• 17.01.2014
      21:40 Uhr
      Marcel Dassault - Der Flugzeugkönig Fernsehfilm Frankreich 2013 | arte
       

      Niemand kann sich einen Reim auf den sagenhaften Erfolg dieses Mannes machen: Luftfahrtmagnat Marcel Dassault zählt zu den reichsten Männern Frankreichs, exportiert in die ganze Welt und weitet seinen Einfluss als Magazinherausgeber auf die Öffentlichkeit und Politik aus. Da setzt die Supermacht USA alles daran, hinter die Kulissen dieses Tausendsassas zu schauen.

      Freitag, 17.01.14
      21:40 - 23:15 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Niemand kann sich einen Reim auf den sagenhaften Erfolg dieses Mannes machen: Luftfahrtmagnat Marcel Dassault zählt zu den reichsten Männern Frankreichs, exportiert in die ganze Welt und weitet seinen Einfluss als Magazinherausgeber auf die Öffentlichkeit und Politik aus. Da setzt die Supermacht USA alles daran, hinter die Kulissen dieses Tausendsassas zu schauen.

       

      1959: Auf einem französischen Militärflugplatz filmt ein CIA-Agent den Testflug eines von Marcel Dassault entworfenen Flugzeugprototyps. Er soll mit weiteren CIA-Agenten innerhalb von sechs Monaten herausfinden, weshalb Dassaults Maschinen besser sind als die der Amerikaner. Dazu befragen die Agenten ehemalige Geschäftspartner Dassaults sowie dessen Verwandte und erhalten so einen Einblick in seine Vergangenheit: 1936 unterstützte er die spanischen Republikaner im Kampf gegen Franco mit seinen Flugzeugen, wodurch er zur Zielscheibe der extremen Rechten Frankreichs wird.

      Nach seiner Verhaftung und seiner Weigerung, für die Deutschen zu arbeiten, wird er ins KZ-Buchenwald deportiert. Er überlebt, kehrt zu Kriegsende nach Frankreich zurück, konvertiert mit seiner Frau Madeleine zum Katholizismus und nennt sich von nun an, angelehnt an den Decknamen, den sein Bruder in der Résistance trug, Marcel Dassault.

      In den folgenden Jahren weitet er sein Machtimperium aus: Er wird Senator des Départements Alpes-Maritimes, später Abgeordneter des Départements Oise, Herausgeber des Wochenblatts "Jours de France" und schließlich Drehbuchautor sowie Filmproduzent von Filmen wie "La septième Cible" und "La Boum 2". Doch die CIA hegt einen Verdacht: Ist Dassault ein russischer Spion?

      Olivier Guignards "Marcel Dassault - Der Flugzeugkönig" nähert sich voll Neugier und mit hochkarätigen Darstellern dem Rätsel Dassault und zeichnet ein liebevolles Porträt des Luftfahrtpioniers, der selbst nur ein einziges Mal in seinem Leben flog. "Ist das Flugzeug erst schön, dann fliegt man auch gut", lautete seine Devise. Gleichermaßen als naiver Optimist sowie als unerschütterlicher Dickkopf bewundert und verschrien, wurde Dassault zu einem der erfolgreichsten Ingenieure und Unternehmer zugleich. In Frankreich bleibt er eine Legende, seine Flugzeuge stehen für Spitzenqualität.

      Sein Sohn Serge Dassault baute den Konzern weiter aus, der heute ein Imperium mit besten Beziehungen zum Staatsapparat ist. "Dassault Aviation" ist heute das weltweit letzte Luftfahrtunternehmen, dass noch im Besitz der Familie des Gründers ist.

      Der französische Regisseur Olivier Guignard arbeitete seit den 90er Jahren an einer Vielzahl von Fernsehproduktionen, unter anderem der Serie "Un village français" (2009) und dem Film "Le choix d'Adèle (2011). "Marcel Dassault" ist sein letztes Projekt.

      Denis Lavant begann seine Karriere am Pariser Théâtre national de Chaillot, wo er in Shakespeares "Hamlet" mitwirkte. 1984 gelang ihm mit der Hauptrolle in Leos Carax' "Boy Meets Girl" der Durchbruch. Seitdem übernahm Lavant in fast allen von Carax' Filmen die Hauptrolle, so auch in "Holy Motors" (2012), ihrer letzten Zusammenarbeit, für die Lavant 2013 bei der César-Verleihung eine Nominierung in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" erhielt.

      Aurélien Recoing, der Chef des US-Agententrupps, absolvierte eine Schauspielausbildung am Pariser "Conservatoire national superiéure d'art dramatique". Es folgten Theaterengagements am Théâtre national de Chaillot, wo er unter anderem in "Hamlet" und "Hernani" mitwirkte. Er spielte in Christian Petzolds "Gespenster" (2005) sowie in Ilan Duran Cohens "Der jüdische Kardinal" (2012). Zuletzt war er in dem preisgekrönten Drama "La vie d'Adèle" (2013) in einer Nebenrolle auf der Kinoleinwand zu sehen.

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