• 09.06.2013
      11:55 Uhr
      Philosophie Materie | arte
       

      Wenn alles Materie ist, wie erklärt man dann das Leben? Und die Gedanken? Ist eine Idee nichts weiter als eine Synapse? Haben Ideen also einen Körper, haben Tugenden einen Körper? Die Materie besitzt unterschiedliche Grade der Zusammensetzung, Komplexität oder Komplexbildung. Doch wie dringt man zum Prinzip, zum Grundbestandteil, von etwas vor, wenn alles Materie ist?

      Sonntag, 09.06.13
      11:55 - 12:45 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      VPS 12:00

      Wenn alles Materie ist, wie erklärt man dann das Leben? Und die Gedanken? Ist eine Idee nichts weiter als eine Synapse? Haben Ideen also einen Körper, haben Tugenden einen Körper? Die Materie besitzt unterschiedliche Grade der Zusammensetzung, Komplexität oder Komplexbildung. Doch wie dringt man zum Prinzip, zum Grundbestandteil, von etwas vor, wenn alles Materie ist?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Philippe Truffault
      Gast Jean Salem

      Die zentrale Frage, die sich Raphaël Enthoven und sein heutiger Gast Jean Salem stellen, lautet: Ist alles Materie? Auf unterschiedliche Herangehensweisen nähern sie sich diesem Begriff. So beziehen sie beispielsweise Aussagen der Philosophen Lukrez und Demokrit ebenso in ihre Überlegungen mit ein, wie den Begriff des "Details" und die Brownsche Molekularbewegung. Denn alles ist unaufhörlich in Bewegung - auch die Materie. Schon mehr als 2.000 Jahre vor Robert Brown beschrieb Lukrez - und vor diesem schon Epikur - was die später entdeckte Brownsche Bewegung ist. Sie bestanden darauf, dass es Materie ohne Bewegung nicht geben kann.

      Ausgehend davon beschäftigen sich Raphaël Enthoven und Jean Salem zum Schluss ihrer Überlegungen damit, wie Materialismus und Liebe zusammenhängen. Vor diesem Hintergrund sprechen sie über den Epikureismus und konstatieren schließ-lich: "Man kann revolutionär sein, moralistisch und romantisch und trotzdem Materialist."

      Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht zusammen mit seinem Gast eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen.

      Jean Salem lehrt Philosophie an der Universität Sorbonne Paris I und ist Direktor des "Centre d'histoire des systèmes de pensée moderne". Seine Forschungsschwerpunkte sind die Philosophie der Atome und der Lustbegriff. Er leitet ein Seminar über die Geschichte des Materialismus ausgehend von Demokrit. Jean Salem hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Sein jüngstes Werk ist "Élections, piège à cons? Que reste-t-il de la démocratie?" aus dem Jahr 2012.

      Diese Sendung können Sie bereits sieben Tage vor der Ausstrahlung unter www.arte.tv/philosophie sehen.

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      Sonntag, 09.06.13
      11:55 - 12:45 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      VPS 12:00

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