• 16.01.2014
      07:00 Uhr
      Metropolis arte
       

      Themen:

      • Metropolen-Report: Guadeloupe und Martinique
      • Atelier: Archaische anmutende Skulpturen aus Holz - Der Bildhauer Lars Zech
      • "Die Avantgarden im Kampf".- Der 1. Weltkrieg als Katalysator und Wendepunkt für die Kunst
      • Das "Sotschi-Projekt": Der Fotograf Rob Hornstra gibt Einblicke hinter die glamouröse Fassade der Olympischen Winterspiele in Russland
      • Kinostart : "Der blinde Fleck" - Über die Hintergründe des Oktoberfest-Attentats von 1980
      • Porträt: Der Sound des Südens - Pippo Pollina mit neuem Album "L'appartenenza"

      Donnerstag, 16.01.14
      07:00 - 07:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen:

      • Metropolen-Report: Guadeloupe und Martinique
      • Atelier: Archaische anmutende Skulpturen aus Holz - Der Bildhauer Lars Zech
      • "Die Avantgarden im Kampf".- Der 1. Weltkrieg als Katalysator und Wendepunkt für die Kunst
      • Das "Sotschi-Projekt": Der Fotograf Rob Hornstra gibt Einblicke hinter die glamouröse Fassade der Olympischen Winterspiele in Russland
      • Kinostart : "Der blinde Fleck" - Über die Hintergründe des Oktoberfest-Attentats von 1980
      • Porträt: Der Sound des Südens - Pippo Pollina mit neuem Album "L'appartenenza"

       
      • Metropolen-Report: Karibik

      Ein Fleckchen Europa in der Karibik. "Metropolis" entführt in die französischen Übersee-Départements Guadeloupe und Martinique, wo Sonne, Meer und ganz viel Rhythmus jeder Winterdepression den Garaus machen! Musik ist in Guadeloupe und Martinique die Königin der Künste. Und so ist der Jazzpianist Mario Canonge unser "Insel-Guide". Wie die meisten Künstler lebt er inzwischen in Paris, pendelt aber ständig hin und her. Aufgewachsen ist er auf den Antillen mit allen Musikstilen der Karibik: mit Musik aus Martinique, wo er geboren ist, aus Guadeloupe, aber auch aus Jamaika, Kuba und Haiti. Heute spielt Mario Canonge vor allem Jazz. "Metropolis" erlebt eines seiner Konzerte in Le Moule und besucht Point-à-Pître, die Hauptstadt Guadeloupes. Mario Canonge führt auch in seine Heimat, nach Martinique. Hier findet gerade die erste Kunstbiennale, die BIAC, statt. Seit ein paar Wochen ist Fort-de-France, die Hauptstadt von Martinique, in Graffiti getaucht. Ins Konzerthaus sind die bildenden Künstler der Karibik eingezogen. "Metropolis" trifft die Leiterin der Biennale Johanna Auguiac-Célénice und spricht mit dem Schriftsteller Patrick Chamoiseau darüber, warum auf den Antillen Bildende Kunst noch ein Stiefkind ist. Große Resonanz findet dagegen jedes Jahr das Martinique Jazz-Festival. Ein Konzert von Mario Canonge in St. Anne beschließt die Metropolis-Reise in das "exotische Frankreich", in eine Welt, die sich kreolisch fühlt und französisch ist.

      • Archaische anmutende Skulpturen aus Holz - Der Bildhauer Lars Zech

      Mit der Kettensäge erschafft Lars Zech aus massiven Baumstämmen archaische anmutende Kunstwerke: überdimensionale Gefäße, fächerartige Skulpturen und Sitzmöbel aus Buche, Ulme, Walnussholz oder Eiche. Durch die Bearbeitung mit Asche, Eisenspänen, Öl und Feuer verleiht er seinen Objekten ganz eigene Akzente. Seit 1995 lebt und arbeitet der gebürtige Stuttgarter im Schwarzwald. Seine Skulpturen fertigt Lars Zech vor allem aus heimischen Laubhölzern und Stämmen, die sowieso gefällt wurden. Keinesfalls würde er einen Baum extra schlagen lassen oder gar tropische Hölzer verwenden. Zur Kunst kam Lars Zech auf Umwegen. Als gelernter Landschaftsgärtner hatte er schon immer ein Faible für Holz. Nach und nach fing er an, daraus Skulpturen zu machen. Aber erst begeisterte Rückmeldungen von außen bewogen ihn dazu, tatsächlich Bildhauer zu werden. Mittlerweile hat Lars Zech zahlreiche prominente Kunden. Seine Skulpturen finden sich in Sammlungen von Karl Lagerfeld, Donna Karan oder Giorgio Armani. Und doch ist der 42-jährige ganz bodenständig geblieben. Er genießt es, auf dem Land zu leben und sagt "Es ehrt mich, aber ich mache weiter wie bisher". "Metropolis" hat den Bildhauer Lars Zech in seinem Atelier im Schwarzwald besucht.

