• 15.11.2013
      09:50 Uhr
      Metamorphose - Faszination des Wandels Dokumentation Großbritannien 2012 | arte
       

      Eindrucksvolle Bilder erzählen vom Sinn und Ablauf der Metamorphose in der Tierwelt; von ganz unterschiedlichen Verwandlungen ganz unterschiedlicher Tierarten. Während einige der Tiere nach ihrer Metamorphose kaum wiederzuerkennen sind, machen andere eher eine Verhaltensänderung durch. Die Dokumentation forscht nach den Ursachen der Veränderungen und gipfelt in der Frage, ob auch der Mensch einer Metamorphose unterworfen ist.

      Freitag, 15.11.13
      09:50 - 10:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Eindrucksvolle Bilder erzählen vom Sinn und Ablauf der Metamorphose in der Tierwelt; von ganz unterschiedlichen Verwandlungen ganz unterschiedlicher Tierarten. Während einige der Tiere nach ihrer Metamorphose kaum wiederzuerkennen sind, machen andere eher eine Verhaltensänderung durch. Die Dokumentation forscht nach den Ursachen der Veränderungen und gipfelt in der Frage, ob auch der Mensch einer Metamorphose unterworfen ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Briggs

      Man stelle sich vor, der eigene Körper würde sich über Nacht völlig verändern. Alle Körperteile und selbst die Zellen würden in kürzester Zeit von einer unbekannten Kraft neu zusammengesetzt und in eine ganz andere Form gebracht. Von der Kaulquappe zum Frosch, von der Raupe zum Schmetterling - Insekten, Amphibien, wirbellose Meeresbewohner, Schalentiere, Fische und viele weitere Arten gehorchen diesem geheimnisvollen Gesetz der Verwandlung. Bei manchen Tierarten dauert die Metamorphose wenige Tage, bei anderen mehrere Wochen. Auch bei unterschiedlichen Individuen der gleichen Art kann die Dauer der Verwandlung voneinander abweichen.

      In manchen Fällen, etwa beim Grashüpfer, sieht das Jungtier dem erwachsenen Artgenossen sehr ähnlich. In anderen unterscheiden sich die beiden stark - und bisweilen kann man kaum noch glauben, dass beide der gleichen Spezies angehören, so bei Kaulquappe und Frosch oder Raupe und Schmetterling. Und dann gibt es noch die Arten, bei denen die Metamorphose keinesfalls endgültig ist und weniger die äußere Erscheinung, als vielmehr das Verhalten betrifft. Ein Beispiel dafür ist die Wanderheuschrecke: Sie kann unter bestimmten Umweltbedingungen von einer friedlichen Einzelgängerin (solitäre Phase) zum aggressiven Herdentier (gregäre Phase) werden und dann gemeinsam mit ihren Artgenossinnen ganze Landstriche verwüsten. Verantwortlich für diese Veränderung ist das Hormon Serotonin, das auch im menschlichen Gehirn als Botenstoff eine Rolle spielt. Die Dokumentation zeigt, wie sehr das Verhalten der Tiere durch Umweltbedingungen bestimmt wird, und sie fragt, ob das auch auf den Menschen zutrifft.

      Über den mystischen Traum von körperlicher Verwandlung hinaus, der den Menschen seit jeher beschäftigt - etwa in Lewis Carolls "Alice im Wunderland", Ovids "Metamorphosen", Kafkas "Verwandlung" oder dem "Froschkönig" der Gebrüder Grimm - beleuchtet der Filmemacher David Briggs die verschiedenen Aspekte von Evolution, Fantasie und freiem Willen. Wenn eine Raupe fliegen will, lässt sie sich Flügel wachsen und wird ein Schmetterling. Wenn der Mensch fliegen will, verändert er nicht etwa seinen Körper, sondern baut ein Flugzeug. Und dann wird er von seinen eigenen technologischen Erfindungen dazu gezwungen, seine Lebensweise anzupassen.

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      Freitag, 15.11.13
      09:50 - 10:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
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