• 13.03.2012
      10:30 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake | ONE
       

      Themen:

      • "Wenn Essen krank macht" - Ein Buch über die Lebensmittelindustrie und unsere Esskultur
      • Unvoreingenommene Kritik? - Wie sich Literatur-Journalisten von Buchverlagen ködern lassen
      • "Sagenhaft" - Markus Lüpertz stellt in Oldenburg aus
      • Chronik einer Zerstörung - Die Stasi-Akte des Peter Wulkau als Buch
      • Leben im Tierkostüm - Ein Porträt der Furry-Bewegung

      Dienstag, 13.03.12
      10:30 - 11:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • "Wenn Essen krank macht" - Ein Buch über die Lebensmittelindustrie und unsere Esskultur
      • Unvoreingenommene Kritik? - Wie sich Literatur-Journalisten von Buchverlagen ködern lassen
      • "Sagenhaft" - Markus Lüpertz stellt in Oldenburg aus
      • Chronik einer Zerstörung - Die Stasi-Akte des Peter Wulkau als Buch
      • Leben im Tierkostüm - Ein Porträt der Furry-Bewegung

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • Wenn das Essen krank macht: ein Buch über die Lebensmittelindustrie und unsere Esskultur

      Unser Essen soll nicht mehr nur gesund sein, sondern uns zusätzlich auch gesund machen. So verkauft die Lebensmittelindustrie ihr Functional Food. Durch entsprechende Zusätze soll beispielsweise Margarine das Herz schützen, Joghurt die Abwehrkräfte stärken und Vitamine gibt es als Beisätze dazu - für alle Fälle. In einer Gesellschaft, in der es immer mehr um Selbstoptimierung geht, wollen die Lebensmittelkonzerne die passende Ernährung bieten und damit große Gewinne machen. Der Journalist und Autor Hans-Ulrich Grimm prangert in seinem neuen Buch die angebliche "Gesundheitsnahrung" an: "Vom Verzehr wird abgeraten" (Droemer Verlag). Er liefert erschreckende Beispiele von Produkten, die krank machen - bis hin zum Herzinfarkt. Im "Kulturjournal" spricht er über die Gefahren des Functional Food, die Lügen der Lebensmittelkonzerne und unsere Gesellschaft, die ihren natürlichen Umgang mit dem Essen verlernt hat.

      • Unvoreingenommene Kritik? Wie sich Literaturjournalisten von Buchverlagen ködern lassen

      In der Automobil- und Reisebranche ist es leider schon gängige Praxis: Unternehmen, die positive Berichterstattung über ihre Produkte wünschen, laden Journalisten auf kostspielige Reisen ein, bei denen nebenbei auch das Produkt vorgestellt wird. Die nach solchen Reisen verfassten Artikel verheimlichen meist, unter welchen dubiosen Umständen die Berichterstattung über das jeweilige Produkt entstanden ist. Und natürlich lässt sich die Frage stellen, wie unabhängig und kritisch Journalisten berichten können, wenn sie sich auf solche Events einladen lassen. Diese Unsitte hält nun auch mehr und mehr in der Literaturszene Einzug. Buchverlage laden Journalisten auf Wellness-Trips und Städtetouren ein, um Neuerscheinungen zu bewerben. Das "Kulturjournal" war - auf eigene Rechnung - bei zwei "Pressereisen" dabei und zeigt, wie Journalisten renommierter Publikationen bedenkenlos zugreifen.

      • "Sagenhaft": Markus Lüpertz stellt in Oldenburg aus

      Er inszeniert sich gerne selbst: mit dicken Ringen und Ketten, Gehstock und im gedeckten Dreiteiler. Dabei mag er es nicht, wenn man ihn als "Malerfürst" tituliert - wenn schon, dann als "Genie". Markus Lüpertz ist wohl einer der wichtigsten deutschen Künstler. Seine Werke ecken an, sind extravagant, grotesk und doch immer Ausdruck eines unbedingten Kunstwillens: "Ich ringe um Vollendung", sagt er von sich. In Oldenburg sind jetzt Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen von ihm zu sehen (bis zum 3. Juni 2012). Im Mittelpunkt steht dabei Lüpertz` Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, seinen Proportionen und Bewegungen - und den überkommenen Schönheitsidealen. Dem "Kulturjournal" gibt der umstrittene Künstler eine exklusive Führung durch die Ausstellung und Einblick in sein Leben und Werk.

      • Chronik einer Zerstörung: die Stasi-Akte des Peter Wulkau als Buch

      Peter Wulkau war ein Student mit eigenem Kopf. Das wurde ihm zum Verhängnis, denn er lebte in einem Staat, in dem so etwas unerwünscht war: in der DDR. 38 Freunde, Bekannte und Kollegen haben ihn jahrelang bespitzelt, ihn auf Schritt und Tritt beobachtet. Die gesammelten Berichte, Briefe, Gesprächsnotizen und Verhörprotokolle umfassen knapp 18.000 Seiten und schildern auf eindringliche Weise, wie das Leben im Visier der Stasi wirklich war. Die Konsequenzen für Peter Wulkau waren existenziell: die Zerstörung des Lebensentwurfs und eine jahrelange Haftstrafe. Die Regisseurin und Autorin Heike Bachelier hat nun mit Peter Wulkau die Akten aufgearbeitet. Es ist ein Zeugnis von Spitzelei und Banalität des Bösen ("Ein ganz normaler Feind: Das Leben des Peter Wulkau in den Akten der Stasi", Droemer Verlag). Das "Kulturjournal" trifft die beiden.

      • Leben im Tierkostüm: die Furry-Bewegung

      Sie tragen tierähnliche Kostüme aus Fell, leben eine zweite Identität: die Anhänger der Furry-Bewegung. Furries fühlen sich als anthropomorphe Wesen zwischen Tier und Mensch, ihre Fans treffen sich jährlich auf einer großen Convention. Viele von ihnen zeichnen, schreiben oder machen Filme, eine eigene Kultur ist so entstanden. Der Hamburger Frank alias Fjordy hat sich eigene Figuren kreiert, die an Huskys angelehnt sind. Im Kostüm geht er in die Öffentlichkeit, aber es geht auch ihm um mehr als nur ums Verkleiden. Er schreibt und legt als DJ Musik auf. Das "Kulturjournal" stellt ihn vor und spricht mit ihm über eine ganz besondere Subkultur.

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      Dienstag, 13.03.12
      10:30 - 11:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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