      • "Die Avantgarden im Kampf". - Der 1. Weltkrieg als Katalysator und Wendepunkt für die Kunst

      Anfang des 20. Jahrhunderts steht die Kunst der Klassischen Moderne überall in Europa in voller Blüte.
      In einer Zeit, in der politisch die Feindschaft zwischen den Ländern Europas propagiert wird, arbeiten die Künstler über die Grenzen hinweg so eng zusammen wie nie zuvor. Doch dann - 1914 - steht der Weltfrieden auf der Kippe und unterbricht die Avantgarde abrupt. Eine Gruppe wie der "Blaue Reiter" in München wird von heute auf morgen zerschlagen, weil Ausländer wie Kandinsky oder Jawlensky nun plötzlich als feindliche Ausländer gelten und Deutschland verlassen müssen. Dennoch geraten viele Künstler in einen seltsamen Sog der Kriegseuphorie. Manche ziehen gar mit wehenden Fahnen aufs Schlachtfeld. Franz Marc etwa ist der Meinung, dass zur "Reinigung der faulen und eitlen Gesellschaft" ein Krieg vonnöten sei. Er bezahlt dafür mit seinem Leben. Die Künstler Otto Dix und Max Beckmann wollen im Krieg ganz bewusst Grenzerfahrungen machen. Für sie dient der Krieg als eine Art Inspirationsquelle und "Futter" für ihre Kunst, wie sie selbst betonen. Die Ausstellung "1914. Die Avantgarden im Kampf" in der Bonner Kunsthalle thematisiert zum ersten Mal das Schicksal der modernen Kunst und ihrer Protagonisten im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg. Anhand von gut 60 Künstlerinnen und Künstlern stellt sie die komplexen Entwicklungen jener Zeit dar. "Metropolis" hat mit dem Kurator der Schau, Uwe Schneede, gesprochen und fragt nach der Kriegsbegeisterung von Künstlern und Intellektuellen. Bis 23. Februar 2014
      "1914. Die Avantgarden im Kampf", Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn (Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch: 10 bis 21 Uhr;
      Donnerstag bis Sonntag: 10 bis 19 Uhr; Montags geschlossen)

      • Das Sotchi-Projekt

      Die russische Stadt Sotschi putzt sich heraus. Am 7. Februar beginnen hier die Olympischen Winterspiele. Perfekt inszenierte Kulisse, modernes Image - Milliarden wurden ausgegeben für die Ausrichtung des internationalen Mega-Events. Die Kehrseite der Medaille: Armut, Korruption, Gewalt und ungelöste Konflikte. Der niederländische Fotograf Rob Hornstra hat die massiven Veränderungen und die Missstände in Sotschi und der gesamten Kaukasus-Region dokumentiert. Sechs Jahre lang hat er den russischen Alltag abgelichtet und gibt Einblicke in eine zerrüttete Gegend jenseits der glamourösen Fassade Sotschis. Immer wieder hat Hornstra sich dafür selbst in Gefahr gebracht, inzwischen darf er gar nicht mehr nach Russland einreisen. Doch seine Foto-Dokumentation tourt jetzt in einer Wanderausstellung durch Europa und ist in einem eindrucksvollen Bildband erschienen. "Metropolis" hat den Fotografen Rob Hornstra in seinem Heimatland Holland getroffen und stellt das "Sotschi-Projekt" vor.
      Ausstellungs-Tournee: "The Sochi Project" bis 9. März 2014 Huis Marseille, Amsterdam; bis 9. März 2014 Antwerpen, FotoMuseum; 30. Januar bis 22. März 2014 Salzburg, Fotohof; 19. April bis 22. Juni 2014 Groningen (NL), Noorderlicht Galerie

