkeit dieser Menschen und veränderten für immer das Leben auf den Kontinenten. Zum ersten Mal wird diese weitgehend unbekannte Geschichte umfassend in einem Film erzählt.

       

      In Australien sind Spuren von Kunstwerken, Monumenten, Verzierungen und Bestattungsriten zu finden, die aus Zeiten stammen, lange bevor der Cro-Magnon-Mensch lebte. Hier lebte die älteste Zivilisation der Welt, und zwar von ihrer Ankunft in Sahul vor 50.000 Jahren bis zur Kolonialisierung durch die Weißen im 18. Jahrhundert. Die Geschichte dieser Zivilisation umfasste eine zehnmal längere Zeitspanne als die des antiken Ägyptens.

      Vom Homo sapiens gab es vor 60.000 Jahren nur einige tausend Individuen, die an bestimmten Orten in Afrika lebten. Aber eine Gruppe war wagemutiger und hartnäckiger als alle anderen. Sie zog die ganze asiatische Küste entlang bis ans Ende der Festlandwelt. Diese Menschen waren die ersten, die ein großes Meer überquerten. Sie stachen in See, ohne zu wissen, was sie erwartet. Die Überfahrt gelang und sie landeten in Sahul oder Meganesia, einem menschenlosen Kontinent mit unbekannten Tieren, Pflanzen, Wüsten und Gletschern.

      Am Lake Mungo wurden die ältesten menschlichen Überreste und Zivilisationsspuren außerhalb Afrikas gefunden: Skelette, ein Feuerbestattungsort mit Grabgegenständen, die Schneide einer geschliffenen Axt und eine Landkarte. Schon sehr früh durchzogen Handelsstraßen den Kontinent, breiteten sich künstlerische und technische Neuerungen aus. Die ersten 20.000 Jahre teilten sich die Ureinwohner Australiens das Land mit riesengroßen Tieren, wie zum Beispiel dem Beutellöwen Thylacoleo carnifex. Felsmalereien belegen, dass diese Raubtiere die Menschen angriffen.

      Doch die Tiere starben während der Klimaumbrüche während der letzten Eiszeit aus: Der Meeresspiegel sank damals bis auf 130 Meter unter den heutigen ab, die Wüsten dehnten sich von 60 auf 90 Prozent der Landoberfläche aus, und es herrschte die größte Dürre seit Bestehen der Menschheit. Die Menschen gruppierten sich an erstaunlichen Zufluchtsorten; die Hauptsache war eine gesicherte Wasserversorgung; und trotz der schweren Lebensbedingungen gediehen Kunst und Innovation.

      Dokumentation Australien 2012

      Film von Bentley Dean und Martin Butler

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