• 15.01.2014
      23:35 Uhr
      Die Republik der Bäume Spielfilm Irland / Frankreich / Belgien 2009 (All Good Children) | arte
       

      Nach dem Tod der Mutter schickt der Vater die beiden Kinder, Eoin und Dara, zu ihrer Tante. Dara sehnt sich nach Nähe und Vertrauen zu einem Mitmenschen und glaubt diese bei Bella, dem Mädchen von nebenan, zu finden. Als diese sich aber von ihm zurückzieht, geraten Daras Gefühle außer Kontrolle.

      Mittwoch, 15.01.14
      23:35 - 00:55 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      VPS 23:40
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo HD-TV

      Nach dem Tod der Mutter schickt der Vater die beiden Kinder, Eoin und Dara, zu ihrer Tante. Dara sehnt sich nach Nähe und Vertrauen zu einem Mitmenschen und glaubt diese bei Bella, dem Mädchen von nebenan, zu finden. Als diese sich aber von ihm zurückzieht, geraten Daras Gefühle außer Kontrolle.

       

      Die beiden Brüder Dara und Eoin werden von ihrem Vater nach dem Tod der Mutter von Irland nach Frankreich zu ihrer Tante gebracht, um ihren Verlust zu überwinden. Ein neues Leben beginnt für die beiden, sie müssen ein neues Umfeld kennenlernen, sich mit dem Unbekannten und mit einer Frau, die sie nicht wirklich kennen, auseinandersetzen. Offensichtlich noch psychisch instabil sehnt sich der junge Dara nach Nähe, Halt, Beständigkeit und Vertrauen. Durch Zufall lernt er das englische Nachbarsmädchen Bella kennen, das mit ihren Boheme-Eltern in einem halbverfallenen Schloss wohnt.

      Die anfänglich zarte Freundschaft zwischen den beiden wird zu einer Liebesgeschichte. Ihr baut er ein Heim im Wald, mit ihr träumt er sich seine Zukunft, sie möchte er neben sich atmen hören, während er einschläft. Aber symbolisch verliert die Liebesgeschichte ihre Unschuld mit dem Wort "Fuck", welches Dara auf die weiße Wand malt. Bella beginnt sich von Dara zu entfernen und nun beeinflusst seine Angst, sie zu verlieren und sein Gefühl, hintergangen worden zu sein, den Lauf der Handlung.

      Liebe tritt in Zusammenhang mit Gewalt auf. Eindringlich und intelligent folgt der Film Daras Wahrnehmung und zeigt, wie sie infolge seiner emotionalen Not und psychischen Fragilität immer wahnsinnigere Formen annimmt.

      Alicia Duffy thematisiert in ihrem Spielfilmdebüt aus einem originellen Blickwinkel das Heranreifen und Erwachsenwerden eines Teenagers. Geduldig führt sie den Zuschauer in die inneren Sehnsüchte und Abgründe des Jungen ein. Dabei gehen Fantasie und Wirklichkeit fließend ineinander über. Die Jugendlichen brechen ein Tabu nach dem anderen. Nicht Dialoge zeigen deren Ausmaß und Wirkung, sondern Bilder und Töne und die mysteriöse Umgebung eines geheimnisvollen Waldes, der immer stärker eine Hauptrolle in diesem Psychogramm eines Jugendlichen einnimmt. Die Charaktere der Erwachsenen und ihr genaues Verhältnis zu den Jugendlichen bleiben schemenhaft, im Vordergrund steht das Erfassen der Stimmung, des Gefühls und des Wahns, von dem der junge Protagonist erfüllt ist.

      "Das Spielfilmdebüt der britischen Regisseurin Alicia Duffy, das in der Quinzaine des Réalisateurs uraufgeführt wurde, ist eine verstörende Geschichte von Obsession und Gewalt in der französischen Provinz", schrieb "The Guardian". "Duffys Film beschwört in gleicher tranceartiger Weise Stimmungen und Details herauf, wie sie auch im Werk von Lynne Ramsay und Duane Hopkins zu finden ist. Es ist eine Parabel für die emotionale Diskrepanz zwischen männlicher und weiblicher Adoleszenz."

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      Mittwoch, 15.01.14
      23:35 - 00:55 Uhr (80 Min.)
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