      • Kinofilm: Der blinde Fleck

      Es war ein Schock und ist das bislang schwerste Attentat im Nachkriegsdeutschland: Am 26. September 1980 explodierte auf dem Münchner Oktoberfest eine Bombe, 13 Menschen starben, 211 Besucher wurden zum Teil schwer verletzt. Bis heute birgt der angeblich gelöste Fall Ungereimtheiten. Der Journalist Ulrich Chaussy hat die Umstände des Attentats von Anfang an investigativ recherchiert. Der Kinofilm "Der blinde Fleck" erzählt jetzt Ulrich Chaussys Geschichte und seine riskante Suche nach der Wahrheit. Fiktional beleuchtet der Spielfilm die Hintergründe des Oktoberfest-Anschlags. Die Behörden fanden 1980, kurz vor der Bundestagswahl, ganz schnell einen Schuldigen: den Studenten Gundolf Köhler, der beim Anschlag selbst starb und scheinbar als Einzeltäter politisch unmotiviert handelte. Doch Ulrich Chaussy bezweifelt das bis heute. Bei seinen unermüdlichen Recherchen stieß er auf rechtsradikale Hintergründe und ungeklärte Todesfälle. Immer noch kämpft Chaussy für eine Wiederaufnahme des Falls. Doch schon 1997 hat die Bundesanwaltschaft wichtige Beweisstücke vernichtet. "Metropolis" stellt den Film "Der blinde Fleck" vor und spricht mit Regisseur Daniel Harrich und Hauptdarsteller Benno Führmann. In München trifft Metropolis den Journalisten Ulrich Chaussy. Ende Januar erscheint sein neuestes Buch zum Oktoberfest-Attentat.

      • Porträt: Der Sound des Südens - Pippo Pollina mit neuem Album "L'appartenenza"

      Irgendwie hat Giuseppe Pollinas, genannt Pippo, Geschichte etwas Heroisches. Etwas von dieser "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Romantik - im übertragenen Sinne. Früher tingelte er als Straßenmusiker, heute füllte er die Konzerthallen Europas. Pippo Pollina ist ein Sizilianer im Exil, geboren in Palermo, ausgewandert nach Zürich. Ein Liedermacher, der in der Schweiz ein Star ist und der es schaffte im letzten Sommer zehntausend Menschen in der Arena von Verona in seinen Bann zu ziehen. Was zieht sie an? Was hat dieser Pippo Pollina? Zumindest viel zu erzählen. Er tut es in lyrischen Balladen und poetischen Protestliedern. Er singt von den Toten der Mafia, von Liebe, Leid und den Tragödien unserer Gesellschaft. Zum Beispiel in der "Liedermacheroper", wie er es nennt, mit dem Titel "Ultimo volo" ("Der letzte Flug"). Das Werk ist der Tragödie von Ustica gewidmet, dem durch die Rakete eines Nato-Kampffliegers herbeigeführte Absturz eines Passagierflugzeugs vor der Insel Ustica am 27. Juni 1980. Der wahre Grund des Absturzes wurde über Jahrzehnte verschleiert und nur der unermüdlichen Vehemenz der Hinterbliebenen der Opfer ist es zu verdanken, dass 2013 die Wahrheit öffentlich eingestanden wurde. Pollinas "Der letzte Flug" wurde unlängst ins Französische übertragen und hatte gerade Premiere in Paris. Besonders pikant, weil erst vor kurzem die Beteiligung auch der französischen Luftwaffe an der Tragödie bewiesen wurde.

      Am 17. Januar erscheint Pippo Pollinas neues Album "L'appartenenza" (die Zugehörigkeit), mit dem er durch Europa touren wird. "Metropolis" traf den Liedermacher in Palermo. Tourneedaten (Auswahl):
      16. Januar CHUR (CH), Stadttheater
      17. Januar ZÜRICH (CH), Volkshaus
      18. Januar ST. GALLEN (CH), Lokremise
      19. Januar BURGDORF (CH), Casino Theater
      21. Januar MÜNCHEN, Prinzregententheater
      24. Januar PASSAU, Stadttheater
      26. Januar WIEN (A), Metropol
      30. Januar DÜSSELDORF, Savoy Theater
      31. Januar FRANKFURT, Alte Oper
      1. Februar KARLSRUHE; Tollhaus
      2. Februar FREIBURG, Jazzhaus
      22. Februar STUTTGART, Theaterhaus

      Neueste Filme und Bücher, Aktuelles aus Musik, Theater und Tanz präsentiert ARTE jede Woche in "Metropolis".

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      Donnerstag, 16.01.14
      07:00 - 07:50 Uhr (50 Min.)
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