• 08.09.2013
      00:55 Uhr
      Garp und wie er die Welt sah Spielfilm USA 1982 (The World According to Garp) | arte
       

      T. S. Garp - den Namen bekam er von seinem Vater, der von seiner Zeugung auf dem Sterbebett allerdings nicht viel mitbekam. Die Mutter, eine Krankenschwester, wollte unbedingt ein Kind, jedoch keinen Mann, der weitere Rechte auf ihren Körper hat. Dass dies nicht gerade die optimalen Voraussetzungen für ein glückliches Bestehen auf der Erde sind, ist klar ... Der Bastard Garp wächst zwischen verklemmten Müttern, transsexuellen Footballspielern und beißwütigen Hunden auf - dabei wünscht er sich eigentlich nur ein ganz normales Leben. Ein zugleich heiter und traurig stimmender Film voller Lebensweisheiten und -wahrheiten.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 08.09.13
      00:55 - 03:10 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      Stereo

      T. S. Garp - den Namen bekam er von seinem Vater, der von seiner Zeugung auf dem Sterbebett allerdings nicht viel mitbekam. Die Mutter, eine Krankenschwester, wollte unbedingt ein Kind, jedoch keinen Mann, der weitere Rechte auf ihren Körper hat. Dass dies nicht gerade die optimalen Voraussetzungen für ein glückliches Bestehen auf der Erde sind, ist klar ... Der Bastard Garp wächst zwischen verklemmten Müttern, transsexuellen Footballspielern und beißwütigen Hunden auf - dabei wünscht er sich eigentlich nur ein ganz normales Leben. Ein zugleich heiter und traurig stimmender Film voller Lebensweisheiten und -wahrheiten.

       

      Stab und Besetzung

      T.S. Garp Robin Williams
      Helen Holm Mary Beth Hurt
      Jenny Fields Glenn Close
      Roberta Muldoon John Lithgow
      Prostituierte Swoosie Kurtz
      Cushie Jenny Wright
      Regie George Roy Hill
      Drehbuch Steve Tesich
      Kamera Miroslav Ondrícek
      Musik David Shire

      In einem Lazarett sieht Jenny Fields, Krankenschwester aus Leidenschaft, endlich die Chance ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: Weil sie ein Kind will, aber keinen Mann, verhilft sie dem sterbenden "Technical Sergeant Garp" zu seinem letzten Beischlaf, als sie sich rittlings auf ihn setzt und sein dauererigiertes Glied einführt. Das Ergebnis ist der kleine T.S. Garp, der, obwohl er unter der strengen Obhut seiner Mutter aufwächst, kein Fettnäpfchen auslässt: Der Hund der Nachbarsfamilie terrorisiert ihn, sein erstes Mal mit seiner Busenfreundin Cushie misslingt und seine Jugendliebe Helen, die die peinliche Szene beobachtet, zeigt ihm die kalte Schulter.

      Weil Garp es satthat, für alle nur der kleine Bastard zu sein, beschließt er, mit seiner Mutter nach New York zu gehen, um Schriftsteller zu werden. Im Rotlichtmilieu der Großstadt allerdings stößt Jenny auf die Story ihres Lebens: Als die beiden einer Prostituierten begegnen und Jenny sie über ihre Empfindungen befragt, ist der Grundstein für ihre Autobiografie gelegt, in der sie mit der Wollüstigkeit der Menschen abrechnen will. "Sexuell verdächtig" wird ein Bestseller und Jenny eine feministische Vorreiterin.

      Auch Garp hat inzwischen eine kleine Geschichte veröffentlicht und damit Helens Versprechen gewonnen, ihn zu heiraten. Zwar bringt ihm sein Roman gute Kritiken ein, doch für seine Mitmenschen bleibt er weiterhin "der Bastard von Jenny Fields". Obgleich der Ruhm seiner Mutter ihn unaufhörlich überschattet, verliert Garp die Hoffnung nicht auf ein normales Leben. Er kauft ein Haus und wird stolzer Vater zweier Kinder. Doch das hart erarbeitete Glück ist nicht von langer Dauer. Die Wollust treibt, trotz der vielen Warnungen seiner Mutter, einen Keil zwischen Garp und Helen, an dem sie zu zerbrechen drohen. Ein Glück jedoch, dass bereits das nächste Fettnäpfchen auf Garp wartet, das ihn paradoxerweise vor dem Ehe-Aus bewahrt.

      Nach dem Erfolgsroman von John Irving inszenierte George Roy Hill 1982 das Leben und Sterben des Schriftstellers T.S. Garp, dessen ausgeprägter Familiensinn mit den Verrücktheiten und Grausamkeiten dieser Welt nicht in Einklang zu bringen ist. Auch Irvings Mutter war zum Zeitpunkt seiner Geburt nicht verheiratet und seinen biologischen Vater hat der amerikanische Schriftsteller nie kennenlernen dürfen, trotzdem ist sein Roman "Garp und wie er die Welt sah" (1978) nicht rein autobiografisch - die Umstände seiner Zeugung und die Figur seines Vaters entspringen lediglich seiner Fantasie. Nach seiner oscarpreisgekrönten Ganoven-Komödie "Der Clou" ("The Sting", 1973) brachte Starregisseur Hill mit "Garp und wie er die Welt sah" seinen drittletzten Film auf die Kinoleinwand. Der Film wurde kommerziell kein Erfolg, von der Kritik jedoch wohlwollend bedacht. Glenn Close und John Lithgow wurden jeweils für den Oscar als beste Nebendarsteller nominiert. Zudem gewann der Film einige Kritikerpreise. Der junge Robin Williams spielte mit T.S. Garp seine zweite Filmrolle und seine erste im Charakterfach.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 08.09.13
      00:55 - 03:10 Uhr (135 Min.)
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