• 10.02.2013
      07:30 Uhr
      Kulturjournal - Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt Moderation: Julia Westlake | ONE
       
      • Heino schlägt zurück: Der ewige Heimatmusikbarde covert Rammstein und die Ärzte
      • Warum Urmel, Sams und Jim Knopf uns heute noch faszinieren: 65 Jahre Augsburger Puppenkiste
      • Mehr als "nur" Nora Tschirner: das wunderbare Debüt der Band Prag
      • Kunst gegen den Abriss: BarKeepers bauen bedrohte St.-Pauli-Bars nach
      • Filmemacher, Intellektueller und Zeuge eines Jahrhunderts: Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären der 63. Berlinale

      Sonntag, 10.02.13
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      • Heino schlägt zurück: Der ewige Heimatmusikbarde covert Rammstein und die Ärzte
      • Warum Urmel, Sams und Jim Knopf uns heute noch faszinieren: 65 Jahre Augsburger Puppenkiste
      • Mehr als "nur" Nora Tschirner: das wunderbare Debüt der Band Prag
      • Kunst gegen den Abriss: BarKeepers bauen bedrohte St.-Pauli-Bars nach
      • Filmemacher, Intellektueller und Zeuge eines Jahrhunderts: Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären der 63. Berlinale

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • Heino schlägt zurück: Der ewige Heimatmusikbarde covert Rammstein und die Ärzte

      Seine Markenzeichen: Sonnenbrille und Schunkellieder. Jetzt kommt noch der Totenkopf dazu. Volksmusiker Heino, 74, covert Songs von den Ärzten, Rammstein, Marius Müller-Westernhagen und Peter Fox. Bei vielen war Heino bisher als geschmacksloses Aushängeschild musikalischer Einfallslosigkeit verpönt, und so richtig glücklich sind wohl nicht alle gecoverten Bands oder Interpreten mit seiner Aktion. Immerhin gilt Heino bei einigen als Vertreter einer heimatseligen Deutschtümelei. Aber während seine Disco-Version von "Blau blüht der Enzian" noch als lächerliche Anbiederung an Markttrends wirkte, haben seine neuen Interpretationen von deutschen Rock- und Popsongs viel Humor und zeigen: So weit sind die Ärzte gar nicht von der Volksmusik entfernt, wenn man mal ehrlich ist. Vielleicht ist das der echte Punk: Wenn auch mal die Alten die neue Generation kopieren. Das "Kulturjournal" traf Heino bei einer ersten Präsentation seines Albums im NDR.

      • Warum Urmel, Sams und Jim Knopf uns heute noch faszinieren: 65 Jahre Augsburger Puppenkiste

      Die ganze Welt in einer Kiste: Die Figuren sind aus Holz, das Meer ist aus Plastikfolie, Pflanzen und Berge sind aus Pappmaché. Seit 65 Jahren fasziniert die Augsburger Puppenkiste mit ihren Inszenierungen, die ohne aufwändige Special-Effects oder Computeranimationen auskommen. Vor allem die alten Fernsehaufzeichnungen mit Urmel, Sams oder Jim Knopf gehören fest zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen, die DVDs mit diesen Klassikern werden heute vor allem von Erwachsenen gekauft und geschaut. Zum 65. Jubiläum der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg besucht das "Kulturjournal" die Augsburger Puppenkiste: Klaus Marschall, Enkel der Theatergründer und heutiger Leiter, führt durch sein Haus. Günther Kronenbitter, Professor an der Universität in Augsburg, erklärt, warum die Augsburger Puppenkiste zum kulturellen Erbe der Bundesrepublik Deutschland gehört.

      • Mehr als "nur" Nora Tschirner: das wunderbare Debüt der Band Prag

      Schon wieder eine Schauspielerin, die auch noch singen muss - könnte man meinen. Aber Nora Tschirner, bekannt aus Erfolgsfilmen wie "Soloalbum" und "Keinohrhasen", gehört nicht zu den Promis, die einfach nur mit einem Produzenten eine Platte aufnehmen lassen. Sie hat mit den Musikern Erik Lautenschläger und Tom Krimi die Band Prag und ein eigenes Label gegründet. Der Song "Sophie Marceau" ist bereits ein Hit, jetzt erscheint die Debüt-CD "Premiere": melancholische Lieder mit intelligenten Texten und großem Orchester. Nur bei einigen Songs singt Nora Tschirner, ansonsten spielt sie Baritongitarre. Einige Aufnahmen fanden mit dem Tschechischen Filmorchester in Prag statt, die Musiker Tschirner, Lautenschläger und Krimi waren von der Stadt so begeistert, dass sie ihre Band danach benannten.

      • Kunst gegen den Abriss: BarKeepers bauen bedrohte St.-Pauli-Bars nach

      Auf St. Pauli verschwinden alte Bars und Clubs, sie werden abgerissen, müssen Neubauten weichen. Die Gentrifizierung hat längst Hamburgs wohl berühmtesten Stadtteil erreicht, eine jahrzehntelang gewachsene Subkultur verändert sich zwangsweise. Zwei Frauen protestieren gegen diesen Abriss - mit Kunst! Dani Freitag und Alexandra Grieß nennen sich BarKeepers. Sie dokumentieren die Bars vor der Schließung und bauen sie in Schuhkartongröße nach: jedes Möbelstück, jedes Poster, aber auch die Flecken auf den Wänden werden in tagelanger Bastelarbeit detailgetreu rekonstruiert. Jetzt stellen Dani Freitag und Alexandra Grieß ihre Miniatur-Denkmäler gemeinsam mit Fotos der Originalbars aus, ab dem 9. Februar 2013 im Hamburger Molotow. "Kulturjournal" begleitet die BarKeepers vorab in St. Pauli und besucht sie in ihrem Atelier.

      • Filmemacher, Intellektueller und Zeuge eines Jahrhunderts: Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären der 63. Berlinale

      Sein Dokumentarfilm "Shoa" aus dem Jahr 1985 gilt bis heute als die grundlegende filmische Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Zwölf Jahre arbeitete Lanzmann daran, hatte am Ende 350 Interviewstunden mit Opfern und Tätern aufgezeichnet, die er in dem Film ausschließlich zu Wort kommen ließ - ein Monumentalwerk über den Mord an den europäischen Juden. Auf der diesjährigen Berlinale wird Claude Lanzmann mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das "Kulturjournal" trifft den französischen Filmemacher und Publizisten, spricht mit ihm über seine Filme, die Geschichten, die erzählt werden müssen - und die Ehrung in Berlin.

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      Sonntag, 10.02.13
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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