• 15.01.2014
      19:30 Uhr
      Adnan unter wilden Tieren (3/5) Bären in Rumänien | arte
       

      In den Karpaten gibt es die größte Braunbären-Population Europas. Nirgendwo sonst kann sich das größte Landraubtier auf unserem Kontinent noch so ungestört bewegen. Allerdings kollidieren auch hier die Interessen von Mensch und Tier. Sie kommen sich in die Quere, weil die Menschen immer mehr vom Lebensraum der Tiere beanspruchen. Braunbären reißen Schafe, plündern den Müll in den Dörfern oder greifen Menschen an.

      Mittwoch, 15.01.14
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      In den Karpaten gibt es die größte Braunbären-Population Europas. Nirgendwo sonst kann sich das größte Landraubtier auf unserem Kontinent noch so ungestört bewegen. Allerdings kollidieren auch hier die Interessen von Mensch und Tier. Sie kommen sich in die Quere, weil die Menschen immer mehr vom Lebensraum der Tiere beanspruchen. Braunbären reißen Schafe, plündern den Müll in den Dörfern oder greifen Menschen an.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Marco Berger

      Die Organisation Carnivore Mare tut alles, um das Verhältnis zwischen den Bären und den Menschen zu entspannen und so die Bären vor möglichen Abschüssen zu bewahren. Die deutsche Biologin Alexandra Sallay arbeitet seit Jahren für Carnivore Mare und forscht über die Müllbären in den Karpaten. Sie und ihre Kollegen klären die Dorfbewohner auch darüber auf, wie sie sich effektiv vor Bären schützen können.

      Um einen besseren Überblick über die Population der Bären zu haben, sammelt sie regelmäßig Fellproben für Gentests in den Wäldern Rumäniens. An ihrer Seite bereist Adnan Maral das Bärenland. Alexandra kennt die Lieblingsplätze der Bären, und sie kennt alle Tricks, mit denen man an Fellproben kommt. Mit zwei Jahre altem Schweineblut lockt man sie am ehesten an - "echt strenger Geruch, aber schließlich sind wir in Transsilvanien", meint Adnan. Mit Alexandra erkundet er Bärenhöhlen und ist erstaunt, dass Bären ihren Winterschlaf grundsätzlich allein halten.

      Als ein Anruf von einem Förster kommt, darf Adnan das drei Monate alte Bärenbaby Bundy in Obhut nehmen. Seine Mutter ist angefahren oder angeschossen worden, das kommt hier häufig vor. Bundy blieb hilflos zurück. Er wird die nächsten Jahre bei Leonardo Berezcky unterkommen. Der Biologe leitet ein Bärenreservat nach sehr strengen Regeln: Menschenkontakt zu den Waisen - er hat mehrere in seinem Reservat - ist absolut tabu. Immerhin sollen Bundy und seine Kollegen in ein paar Jahren wieder zurück in die Wildnis entlassen werden. Selbst Dreibein, ein etwas älterer "Teenager-Bär", der bei einem Unfall ein Bein verloren hat, wird - so glaubt Bereczky - später gut in der Wildnis zurechtkommen.

      Adnan Maral ist ein großer Tierfreund und hat als Kind viel Zeit im Zoo verbracht. Seinen Kindheitstraum, Meeresbiologe zu werden, hat er später durch den Wunsch nach einer Schauspielkarriere ersetzt. Eine große Affinität zu Tieren aller Art ist ihm allerdings geblieben. An der Seite von Zoologen und Biologen durfte er Schimpansen, Geparden, Bären, Elefanten und die letzten Wildpferde hautnah erleben, hat die Elfenbeinküste, Namibia, Rumänien, Sri Lanka und die Mongolei besucht. Er hat gelernt, wie wichtig die Forschung an den Tieren in der Wildnis ist. Denn je mehr man etwa über ihr Verhalten und ihre Futtervorlieben weiß, umso besser kann man sie schützen. Die Forscher in der Wildnis ergänzen mit ihrer Arbeit die schon in den Zoos gewonnenen Erkenntnisse über die Gewohnheiten der Tiere. Gemeinsam mit den Bemühungen der Zoos um Nachzucht und Auswilderung tragen sie entscheidend zur Erhaltung bedrohter Arten bei. Adnan ist begeisterungsfähig und humorvoll und stellt den Experten die Fragen, die auch den Zuschauer beschäftigen. Er vermittelt mit Leichtigkeit und Witz, wie es um den Wildtierschutz steht, und bringt einmalig schöne Bilder aus den unterschiedlichsten Winkeln dieser Erde auf den Bildschirm.

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      Mittwoch, 15.01.14
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
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