• 30.12.2012
      00:05 Uhr
      Fasten auf Italienisch Spielfilm Frankreich 2010 (L' Italien) | ONE
       

      Der italienische Lebemann Dino arbeitet in Nizza als Autohändler und genießt das süße Leben. Doch die Sache hat einen Haken: Tatsächlich lautet Dinos echter Name Mourad Ben Saoud, er ist arabischer, nicht italienischer Abstammung und weder sein Vorgesetzter noch seine Freundin Hélène haben eine Ahnung von seinem Doppelleben, das er gewählt hat, um antiarabischen Ressentiments aus dem Weg zu gehen. Als ihn sein kranker Vater bittet, ihm zuliebe den Ramadan zu begehen, bekommt der "falsche Italiener" ein Problem.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 30.12.12
      00:05 - 01:45 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Der italienische Lebemann Dino arbeitet in Nizza als Autohändler und genießt das süße Leben. Doch die Sache hat einen Haken: Tatsächlich lautet Dinos echter Name Mourad Ben Saoud, er ist arabischer, nicht italienischer Abstammung und weder sein Vorgesetzter noch seine Freundin Hélène haben eine Ahnung von seinem Doppelleben, das er gewählt hat, um antiarabischen Ressentiments aus dem Weg zu gehen. Als ihn sein kranker Vater bittet, ihm zuliebe den Ramadan zu begehen, bekommt der "falsche Italiener" ein Problem.

       

      Stab und Besetzung

      Mohamed Sid Ahmed Agoumi
      Rachida Farida Ouchani
      Dino / Mourad Kad Merad
      Hélène Valérie Benguigui
      Charles Lemonnier Roland Giraud
      Cyril Landrin Philippe Lefebvre
      Jacques Guillaume Gallienne
      Regie Olivier Baroux

      Dino Fabrizzi arbeitet in Nizza als Autohändler und wirkt wie das personifizierte Stereotyp eines italienischen Gigolos: stets gut gekleidet, fein parfümiert und mit teurem Schmuck ausstaffiert fährt er im fabrikneuen Maserati auf der Arbeit vor. Doch das ist alles nur Fassade: den Wagen hat Dino sich nur geborgt, in Wirklichkeit heißt er Mourad Ben Saoud und ist arabischer und nicht italienischer Abstammung. Weder sein Vorgesetzter noch seine Freundin Hélène wissen von diesem Doppelleben, das Mourad vor Jahren gewählt hatte, um antiarabischen Ressentiments aus dem Weg zu gehen. Als Mourad fand er nur schlecht bezahlte Arbeit und kaum eine Wohnung. Als Dino war das alles plötzlich kein Problem mehr. So wurde die Notlüge für Mourad bald zur neuen Identität. Bis auf seine Schwester weiß Mourads Familie nichts von dem Schwindel - Vater und Mutter leben in Marseille und glauben, ihr Sohn würde in Italien arbeiten.

      Doch dann wird Mourads Vater krank und bittet seinen Sohn, ihm zuliebe den Ramadan zu begehen. Mourad, der kein praktizierender Muslim ist, willigt ein. Er ahnt nicht, wie schwer es sein wird, wochenlang regelmäßig zu beten, tagsüber auf Essen und Trinken zu verzichten und zugleich die Rolle als lebenslustiger Gigolo zu spielen. Bald ist der einst souveräne Geschäftsmann ein Nervenbündel.

      Mit "Fasten auf Italienisch" gelang Regisseur Olivier Baroux eine amüsante Komödie, die mit hintersinnigem Witz den ganz alltäglichen Rassismus thematisiert. Als "falscher Italiener", der zwischen drei kulturellen Identitäten steht, überzeugt Kad Merad, der mit Filmen wie "Die Kinder des Monsieur Mathieu", "Der kleine Nick" und dem Kassenhit "Willkommen bei den Sch'tis" in Frankreich zum Star wurde. Merad und Regisseur Baroux arbeiten seit 1992 gemeinsam als Komikerduo "Kad et Olivier" in Radio und Fernsehen. Den durchaus realistischen Ausgangspunkt ihres Films, der an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen ist, betont auch Hauptdarsteller Merad, selbst Sohn einer Französin und eines Algeriers: "Mein Vater heißt Mohamed, aber jeder kannte ihn als Rémi. Das gefiel ihm, damit vermied er es, dass die anderen über seine Herkunft nachdachten, und hatte im Berufsleben seine Ruhe. Aber ich wollte dieses Schema nicht wiederholen und blieb Kaddour, wenn auch unter der Abkürzung Kad. ... (Aber unser Film) stützt sich auf die Realität. Die französischen Pizzerias werden von vielen Mourads betrieben, die sich Dino nennen."

      Was man nicht alles aus Liebe macht! Dino zum Beispiel begeht seinem kranken Vater zuliebe den Ramadan. Und das heißt in Olivier Baroux' warmherziger Komödie "Fasten auf Italienisch" dass das Leben des französisch-arabischen Einwanderersohns bald Kopf steht. Denn Dino, gespielt von dem französischen Star Kad Merad, hat sich seinen Arbeitskollegen und seiner Lebenspartnerin gegenüber als Italiener ausgegeben. Nun versucht er, diese Lebenslüge aufrecht zu erhalten - während er einen Monat lang fastet und betet und niemand etwas davon mitbekommen darf. Auch in der französischen Komödie "Kann das Liebe sein?" sorgt die Liebe für kuriose Verwicklungen: Ein Kontrollfetischist verliebt sich in eine widerspenstige Schöne - und engagiert einen neurotischen Privatdetektiv, den er auf seine Flamme ansetzt. In Veit Helmers "Absurdistan" ist der Titel dann Programm. Die poetische BR-Koproduktion erzählt mit liebenswert-skurrilem Humor von zwei jungen Liebenden in einem osteuropäischen Dorf, die von Kindheit an einander versprochen sind. Vor ihrer ersten Liebesnacht müssen sie nach alter Sitte ein rituelles Bad nehmen - und ausgerechnet jetzt versiegt der Dorfbrunnen.

      Während das Paar in "Absurdistan" Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um einander nahezukommen, sind sich die ehemaligen Liebenden in Antoine de Caune's schräger Screwball-Komödie "Wir verstehen uns wunderbar" zunächst spinnefeind. Aber natürlich können auch sie nicht voneinander lassen - und entfesseln dabei einen furiosen Geschlechterkampf, der mit pointierten Wortgefechten ausgetragen wird. Zum Abschluss der langen Filmnacht "Alles aus Liebe" stehen die romantischen Verstrickungen dreier höchst unterschiedlicher Frauen im Zentrum - charmant, humorvoll und "very britisch" erzählt in dem Episodenfilm "Liebe zwischen den Zeilen".

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 30.12.12
      00:05 - 01:45 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

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