• 04.12.2018
      19:40 Uhr
      Re: Tote auf der Balkanroute Vermisst - Verscharrt - Vergessen | arte
       

      2015 überrollt ein Zug in Mazedonien 14 Flüchtlinge. Mahdi Mohebi aus Afghanistan hat das Unglück überlebt. Von seinem jüngeren Bruder Alireza gibt es bis heute kein Lebenszeichen. Mahdi lebt in Deutschland, in quälender Ungewissheit. Mit weiteren Angehörigen von Vermissten will er jetzt zurück auf die Balkanroute. „Re:“ begleitet sie auf ihrer Spurensuche in Mazedonien.

      Dienstag, 04.12.18
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      2015 überrollt ein Zug in Mazedonien 14 Flüchtlinge. Mahdi Mohebi aus Afghanistan hat das Unglück überlebt. Von seinem jüngeren Bruder Alireza gibt es bis heute kein Lebenszeichen. Mahdi lebt in Deutschland, in quälender Ungewissheit. Mit weiteren Angehörigen von Vermissten will er jetzt zurück auf die Balkanroute. „Re:“ begleitet sie auf ihrer Spurensuche in Mazedonien.

       

      Kurz vor Beginn der Flüchtlingskrise 2015 überrollt ein Zug in Mazedonien 14 Flüchtlinge. Bis heute leben mehrere Familien in Deutschland in Ungewissheit, ob unter den Toten auch ihre Verwandten sind. Sie erhalten keinerlei Bestätigung, von keiner Behörde und von keiner Hilfsorganisation. Der 19-jährige Mahdi Mohebi aus Afghanistan lebt in Bremen und hat das Zugunglück überlebt. Statt seine Aussagen zu protokollieren, schob die mazedonische Polizei ihn damals sofort zurück nach Griechenland. Schlimmer ist für Mahdi jedoch: Er erhielt keine Möglichkeit, um herauszufinden, was mit seinem jüngeren Bruder Alireza passiert ist. Hat der Zug ihn verletzt? Ihn getötet? Wenn ja, was ist mit seinen sterblichen Überresten geschehen?

      Antworten darauf suchen auch weitere Familien wie die Hasanis in Münster und die Mahdavis in der baden-württembergischen Gemeinde Unterstadion. Zu ihren Söhnen Mohamed Hasani und Hamid Mahdavi haben sie keinen Kontakt mehr, seitdem die Freunde 2015 zusammen auf der Balkanroute in Mazedonien unterwegs gewesen sind. Wo sind die beiden Freunde?

      Grundsätzlich ist jeder Staat verpflichtet, jeden Todesfall auf seinem Territorium aufzuklären. Offensichtlich besteht jedoch kein ernsthaftes Bemühen, den nicht identifizierten toten Flüchtlingen auf dem Balkan ihre Identität zurückzugeben. Die Angehörigen in Deutschland halten das qualvolle Warten nicht mehr aus. Sie wollen jetzt zurück auf die Balkanroute. „Re:“ begleitet sie auf ihrer Spurensuche in Mazedonien. Werden sie Antworten auf ihre drängendste Frage finden: Was geschah mit ihren Familienmitgliedern?

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      Dienstag, 04.12.18
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