• 14.05.2013
      11:15 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt | ONE
       

      Themen u.a.:

      • Vor 60 Jahren: Die Erstbesteigung des Mount Everest
      • Entrechtet und gefoltert in Guantanamo - Der Spielfilm "Fünf Jahre Leben" erzählt die Geschichte von Murat Kurnaz
      • Kein Denkmal für NSU-Opfer in Rostock? Wie sich die Hansestadt blamiert
      • Nieder mit Richard Wagner? Gottfried Wagner rechnet mit seinem Urgroßvater ab
      • Musik für die Ewigkeit - Die NDR Bigband spielt Pink Floyds "The dark side of the moon"
      • Blockbuster als Konzertereignis - Die NDR Radiophilharmonie spielt "Matrix live"

      Dienstag, 14.05.13
      11:15 - 11:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Vor 60 Jahren: Die Erstbesteigung des Mount Everest
      • Entrechtet und gefoltert in Guantanamo - Der Spielfilm "Fünf Jahre Leben" erzählt die Geschichte von Murat Kurnaz
      • Kein Denkmal für NSU-Opfer in Rostock? Wie sich die Hansestadt blamiert
      • Nieder mit Richard Wagner? Gottfried Wagner rechnet mit seinem Urgroßvater ab
      • Musik für die Ewigkeit - Die NDR Bigband spielt Pink Floyds "The dark side of the moon"
      • Blockbuster als Konzertereignis - Die NDR Radiophilharmonie spielt "Matrix live"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Eva-Maria Lemke
      Redaktion Christoph Bungartz
      • Entrechtet und gefoltert in Guantanamo - Der Spielfilm "5 Jahre Leben" erzählt die Geschichte von Murat Kurnaz: Ohne ihn je vor ein Gericht gestellt zu haben, sperrte die CIA den Deutschtürken Murat Kurnaz fünf Jahre lang in Guantanamo ein, beraubte ihn seiner Rechte. Wie viele andere wurde er nicht nur ohne jeden rechtlichen Beistand verhört, sondern auch gefoltert und isoliert - alles Folgen des US-amerikanischen Kampfes gegen den Terror. Der Spielfilm "5 Jahre Leben" erzählt diese Zeit aus der Sicht von Murat Kurnaz, folgt seinen Beschreibungen und Berichten - von der Seite der USA gibt es keine Informationen über das Vorgehen und die Zustände in Guantanamo. Die Qualen der Isolation, der Foltermethoden mit Schlafentzug und Schlägen sowie die psychologischen Tricks der Verhöre stehen im Zentrum des kammerspielartigen Filmes. Das "Kulturjournal" spricht mit Murat Kurnaz über "5 Jahre Leben", wie er diese Zeit überstanden hat und sein heutiges Leben.

      • Kein Denkmal für NSU-Opfer in Rostock? Wie sich die Hansestadt blamiert: Es war gemeint als große Geste: In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten sieben deutsche Städte, in denen der NSU getötet hatte, die "Morde aus Menschenverachtung" und einigten sich 2012 darauf, der Opfer einheitlich zu gedenken. Mit dabei waren auch die Hansestädte Hamburg und Rostock. Doch während in Hamburg und den anderen Städten der verabredete Gedenkstein längst steht, hat in Rostock noch nicht einmal die Bürgerschaft darüber endgültig befunden, der Entscheid wurde gerade auf die nächste Sitzung im Juni verschoben. Das "Kulturjournal" fragt nach, warum Rostock so lange braucht, an sein Opfer des NSU zu erinnern: Peinliche Nachlässigkeit oder politisches Versagen?

      • Nieder mit Richard Wagner? Gottfried Wagner rechnet mit seinem Urgroßvater ab: Alle Welt feiert Wagner, dessen Geburtstag sich am 22. Mai zum 200. Mal jährt - sein Urenkel Gottfried jedoch schreibt gegen diesen Wagner-Kult an: In seinem neuen Buch "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Richard Wagner - Ein Minenfeld" (Propyläen) zeichnet er ein durchweg negatives Bild des legendären Komponisten. Der sei ein Intrigant und Frauenverächter, ein Antisemit und Apokalyptiker. Und vor allem habe Richard Wagner es mit seinem Werk darauf angelegt, die Welt in seinem Sinne zu beeinflussen - Untergangsverherrlichung, Juden- und Frauenhass seien in dessen Opern enthalten. Für den Urenkel, promovierter Musikwissenschaftler, gilt es also nicht zu feiern, sondern zu hinterfragen: Wie viel Wagner spielen wir und vor allem wie?

      • Musik für die Ewigkeit - Die NDR Bigband spielt Pink Floyds "The dark side of the moon": Das Album mit den verrückten Geräuschen, den geheimnisvollen Stimmen und den verschlüsselten Texten ist ein Meilenstein der Pop-Musik: "The dark side of the moon", vor 40 Jahren erschienen, hielt sich sensationelle 14 Jahre in den Charts, über 50 Millionen Tonträger wurden verkauft - und die Single "Money" gehört zu den bekanntesten Songs des 20. Jahrhunderts. Pink Floyd behandeln existentielle, zeitlose Themen wie Stress, Krieg, Wahnsinn und Gier, ihr raffinierter Umgang mit Synthesizern, Bandschleifen, Effektgeräten und Gesangsharmonien fasziniert noch heute. Jetzt wird das Album von der NDR Bigband aufgeführt - im Arrangement von Dirigent Michael Gibbs und Gitarrist Nguyên Lê, (16. und 17. Mai Hamburg). Das "Kulturjournal" besucht die Proben, berichtet über eine Platte für die Ewigkeit und die neue, ungewöhnliche Interpretation.

      • Ein Blockbuster als Konzertereignis - Die NDR Radiophilharmonie spielt "Matrix live": Dieser Film war eine Sensation: Ein Science-Fiction-Film, der die Menschen als Gefangene der Maschinen darstellt und das Spiel der virtuellen Welten, die Theorie der Parallelwelten auf die Spitze treibt. Er kombiniert atemberaubende Actionszenen mit einer innovativen Kinoästhetik und einer genialen Filmmusik. "Matrix", der erste Teil der gleichnamigen Trilogie, bekam vier Oscars im Jahr 2000 und lieferte Stoff für endlose Interpretationen und Diskussionen über die Frage von Schein und Realität. Jetzt kommt der Hollywoodfilm als spektakuläres Kino-Konzertereignis nach Hamburg (17. Mai, O2 World). Die NDR Radiophilharmonie spielt live und synchron zum Bild von der Leinwand. Die für das Projekt eigens hergestellte Kopie enthält nur die Dialoge und Toneffekte. Gegen diese besondere Kombination von Film und Musik kann kein Kino der Welt mithalten.

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