• 12.01.2012
      02:30 Uhr
      Das Gold des Himalaya Nomadenleben in Ladakh | ONE
       

      Die Changpa-Nomaden leben im äußersten Norden Indiens, in Ladakh, an der Grenze zu Tibet. Mit Yaks, Schafen und Ziegen wandern sie über Hochebenen, die so einsam sind, dass sie von anderen Ladakhis nur "irgendwo da draußen" genannt werden.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12.01.12
      02:30 - 03:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Changpa-Nomaden leben im äußersten Norden Indiens, in Ladakh, an der Grenze zu Tibet. Mit Yaks, Schafen und Ziegen wandern sie über Hochebenen, die so einsam sind, dass sie von anderen Ladakhis nur "irgendwo da draußen" genannt werden.

       

      Die unwirtliche Gegend, wo das Vieh weit ziehen muss, um einem geizigen Boden etwas zum Fressen abzugewinnen, birgt einen besonderen Schatz: Nur in großen Höhen und extrem kalten Wintern wächst den 'Chang ra' Ziegen allerfeinste Wolle unter dem Fell, das im Frühsommer herausgekämmt und als das kostbare Paschmina, das 'Gold des Changthang', in der Hauptstadt verkauft wird. Heute nimmt die Zahl der einst mächtigen Changpa-Nomaden in den Hochtälern von Jahr zu Jahr ab. Immer mehr Junge wandern ab in die Stadt, wo ein modernes, angenehmeres Leben lockt. Die Alten, die zurückbleiben, können sich kaum noch selbst versorgen. Tradierte Überlebensstrategien wie etwa die Polyandrie, die Vielmännerei, werden kaum noch praktiziert oder sind sogar verboten.

      Der Film erzählt die Geschichte des neunzehnjährigen Nomadensohnes Norbu, der seine Braut, die junge Tashi, aus der ladakhischen Hauptstadt Leh zu seiner Großfamilie in den Changthang entführt hat. Brautraub ist nichts Ungewöhnliches unter den Changpa, allerdings verlangt die Sitte nach einer Entschuldigung beim Vater der Braut.

      In zwei Jahren soll Norbu das Zelt seines Vaters im Changthang übernehmen und bis dahin das Nomadenhandwerk erlernen. Aber der Junge, der in der Stadt aufwuchs, kann sich in den kräftezehrenden Alltag der Gebirgsnomaden nicht mehr eingliedern. Die einsame Landschaft, das raue Klima, die harte Arbeit, das Leben im Zelt - das alles ist zuviel für ihn und seine Braut. Als er gemeinsam mit seinem Vater in die Hauptstadt Leh aufbricht um sich beim Schwiegervater zu entschuldigen, steht sein Entschluss fest: er wird dem Nomadenleben den Rücken kehren und Lastwagenfahrer unten im Tal werden. Seinem Vater bleibt nichts weiter übrig, als die Götter um Hilfe zu bitten...

      Ein Film von Thomas Wartmann

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12.01.12
      02:30 - 03:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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