• 29.12.2012
      22:35 Uhr
      BEN X Spielfilm Belgien / Niederlande 2007 | ONE
       

      Der jugendliche Ben ist seit seiner Kindheit ein Außenseiter und kommt früh in psychiatrische Behandlung. Ein Arzt diagnostiziert das Asperger-Syndrom. Er lebt in seiner eigenen Welt, diese Welt besteht vor allem aus dem Online-Spiel Archlord. Jede freie Minute spielt er Archlord als Ben X, einen Helden auf Level 80. Seine reale Welt vermischt sich mit der Welt des Online-Spiels.

      Samstag, 29.12.12
      22:35 - 00:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Der jugendliche Ben ist seit seiner Kindheit ein Außenseiter und kommt früh in psychiatrische Behandlung. Ein Arzt diagnostiziert das Asperger-Syndrom. Er lebt in seiner eigenen Welt, diese Welt besteht vor allem aus dem Online-Spiel Archlord. Jede freie Minute spielt er Archlord als Ben X, einen Helden auf Level 80. Seine reale Welt vermischt sich mit der Welt des Online-Spiels.

       

      Stab und Besetzung

      Ben Greg Timmermans
      Scarlite Laura Verlinden
      Bens Mutter Marijke Pinoy
      Bens Vater Pol Goossen
      Drehbuch und Regie Nic Balthazar
      Musik Praga Khan
      Kamera Lou Berghmans

      In der Schule ist er dem Mobbing seiner Mitschüler ausgesetzt. Ben kämpft innerlich mit ihnen als Ben X aus dem Spiel. Die Situation eskaliert, als Mitschüler ihn auf einen Tisch in der Schulklasse stellen und ihm die Hose herunterziehen. Noch am gleichen Tag erscheinen mit Handys aufgenommene Filme im Internet. Als seine Spielgefährtin Scarlite aus Archlord ankündigt, ihn auch im realen Leben kennenlernen zu wollen, versucht er, sie am Bahnhof zu treffen. Er sieht sie, kann sie jedoch nicht ansprechen und so lebt auch sie fort in seiner Phantasie. Ben hat jetzt eine Freundin, die jedoch nur er sehen kann und diese Freundin bewahrt ihn vor dem Selbstmord. Dieser Selbstmord wird von ihm mit Hilfe seiner Eltern inszeniert. Erst auf der Trauerfeier zeigt er sich als Lebender und stellt so Schülerschaft, Lehrerschaft und die Öffentlichkeit bloß, die vom tragischen Ende Bens schockiert waren.

      "Ironie und Wut, aber auch der Wunsch, die (Film-)Welt zu verändern und einen Ausweg aus der kranken Gesellschaft der Mobber und Stalker zu finden, befeuern sein (Nic Balthazar) listenreiches Debüt. Balthazar spielt mit gängigen Mustern von Gesellschaftskritik und medialer Selbstreflexion, wie man sie aus anderen Filmen über die Opfer einer wahnhaft faschistoiden "Normalität" kennt. Was beginnt wie das Drama eines zum Selbstmord Verurteilten, entwickelt sich zu einer cinephilen Rache, in der nicht zurückgeschlagen, sondern filmisch scharf geschossen wird: Die Video-Bilder von den Untaten seiner Folterer sind hinreißend schlagfertig." (Frankfurter Rundschau, Heike Kühn, 8.5.2008)

      "Keine Spur von Betroffenheitsdrama: BEN X hält das Thema Autismus in der Schwebe. Was Ben (verträumt, hellwach: Greg Timmermans) zum Opfer prädestiniert, könnte auch alltägliche Schüchternheit sein. Er taugt damit zur Identifikationsfigur für Jugendliche, denen die Unmöglichkeit, sich in der Schule zu behaupten, vertraut ist. Und der Dreh, den Ben schließlich findet, um sich aus seiner Notlage zu befreien, ist genial - ein Showdown, der noch einmal alle Gewissheiten verschiebt." (Der Tagesspiegel, Christina Tilmann, 9.5.2008)

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      Samstag, 29.12.12
      22:35 - 00:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

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