• 15.01.2014
      05:00 Uhr
      Jordi Savall: Magnificat & Jubilate Deo in Versailles arte
       

      Unter der musikalischen Leitung des Spaniers Jordi Savall, der auf historische Aufführungspraxis spezialisiert ist, gibt das Orchester "Le Concert des Nations" Werke von Bach, Händel und Vivaldi. Den glanzvollen Rahmen des Konzerts bildet die prächtige Schlosskapelle von Versailles.

      Mittwoch, 15.01.14
      05:00 - 06:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

      Unter der musikalischen Leitung des Spaniers Jordi Savall, der auf historische Aufführungspraxis spezialisiert ist, gibt das Orchester "Le Concert des Nations" Werke von Bach, Händel und Vivaldi. Den glanzvollen Rahmen des Konzerts bildet die prächtige Schlosskapelle von Versailles.

       

      Ende Juni 2013 führte Jordi Savall in der fantastischen Königskapelle im Schloss von Versailles europäische geistliche Musik auf. Der Katalane dirigierte zwei Fassungen des "Magnificat" von Bach und Vivaldi sowie Werke von Händel.

      Kurz nach dem Erscheinen seiner großartigen Einspielung von Bachs "Messe in h-Moll" würdigt Jordi Savall den 300. Jahrestag des Friedens von Utrecht (1713), der dem Spanischen Erbfolgekrieg, in den Frankreich und halb Europa zwölf Jahre lang verwickelt waren, ein Ende setzte. Der Dirigent entschied sich für vier beispielhafte Kompositionen der europäischen geistlichen Musik, in denen die Größe Gottes, die königliche Macht und die Kraft des Friedens gepriesen werden.

      Die hier aufgeführte erste Version von Vivaldis "Magnificat" entstand zwischen 1713 und 1717. Der Italiener sollte später zwei weitere Vertonungen komponieren, die sich von der geistlichen Kantate entfernen. Für diese Fassung griff er auf die ihn charakterisierenden Stilelemente zurück: sehr lange Themen und Fugen.

      Die "Suite Nr. 3" für Orchester ist eine von Bachs bekanntesten Instrumentalkompositionen. Sein "Magnificat" wiederum gilt als Meisterwerk der Perfektion und nimmt einen besonderen Platz im Schaffen des Leipziger Kantors ein. Wie in keiner anderen Komposition setzte er auf Kontrapunkte und mathematische Figuren, um eine wunderbar eloquente Musik zu schaffen, die übrigens große Herausforderung an den Chor stellt. Vielleicht ist diese Lobpreisung der Jungfrau Maria und des noch ungeborenen Jesuskindes sogar sein Meisterwerk der Chormusik. Händel, der erst kurz zuvor aus Italien zurückgekehrt war, komponierte sein "Jubilate Deo" zu Ehren des Friedens von Utrecht 1713 und mischte dabei Einflüsse von Henry Purcell mit seinen eigenen musikalischen Überzeugungen. Das prächtige Werk feiert gleichermaßen den Ruhm des Englischen Königshofes wie den Frieden selbst.

      Sopran: Hanna Bayodi-Hirt
      Sopran: Johannette Zomer
      Countertenor: Damien Guillon
      Tenor: David Munderloh
      Bariton: Stephan Macleod

      Dirigent: Jordi Savall
      Orchester: Le Concert des Nations
      Chor: La Capella Reial de Catalunya
      Regie: Benjamin Bleton

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      Mittwoch, 15.01.14
      05:00 - 06:05 Uhr (65 Min.)
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