• 10.12.2013
      15:45 Uhr
      Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau Spielfilm Großbritannien / Kanada 2008 (Easy Virtue) | arte
       

      England, in den 20er Jahren. Als Mrs. Whittaker von der Heirat ihres Sohnes John mit der Rennfahrerin Larita erfährt, fällt sie aus allen Wolken: Die Angetraute ist die Witwe eines reichen älteren Mannes und zudem Amerikanerin!
      "Easy Virtue" ist die Leinwandadaption des gleichnamigen Theaterstücks von Noël Coward. Die charmante Sittenkomödie besticht durch sprühende Dialoge voll feinstem englischem Humor.

      Dienstag, 10.12.13
      15:45 - 17:20 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      HD-TV Stereo

      England, in den 20er Jahren. Als Mrs. Whittaker von der Heirat ihres Sohnes John mit der Rennfahrerin Larita erfährt, fällt sie aus allen Wolken: Die Angetraute ist die Witwe eines reichen älteren Mannes und zudem Amerikanerin!
      "Easy Virtue" ist die Leinwandadaption des gleichnamigen Theaterstücks von Noël Coward. Die charmante Sittenkomödie besticht durch sprühende Dialoge voll feinstem englischem Humor.

       

      Stab und Besetzung

      Larita Whittaker Jessica Biel
      John Whittaker Ben Barnes
      Mrs. Whittaker Kristin Scott Thomas
      Mr. Whittaker Colin Firth
      Hilda Whittaker Kimberley Nixon
      Marion Whittaker Katherine Parkinson
      Furber Kris Marshall
      Phillip Hurst Christian Brassington
      Sarah Hurst Charlotte Riley
      Jackson Jim McManus
      Schnitt Sue Blainey
      Regie Stephan Elliott
      Drehbuch Stephan Elliott, Sheridan Jobbins
      Kamera Martin Kenzie
      Musik Marius de Vries

      England, in den 20er Jahren. Als Mrs. Whittaker von der Heirat ihres Sohnes John mit der Rennfahrerin Larita erfährt, fällt sie aus allen Wolken: So hatte sie sich die Zukunft ihres Sohnes und Erben nicht vorgestellt. Zudem ist dessen Auserwählte die Witwe eines reichen älteren Mannes und - "goodness gracious": Amerikanerin! Zu allem Überfluss bringt der naive Sprössling seine Angetraute "für ein paar Tage" mit auf das ländliche Anwesen der Familie, um sie allen vorzustellen.

      Die moderne junge Frau hebt sich mit ihrer Eleganz und ihrem fortschrittlichen Denken auf Schritt und Tritt von der grauen und muffigen äußeren Fassade des englischen Landhauses und der Steifheit seiner Bewohner ab. Während sie in dem etwas verwahrlosten Kriegsveteranen Mr. Whittaker so etwas wie einen Verbündeten findet, ist sie für dessen Frau ein Dorn im Auge. Insgeheim hofft Mrs. Whittaker immer noch, ihren Sohn als zukünftigen Hausherren gewinnen zu können und somit das Familienanwesen trotz großer finanzieller Nöte zu halten. Folglich sieht sie sich gezwungen, sich mit seiner Ehefrau zu arrangieren. Ein schwieriges Unterfangen, denn sowohl optisch, als auch bezüglich ihrer Einstellungen könnten die zwei "Mrs. Whittakers" nicht weiter voneinander entfernt sein. Doch als sich herausstellt, dass es in Laritas Vergangenheit möglicherweise einige Ungereimtheiten gibt, tut sich plötzlich eine unerwartete Möglichkeit auf, das unerwünschte Familienmitglied doch noch loszuwerden.

      Noël Coward (1899-1973) schrieb das Theaterstück "Easy Virtue", auf dem der Film basiert, 1924 im Alter von nur 23 Jahren. Obwohl es eines seiner weniger bekannten Stücke ist, zeigt es, wie ein Theaterkritiker schrieb, seine unverwechselbare Art, die Heuchelei in der englischen High Society aufzudecken.

      Die Familie Whittacker, allen voran Mrs. Whittaker, gespielt von einer herrlich spitzzüngigen Kristin Scott Thomas, gehören einer bereits vergangenen Epoche an. Wie Mrs. Whittaker sich an die Traditionen klammert, wie sie versucht, den Zerfall von Haus und Familie vor ihren Augen kraft ihres Willens aufzuhalten, das hätte beinahe etwas Rührendes, wäre da nicht ihre unterkühlte Steifheit und die gemeine Feindseligkeit, die sie ihrer Schwiegertochter gegenüber an den Tag legt. Ein lakonischer und entgegen seiner üblichen Rollen einmal nicht wie aus dem Ei gepellt aussehender Colin Firth spielt ihren Ehemann, einen zerzausten Worldwar I - Veteranen, der in der erstickenden Atmosphäre des Hauses unter dem Regiment seiner ihm entfremdeten Frau bereits kapituliert hat.

      In diesem Umfeld erscheint Larita, die für den Regisseur gewissermaßen als personifizierte "Neue Welt" für alles steht, was modern und fortschrittlich ist. Sie ist wie ein Wesen von einem anderen Stern. Jessica Biel habe, meint Stephan Elliot, eine ähnliche Erfahrung gemacht wie die Filmfigur Larita, als sie sich als junge amerikanische Schauspielerin plötzlich einem ausschließlich britischen Cast gegenübersah, allen voran Schauspielgrößen wie Kristin Scott Thomas und Colin Firth.

      Alles in allem scheint diese Tatsache jedoch einen positiven Effekt auf Biels Leistung im Film gehabt zu haben. "Easy Virtue" ermöglichte es ihr sogar, ihr verborgenes Gesangstalent zum Vorschein zu bringen: die Version von "Mad about the Boy" in der Eingangssequenz des Films wurde von ihr gesungen. Übrigens wurde "Easy Virtue" bereits 1928 ein Mal verfilmt: Alfred Hitchcock schuf eine Stummfilmversion des Theaterstücks.

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      Dienstag, 10.12.13
      15:45 - 17:20 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      HD-TV Stereo

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