• 23.12.2013
      10:45 Uhr
      Zu Tisch auf ... Den Hebriden | arte
       

      Die Familie MacDonald lebt auf der Inselkette der Äußeren Hebriden. In völliger Abgeschiedenheit vom schottischen Festland halten sie hier eine Herde von 400 Hochlandrindern. Vater Angus treibt die Kühe auf eine speziell dafür erworbene Insel, auf der sie im Frühjahr kalben. Seine beiden Söhne Fraser und Alexander helfen ihm dabei. Währenddessen kämpft Großmutter Ena gegen eine Gänseplage, und Mutter Michelle kümmert sich um die kulinarischen Leidenschaften.

      Montag, 23.12.13
      10:45 - 11:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Familie MacDonald lebt auf der Inselkette der Äußeren Hebriden. In völliger Abgeschiedenheit vom schottischen Festland halten sie hier eine Herde von 400 Hochlandrindern. Vater Angus treibt die Kühe auf eine speziell dafür erworbene Insel, auf der sie im Frühjahr kalben. Seine beiden Söhne Fraser und Alexander helfen ihm dabei. Währenddessen kämpft Großmutter Ena gegen eine Gänseplage, und Mutter Michelle kümmert sich um die kulinarischen Leidenschaften.

       

      Die Äußeren Hebriden sind eine 208 Kilometer lange Inselkette im Atlantischen Ozean an der Westküste Schottlands. In einem Halbbogen verlaufen sie von den Inseln Harris und Lewis im Norden, über North und South Uist bis zur Insel Barra im Süden. In völliger Abgeschiedenheit leben die Menschen hier von der Landwirtschaft, vom Weben des weltberühmten Harris Tweeds und vom Tourismus. Zum Festland sind es für die rund 26.000 Einwohner etwa zwei Stunden Fahrt mit der Fähre. Die raue, zerklüftete Landschaft und die extremen Wetterbedingungen der Hebriden sorgten in der Vergangenheit dafür, dass die Inseln nur langsam erschlossen wurden. Die wenigen Bewohner sind traditionsbewusst und sprechen untereinander meist Gälisch.

      Angus MacDonald, 48, ist Züchter von schottischen Hochlandrindern und auf den Hebriden als "Red Angus" bekannt. Er lebt mit seiner Familie im Ort Kyles auf der Insel North Uist. Sein Hof liegt direkt am Meer. Seine 400 Hochlandrinder grasen auf der Insel Valley: Einmal im Jahr müssen die Rinder zu Fuß den beschwerlichen Weg durch die Meerenge laufen. Bei der Arbeit geht Angus meistens sein ältester Sohn Fraser, 19, zur Hand. Angus liebt zwar die Kühe, hat aber noch andere berufliche Standbeine. Wenn er nicht gerade im Moor Torf abbaut, kümmert er sich mit seiner kleinen Baufirma um das Sanieren von Häusern. Neuerdings träumt er von seiner eigenen kleinen Ferienwohnung.

      Michelle MacDonald, 48, ist eine Zugezogene. Seit fast 22 Jahren lebt Michelle jetzt schon auf der Insel. Eigentlich kommt sie aus der Stadt und ist als Kind viel gereist, mittlerweile leben ihre Eltern in Südfrankreich. Als Michelle auf der Insel ankam, stürmte es so sehr, dass sie drei Wochen nicht aus dem Haus gehen konnte. Als Zugezogene wurde sie kritisch beäugt und fügte sich nur schwer in die Gemeinschaft der Inselbewohner ein. Die Vorteile des engen Beieinanders erfuhr sie erst, als sie einige Jahre später gleich gegen zwei Krebserkrankungen ankämpfte. Plötzlich sorgten sich die Dorfbewohner um ihr Wohlergehen, die Nachbarn brachten ihr fast täglich frischen Fisch. Heute lebt sie mit Angus und ihren zwei Söhnen in dem Farmhaus seiner Vorfahren, ihre zwei Töchter studieren auf dem Festland.

      "Zu Tisch in ..." reist in verschiedene Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.

      Ein Film von Kristian Kähle und Martin Koddenberg

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