• 13.02.2019
      02:05 Uhr
      Die gespaltene Seele Amerikas Die kulturelle Zeitenwende in den USA | arte
       

      Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit gehören seit jeher zur Realität des Einwanderungslandes USA. Doch unter Trumps Regentschaft hat der Hass in der Gesellschaft erschreckend zugenommen. Der Regisseur Jörg Daniel Hissen ist durch das zerrissene Land gereist und hat Friedensaktivisten, Künstler, Journalisten und Politikwissenschaftler befragt. Was waren die Auslöser dafür, dass aus den USA ein Hexenkessel ideologischer Auseinandersetzungen wurde? Wie gefährlich ist die Polarisierung des amerikanischen Volkes für die Zukunft des Landes? Und wie können die tiefen Gräben überwunden werden?

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 13.02.19
      02:05 - 03:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 02:15
      Stereo HD-TV

      Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit gehören seit jeher zur Realität des Einwanderungslandes USA. Doch unter Trumps Regentschaft hat der Hass in der Gesellschaft erschreckend zugenommen. Der Regisseur Jörg Daniel Hissen ist durch das zerrissene Land gereist und hat Friedensaktivisten, Künstler, Journalisten und Politikwissenschaftler befragt. Was waren die Auslöser dafür, dass aus den USA ein Hexenkessel ideologischer Auseinandersetzungen wurde? Wie gefährlich ist die Polarisierung des amerikanischen Volkes für die Zukunft des Landes? Und wie können die tiefen Gräben überwunden werden?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jörg Daniel Hissen

      Amerika unter Trump - ein zerstrittenes und gespaltenes Land, in dem ein Kulturkampf um die Zukunft der Nation ausgefochten wird. Verbitterte, sich vernachlässigt fühlende Bürger der Unterschicht stehen einer vermeintlichen kulturellen Elite des Landes unversöhnlich gegenüber. Erstere bilden das Fundament einer politisch-populistischen Revolution von unten, Letztere kämpfen für die ethnische und kulturelle Vielfalt des Landes. Der Filmemacher Jörg Daniel Hissen reist in die USA, um den Quell des Konflikts zu ergründen.
      Im Zentrum der Dokumentation steht eine Gruppe von Menschen, die Donald Trump und alles, wofür er steht, nicht hinnehmen wollen. Eine der Aktivistinnen ist Paula Green, Initiatorin von „Hands Across the Hills“. Die erfahrene Krisenmediatorin versucht Menschen mit entgegengesetzten politischen Erfahrungen und Meinungen über den persönlichen Dialog zusammenzubringen. Das Ziel: zuhören über alle kulturellen Grenzen hinweg.
      Zu Wort kommen zudem die New Yorker Künstlerin und Aktivistin Molly Crabapple, die Fotografin Dana Singer aus New Jersey, die afroamerikanische Schriftstellerin Brit Bennett und der Direktor des Baltimore Museum of Art, Chris Bedford.
      Mark Lilla, Professor für Ideengeschichte an der Columbia Universität in New York, sieht die Amerikaner und ihren Staat mit einer Identitätskrise konfrontiert: „Was fehlt, ist eine Vision der politischen Identität, die wir alle gemeinsam haben. Wir haben unsere gemeinsame Identität als Nation, als Gesellschaft, verloren.“ Sollte es den unterschiedlichen Lagern nicht gelingen, diese wiederzufinden und die gegenseitige Verachtung abzulegen, steht nichts weniger als die Demokratie des Landes auf dem Spiel.

      Auf der Suche nach Amerika. Vom 23. Januar bis 13. Februar 2019, immer mittwochs ab 21.50 Uhr auf ARTE

      Mit dem programmatischen Titel „Die gespaltene Seele Amerikas“ führt die erste Dokumentation am 23. Januar mit einer Reise durch das zerrissene Land gleich ins Herz der Debatte. Im Zentrum des Films steht eine Gruppe von Menschen, die Donald Trump und alles, wofür er steht, nicht hinnehmen wollen. Regisseur Jörg Daniel Hissen hat Künstler, Schriftsteller Journalisten, Kulturschaffende und Friedensaktivisten getroffen, die Wege aus der Krise suchen. Wie gefährlich ist die Polarisierung des amerikanischen Volkes für die Zukunft des Landes? Wie können die tiefen Gräben überwunden werden?
      Mit der Dokumentation „John Steinbecks USA“ begibt ARTE sich am 30. Januar auf die literarischen Spuren seines Buches „Die Reise mit Charley“ in das Amerika der 1960er Jahre, in dem der Literaturnobelpreisträger ein Land des nie dagewesenen Wohlstands schildert, aber tiefe Risse unter der schillernden Oberfläche aufs Schärfste kritisiert: Umweltverschmutzung, sinnlose Verschwendung und Rassenunruhen.
      In der Dokumentation „T.C. Boyle - Rockstar der amerikanischen Literatur“ spricht der amerikanische Kultautor und engagierte Umweltaktivist am 6. Februar über sich und sein Amerika. In seinen Werken erforscht er seit Jahrzehnten mit viel Sarkasmus, Humor und emotionaler Sozialkritik die Ängste und Abgründe seiner geliebten Heimat. Der Klassiker „América” von 1995, in dem er sich mit amerikanischen Werten und teils paranoiden Ängsten der Mittelschicht auseinandersetzt, ist heute von größter Aktualität.
      „Was wäre wenn?“ Mit dieser Frage spielt Erfolgsautor Paul Auster in seinem letzten Roman „4 3 2 1“, den er selbst als das Buch seines Lebens bezeichnet. Die gleichnamige Dokumentation „Paul Auster - Was wäre wenn“ am 13. Februar lässt ausgehend von „4 3 2 1“ 70 Jahre amerikanische Politik und Zeitgeschichte Revue passieren. Vor allem aber zeigt sie auch die politische Seite des Autors, der gemeinsam mit seiner Frau, der Schriftstellerin Siri Hustvedt, öffentlich Stellung gegen Trumps „Make America Great Again“-Politik bezieht.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 13.02.19
      02:05 - 03:00 Uhr (55 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.12.2019