• 18.02.2010
      12:00 Uhr
      Kulturspiegel ONE
       

      Themen u.a.:

      • Doctor Atomic - Kernspaltung auf der Opernbühne
      • 25 Jahre Saarländisches Künstlerhaus
      • Ins Gitarrenland mit Wolfgang Weigel
      • Leben in Bildern - Die Malerin Nora Hildebrand

      Donnerstag, 18.02.10
      12:00 - 12:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen u.a.:

      • Doctor Atomic - Kernspaltung auf der Opernbühne
      • 25 Jahre Saarländisches Künstlerhaus
      • Ins Gitarrenland mit Wolfgang Weigel
      • Leben in Bildern - Die Malerin Nora Hildebrand

       
      • Doctor Atomic - Kernspaltung auf der Opernbühne

      Das Sprechtheater kennt den Konflikt schon: Atomphysiker und Bombenbauer im Disput mit der Verantwortung für eine Massenvernichtungswaffe und den Tod Hunderttausender Zivilisten. Friedrich Dürrenmatt - " Die Physiker" (1961) und Heinar Kipphart - " In der Sache J. Robert Oppenheimer" ( 1964) - haben dazu schon vor einem halben Jahrhundert Theaterstücke geschrieben, die heute moderne Klassiker sind.
      Nun führt uns eine Oper die dramatischen Ereignisse des 15. und 16. Juli 1945 vor Augen. Noch ist der 2. Weltkrieg nicht zu Ende. Zwar hat Deutschland schon kapituliert, aber Japan will sich noch nicht geschlagen geben. Und in Amerika baut man an einer neuen Bombe - die es gerne noch ausprobieren will. In Alamogordo in der Wüste von New Mexico ist alles bereit für den ersten Atombomben-Test der Geschichte. Unter der Leitung des Kernphysikers J. Robert Oppenheimer arbeiten Wissenschaftler mit Hochdruck an der ersten Kernwaffe. Keiner von ihnen weiß, welches Ergebnis der Versuch bringen und welche Folgen er haben wird. Aber eines ist klar: Er wird die Welt verändern, nichts wird mehr sein wie zuvor. Am 16. Juli 1945 um 5.30 Uhr detoniert die Bombe auf dem Testgelände. Das Atomzeitalter hat begonnen. Der amerikanische Minimal-Music-Komponist John Adams schrieb 2005 im Auftrag der San Francisco Opera eine große Oper über den esten Atombomen-Test. Das Libretto verfasste Peter Sellars, der Ende der 1980-er Jahre mit spektakulären Mozart- Inszenierungen von sich reden gemacht hat; er führte bei der Uraufführung von "Doctor Atomic" auch Regie. Nicht zuletzt dank der Inszenierung von Imre Karaman ist " Doctor Atomic" auch auf der Saarbrücker Opernbühne kein akademisches Werk, sondern leidenschaftliches, spannendes und aktuelles Musiktheater.

      • 25 Jahre Saarländisches Künstlerhaus

      Wie es ohne gewesen ist, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. 1985 jedenfalls beschloss eine gerade neu gewählte saarländische Landesregierung, eine in der Großregion zwischen Trier , Luxemburg, Metz und Saarbrücken Akzente setzende Arbeit - und Begegnungstätte für Künstlerinnen aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Kunsthandwerk einzurichten. Endgültige Gestalt erhielt die Stätte. als 1992 die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz das " Riotte-Haus" in der Karlstraße 1 in Saarbrücken als Domizil zur Verfügung stellte. Das Saarländische Künstlerhaus hatte nun ein ständiges Dach überm Kopf, die Provisoriern in Übergangsquartieren hatten ein Ende.
      Heute fördert das Künstlerhaus nicht nur Kunst und Kultur mit Ausstellungen, Dichterlesungen und Musikveranstaltungen auf drei Etagen, mit Ateliers, einem eigenen Verlag, einer Bibliothek und einer Gästewohnung, sondern es bietet auch dem organisierten Künstlertum Obdach - den Geschäftsstellen des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler, Landesverbad Saar e. V., der Künstlerinnengruppe Saar und des Saarländischen Künstlerbundes. Ein offenes Haus wollte und will es sein, für " Künstler, Schwärmer, Querdenker, Wissenschaftler, Fantasen und Enthusiasten" in der Großregion. Am 20. Februar wird das Vierteljahrhundert gefeiert mit einer Festveranstaltung und vom 29. April bis 06. Juni mit einer Jubiläumsausstellung. Kulturspiegel- Autor Uwe Loebens hat das Saarländischer Künstlerhaus besucht, um Jubliäumsluft zu schnuppern und zu schauen, was sich von der Aufbruchstimmung anno 1985 dort gehalten hat.

      • Ins Gitarrenland mit Wolfgang Weigel

      Folk-Fans erinnern sich an ihn als die eine Hälfte des Duos " Jehli und Weigli": Wolfgang Weigel, Solo-Gitarrist, Kammermusik und Musikpädogoge, in Saarbrücken-Dudweiler geboren, lebt für die Gitarre und Gitarrenmusik. Er hat eine Europäische Gitarrenakademie ( European Guitar Academy ) gegründet und " Gitarrenland" ins Leben gerufen - ein grenzübergreifendes Gitarrenfestival mit intermational renommierten MusikerInnen. jNach dem Auftakt mit einer " Hommage an Django Reinhardt" in Forbach und einer Hommage an den früh verstorbenen Tenor Fritz Wunderlich in Kusel Ende Januar erlebt das Festival" Gitarrenland" am kommenden Wochenende seine nächsten Veranstaltungen. Wolfgang Weigel ist Solist des Konzertes " El Canto del Rio- De Buenos Aires à Montevideo" im Carreau Wendel in Petite Rosselle am Samstag, und im Mannlich-Gymnasium in Homburg spielt am Sonntag das junge Gitarrenensemble " 4Tissimo4Tett" Kulturspiegel-Autor Philippe Fouché war dabei, als Wolfgang Weigel siene Konzertbühne besichtigte -im Kohlemuseum De Wendel in Petite Rosselle.

      • Leben in Bildern - Die Malerin Nora Hildebrand

      Hochbetagte Malerinnen sind zur Zeit sehr im Gespräch. Maria Lassnig in Wien, Carmen Herrera, die mit 94 Jahren ihr erstes Bild verkaufte, in New York; die Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt zur Zeit ihre erste Werkschau in Europa. Und im Saarland hat im vergangenen Herbst nach fast vier Jahrzehnten die inzwischen 91-jährige Nora Hildebrand-Miersen erstmals seit ihrer letzten Ausstellung 1973 wieder ihre Bilder in der Öffentlichkeit gezeigt, im Museum Schloss Fellenberg in Merzig. Geboren wurde sie 1919 in Aachen; in Berlin studierte sie während der Kriegsjahre Malerei, in Eger ( Sudetenland) war sie freischaffende Künstlerin, und ins Saarland das Geburtsland ihres Vaters, kam sie nach Kriegsende als Flüchtling. Das Untete ist ein prägendes Element in ihrem Leben gewessen; in zwölf Jahren Schulzeit wechselte sie 15 mal die Schule - Folge des unsteten Berufslebens, das ihr Vater führte. Das Beständige in ihrem Leben ist aber die Malerei. Nora Hildebrand-Miersen malt seit nunmehr sieben Jahrzehnten. Bilder und unzählige Zeichnungen, mit denen sie heute im Elternhaus ihres Vaters lebt. Kulturspiegel-Autorin Harriet Weber-Schäfer hat die Künstlerin in ihrem Haus besucht.

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      Donnerstag, 18.02.10
      12:00 - 12:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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