• 07.09.2013
      23:10 Uhr
      Tracks Magazin Frankreich 2013 | arte
       

      Diese Woche bei Tracks:

      • New-Reality-Fotokünstler öffnen dem Publikum die Augen
      • "Riff Raff", die texanische Gangsterrap-Ausführung von Ali G, kommt mit viel Bling Bling daher
      • Dub-Altmeister "Scientist" plaudert im Exklusiv-Interview aus dem Nähkästchen
      • Die Untoten feiern ihr Comeback in Zombieland
      • "Throes and the Shine" bringen mit viel Power den Musikstil Kuduro aus Angola und Rock aus Portugal zusammen

      Samstag, 07.09.13
      23:10 - 00:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

      Diese Woche bei Tracks:

      • New-Reality-Fotokünstler öffnen dem Publikum die Augen
      • "Riff Raff", die texanische Gangsterrap-Ausführung von Ali G, kommt mit viel Bling Bling daher
      • Dub-Altmeister "Scientist" plaudert im Exklusiv-Interview aus dem Nähkästchen
      • Die Untoten feiern ihr Comeback in Zombieland
      • "Throes and the Shine" bringen mit viel Power den Musikstil Kuduro aus Angola und Rock aus Portugal zusammen

       
      • Photo New Reality: Fotokunst

      Die Realität abbilden? Das kann doch jeder! Ihr aber ohne Bildbearbeitungsprogramm etwas Magisches zu verleihen, ist eine Kunst für sich. Die Fotokünstler der New-Reality-Bewegung haben das Zeug dazu. Der Franzose Patrick Messina zum Beispiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seinen Bildern eine für das bloße Auge unsichtbare Wirklichkeit offen zu legen. Mit der "Tilt Shift"-Methode verwandeln sich in seinen aus der Vogelperspektive aufgenommenen Fotografien Metropolen wie Tokio, New York oder Paris in unecht wirkende Spielzeugstädte.
      Der Ire Richard Mosse setzt der Welt eine rosarote Brille auf. In den 40er Jahren wurde für militärische Zwecke ein Infrarot-Film entwickelt, der Tarnungen in der Natur sichtbar macht. Mit solchen Filmen hielt Mosse Eindrücke aus dem kriegszerrütteten Kongo fest, die dadurch verstörend harmonisch wirken. Martin Klimas wiederum macht mit Highspeed-Fotografie Musik sichtbar. Dafür platziert er eine mit flüssiger Farbe bestrichene Platte auf einem Lautsprecher und fotografiert die von den Schallwellen erzeugten Klangskulpturen. Tracks ist geflasht!

      • Zombie Land: Frischfleisch

      George A. Romero erschuf in seiner Trilogie den modernen Zombie. Merkmale: schleppender Gang, Maulfaulheit und eine Vorliebe für Menschenhirn. Das Zombie-Fieber greift zurzeit wild um sich. Wenn die Untoten von heute aus ihren Löchern kriechen, sind sie wieder quicklebendig. Ihre Auferstehung feiern die Zombies unter anderem beim ersten Londoner Zombie Rockin' Festival und beim Zombie-Marathon unweit von Marseille. Auf dem ersten Zombie-Walk 2003 in Toronto liefen sechs Anhänger mit. Zehn Jahre später sind es über 10 000. Das erste Londoner Zombie Rockin' Festival verabreicht die volle Dröhnung an Zombie-Kultur, irgendwo zwischen Zombie-Parade, Zombie-Messe, Lehrstück über die Kunst des körperlichen Zerfalls und Sound aus dem Jenseits. In Aubagne bei Marseille brieft Veranstalter und Zombie-Experte Paul Antoine noch einmal seine Truppe, bevor sie zum ersten französischen Zombielauf durch die von Untoten heimgesuchten umliegenden Wälder ansetzt.

      • Riff Raff: Everbody's Rap Darling

      Reality-Fernsehen machte ihn zum Star und reich dazu. Riff Raff, der raffgierige J.R. des Rap, reißt sich alles unter den Nagel. Er hat den Dreh raus und inspiriert mittlerweile Größen wie Diplo und Harmony Korine. Seit seinem Fernseh-Debüt hat Riff gut sechzig Videos ins Netz gestellt, die 35 Millionen Mal angesehen wurden, auf Twitter hat er 400.000 Follower. Seinem Unterschichtendasein hat der 31-jährige Horst Simco, alias Riff Raff, was übersetzt so viel wie Gesindel heißt, in Form von Goldketten und fetten Klunkern Glanz verliehen.
      Mit seinem unüberhörbar texanischen Akzent steht dieser amerikanische Ali G selbstbewusst zu seinem Image als Rap-Clown.

      • Scientist: Die Geburt des Dub

      Dub, das ist instrumentaler Reggae gespickt mit Soundeffekten. Die Dreifaltigkeit des Dub, das sind Lee Perry in der Rolle des Vaters, King Tubby als Heiliger Geist, den Sohn gibt Hopeton Brown, alias Scientist. Seit seinen musikalischen Anfängen Ende der Siebziger hat Scientist zehn Alben produziert und darin die Standards für eine Musikrichtung vorgegeben, die "The Clash" ebenso beeinflusste wie Techno- und Rap-Produzenten. Mit Scientist wurde der Typ hinter den Plattentellern zum Musikstar. Der Mix-Magier schüttelt sich den Dub locker aus dem Ärmel, die Alchimie des Sound Systems funktioniert.

      • Throes and the Shine: Rockuduro

      2011 treffen Gitarrist Marco und Schlagzeuger Igor bei einem Garage-Rock-Konzert in Porto auf die zwei angolanischen Studenten Diron und André. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Wenige Monate später gibt die Band "Throes and the Shine" ihr erstes Konzert in Lissabon. Markenzeichen ist der Rockuduro: eine Mischung aus Noise-Rock und dem in Angola entstandenen "Kudoro", was in Anspielung auf die Gesäßmuskelübungen angolanischer Tänzer so viel wie "Knackarsch" heißt.

      Wird geladen...
      Samstag, 07.09.13
      23:10 - 00:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 10.08.2022