• 29.10.2013
      13:40 Uhr
      La Strada - Das Lied der Straße Spielfilm Italien 1954 | arte
       

      Das Italien der Nachkriegszeit ist von Armut geprägt. Die junge Gelsomina wird von ihrer Mutter an den Artisten Zampanó verkauft. Zwar tingelt sie gemeinsam mit dem Kraftprotz durch das Land, doch sie bleibt einsam. Dann trifft sie den Hochseiltänzer Matto. Zwischen ihm und Zampanó kommt es zu einem brutalen Streit und eine Tragödie nimmt ihren Lauf. Frederico Fellinis Außenseiterdrama gewann den Oscar und avancierte zur Ikone des europäischen Kinos.

      Dienstag, 29.10.13
      13:40 - 15:25 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Das Italien der Nachkriegszeit ist von Armut geprägt. Die junge Gelsomina wird von ihrer Mutter an den Artisten Zampanó verkauft. Zwar tingelt sie gemeinsam mit dem Kraftprotz durch das Land, doch sie bleibt einsam. Dann trifft sie den Hochseiltänzer Matto. Zwischen ihm und Zampanó kommt es zu einem brutalen Streit und eine Tragödie nimmt ihren Lauf. Frederico Fellinis Außenseiterdrama gewann den Oscar und avancierte zur Ikone des europäischen Kinos.

       

      Gelsominas Mutter ist als Witwe zu arm, um all ihre Kinder zu ernähren. Sie verkauft ihre Tochter an den Artisten Zampanó.

      Fortan tingelt sie mit seinem nur von einem Motorrad gezogenen Vehikel durch Italien. Ihre Aufgabe ist es, Zampanós Haushalt zu führen und ihn während seiner Auftritte zu unterstützen, bei denen er mit seiner geballten Körperkraft Ketten zersprengt. Nach einigen Schwierigkeiten kommen die beiden allmählich miteinander aus, auch wenn der verhärmte Zampanó weiterhin kalt zu Gelsomina bleibt.

      An einem einsamen Abend beobachtet sie den Hochseilartisten Matto, der das komplette Gegenteil Zampanós ist: freundlich, gewitzt und voller Leichtigkeit. Zampanó schließt sich demselben Zirkus an, wird nach einem Streit mit Matto jedoch vor die Tür gesetzt und reist allein mit Gelsomina weiter. Als die beiden Rivalen sich wieder begegnen, nimmt die Tragödie ihren Lauf ...

      • Thema: Hommage an Fellini

      Er war einer der wichtigsten Autorenfilmer des 20. Jahrhunderts und in Italien bereits zu Lebzeiten ein Mythos: Federico Fellini (1920-1993). Am 31. Oktober jährt sich sein Todestag zum 20. Mal. Aus diesem Anlass widmet ARTE dem italienischen Fil-memacher einen Abend mit seinen beiden berühmtesten Filmen: "La Strada - Das Lied der Straße" und "Das süße Leben". Im Anschluss folgt das Porträt "Auf den Spuren Fellinis", realisiert von Gérald Morin, der von 1971 bis 1977 in Rom als Fellinis Assistent arbeitete.

      Nach seiner Uraufführung hatten ihm marxistische Kritiker vorgeworfen, sein Film verleugne soziale Realitäten. Auf der anderen Seite wollten katholisch-konservative Intellektuelle im Werdegang Zampanós eine Bekehrung zu Gott sehen. Fellini reklamierte für sich eine Position zwischen beiden Lagern. Zurecht: In seiner Mischung aus italienischem Melodram und Neorealismus verstand er es, soziale Außenseiter zu Helden seiner Geschichte zu machen, an deren Schicksal das der Menschen insgesamt aufgezeigt wird.

      "La Strada - Das Lied der Straße" wird somit zu einer universellen Geschichte, die bis heute Zuschauer mit ihrer tiefen Mitmenschlichkeit in den Bann zieht. Einen großen Anteil daran hat die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller: Der zweifache Oscar-Gewinner Anthony Quinn brillierte als verhärmter Zampanó, seinen leichtfüßigen Gegenspieler Matto verkörperte der ehemalige Broadwaystar Richard Basehart. Die Rolle der Gelsomina besetzte Fellini mit seiner Frau Giulietta Masina. Sie gewann ihrer Figur alle Facetten von heiterer Clownerie bis tiefer Tragik ab und wurde mit diesem Film auch international bekannt. Regisseur Fellini gewann mit dem Film in Venedig den Silbernen Löwen. 1957 wurde "La Strada - Das Lied der Straße" als bester fremdsprachiger Film mit dem Oscar ausgezeichnet.

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      Dienstag, 29.10.13
      13:40 - 15:25 Uhr (105 Min.)
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