• 20.01.2019
      15:35 Uhr
      Macht und Pracht Frankreichs Künste im Zweiten Kaiserreich | arte
       

      Das zweite französische Kaiserreich (1852-1870) war geprägt von der autoritären Herrschaft Napoleons des III. Seine Inszenierung von Macht und Pracht des eigenen Regimes war nur auf Kosten der Bevölkerung möglich. Dennoch hinterließ diese Phase nachhaltige Spuren in Kunst und Kultur sowie Gesellschaft und Wirtschaft ganz Europas. Mit üppigen Festen, öffentlichen Großbauvorhaben in der Hauptstadt, der Förderung von bildender Kunst, Musik, Theater und Tanz sowie zwei aufsehenerregenden Weltausstellungen machte der Kaiser sein Land auch in kultureller Hinsicht zur Großmacht.

      Sonntag, 20.01.19
      15:35 - 16:25 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Das zweite französische Kaiserreich (1852-1870) war geprägt von der autoritären Herrschaft Napoleons des III. Seine Inszenierung von Macht und Pracht des eigenen Regimes war nur auf Kosten der Bevölkerung möglich. Dennoch hinterließ diese Phase nachhaltige Spuren in Kunst und Kultur sowie Gesellschaft und Wirtschaft ganz Europas. Mit üppigen Festen, öffentlichen Großbauvorhaben in der Hauptstadt, der Förderung von bildender Kunst, Musik, Theater und Tanz sowie zwei aufsehenerregenden Weltausstellungen machte der Kaiser sein Land auch in kultureller Hinsicht zur Großmacht.

       

      Die Herrschaft von Kaiser Napoleon III. und Kaiserin Eugénie ist eine umstrittene Phase in Frankreichs Geschichte. Das zweite französische Kaiserreich (1852-1870) war geprägt von einer Politik der Inszenierung. Nie zuvor hatte ein Regime so eifrig an seiner Selbstdarstellung gefeilt.

      Das von Dekadenz und Opulenz geprägte Leben der Pariser Oberschicht bedeutete für das kulturelle Leben eine Blütezeit: Die Herrschaft Napoleons des III. hinterließ nachhaltige Spuren in Kunst, Kultur, Architektur, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Aushängeschild eines kultivierten, innovativen und florierenden Frankreichs sollte der imperiale Hof das Prestige des Kaisers auf der internationalen Bühne festigen; die prächtigen Bälle und Bankette stellten auch beliebte Motive in der Malerei dar. Maßgeblich war dabei jedoch nur die offizielle Kunst – unabhängige Kunstformen stießen in Inhalt und Form auf die Ablehnung der Académie des Beaux-Arts.

      Die von Baron Haussmann in kaiserlichem Auftrag realisierten Großbauprojekte modernisierten das Stadtbild und beeinflussten das soziale Leben in der Hauptstadt maßgeblich. In die Zeit des zweiten Kaiserreichs fallen auch die beiden Weltausstellungen von 1855 und 1867, mit denen das Regime weltweite Bewunderung für seine Innovationen im Bereich Technik und Landwirtschaft sowie im Bereich der bildenden Kunst erregen wollte.

      Doch hinter der glänzenden Fassade verbarg sich große soziale Not, die im Volk für wachsenden Unmut sorgte. Der Französisch-Deutsche Krieg versetzte dem Kaiserreich schließlich den Todesstoß: 1870 wurde Napoleon III. in der Schlacht von Sedan von den Preußen besiegt und gefangen genommen.

      Die facettenreiche und von Gegensätzen geprägte Geschichte des zweiten Kaiserreichs beschäftigt Historiker bis heute. Laurence Jourdan stützt sich auf die vielen bildlichen Zeugnisse jener Zeit, um zu erforschen, wie Napoleon III. sich und seine Macht inszenierte. Die dokumentarischen Aufnahmen werden ergänzt durch Ausschnitte aus Spielfilmen und Texten von Schriftstellern, Künstlern und Politikern des zweiten Kaiserreichs.

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