• 14.02.2010
      07:30 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | ONE
       
      • Peter Maffay sinfonisch
      • Stieg Larsson: Der Mensch hinter dem Bestseller-Phänomen
      • Die Villen in Heiligendamm
      • Literarische Sensation: Die 17-jährige Helene Hegemann
      • Revue des Schreckens: "Felix Nussbaum" als Tanztheater
      • Keine Angst vor Kultur

      Sonntag, 14.02.10
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo
      • Peter Maffay sinfonisch
      • Stieg Larsson: Der Mensch hinter dem Bestseller-Phänomen
      • Die Villen in Heiligendamm
      • Literarische Sensation: Die 17-jährige Helene Hegemann
      • Revue des Schreckens: "Felix Nussbaum" als Tanztheater
      • Keine Angst vor Kultur

       
      • Peter Maffay sinfonisch - neue CD zum 40-jährigen Bühnenjubiläum

      Seit 40 Jahren steht er auf der Bühne, zu diesem Jubiläum hat er seine größten Hits noch einmal neu und ganz anders eingespielt: Peter Maffay. "Tattoos" heißt das neue Album des tätowierten Rockers mit Lederjacke und Gitarre. Das "Kulturjournal" war mit dabei, als Peter Maffay seine Hits wie "So bist du" oder "Über sieben Brücken musst du gehen" auf großer Bühne und mit großer Orchesterbesetzung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert hat.

      • Stieg Larsson - der Mensch hinter dem Bestseller-Phänomen

      Als der Journalist Stieg Larsson 2004 an einem Herzinfarkt starb, hinterließ er drei unveröffentlichte Krimi-Manuskripte: "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung"; postum veröffentlicht, wurden sie über 15 Millionen Mal verkauft. Jetzt kommt die zweite Verfilmung ins Kino ("Verdammnis", Start: 4. Februar). Doch wer war Stieg Larsson? In einer neuen Biografie "Mein Freund Stieg Larsson" erzählt Kurdo Baksi, dass Larsson als Jugendlicher Zeuge einer Vergewaltigung wurde - und nicht eingriff. Diese Schuld saß wie ein Stachel in ihm, vielleicht widmete er deshalb fortan sein Leben ganz dem Kampf gegen gesellschaftliche Missstände, schrieb über Neonazis und Gewalt gegen Frauen. Auch in seinen Krimis setzt er seiner Heldin Lisbeth Salander ein Denkmal, einer starken, mutigen, vergewaltigten Frau, die sich an den Männern rächt.
      Zwei Biografien über das Leben des schwedischen Erfolgsautors Stieg Larssons sorgen für Wirbel: Wie das "Kulturjournal" im NDR Fernsehen berichtet (Sendung: Montag, 1. Februar, 22.30 Uhr), kritisieren frühere Kollegen und Larssons ehemalige Lebensgefährtin die Autoren der Bücher.
      Larssons Krimis sind ein Welterfolg: Seine so genannte "Millennium-Trilogie" hat sich 20-millionenfach verkauft. Die Krimis wurden allerdings erst nach seinem Tod 2004 veröffentlicht. Millionen von Lesern würden vermutlich gerne mehr über sein Leben wissen - eine Lücke, die zwei Biografien schließen wollen, die demnächst auch in Deutschland erscheinen. Um das erste Buch von Kurdo Baksi, es erscheint im April im Heyne Verlag, gibt es in Schweden schon großen Wirbel, weil es behauptet, Stieg Larsson sei kein guter Journalist gewesen. Gegen Teile des Buches protestieren Larssons ehemalige "Expo"-Zeitungskollegen am Sonnabend, 30. Januar, in der Tageszeitung "Svenska Dagbladet".
      Eine zweite Biografie soll im Mai im Aufbau-Verlag erscheinen. Bei Recherchen fand das "Kulturjournal" jetzt heraus, dass es auch bei dieser "Biografie" offenbar einige Ungereimtheiten gibt. Der Aufbau-Verlag kündigt das Erscheinen der Stieg-Larsson-Biografie auf seiner Website mit folgendem Text an: "Die längst überfällige erste Darstellung von Stieg Larssons dramatischem Leben und die einzig legitime Biografie des schwedischen Starautors konnte so nur von Jan-Erik Pettersson geschrieben werden. Der erste Lektor Larssons und freundschaftliche Weggefährte der letzten Jahre erzählt die faszinierende Lebensgeschichte eines Mannes, der sich und seinen Idealen immer treu blieb." Jan-Erik Pettersson, vom NDR "Kulturjournal" um ein Interview gebeten, lehnte dieses jedoch mit den Worten ab: "Mein Buch handelt nicht von der privaten Person Stieg Larsson. Es geht mehr um die Zeit, in der er gelebt hat, und die Entwicklung der Gesellschaft während seines Lebens. Ich kannte Stieg Larsson gar nicht persönlich, war aber einmal bei einem Buchprojekt sein Herausgeber."
      Eva Gabrielsson, Stieg Larssons ehemalige Lebensgefährtin, sagte dem "Kulturjournal" über Jan-Erik Pettersson: "Er weiß gar nichts über Stieg Larsson".
      Muss sich der Aufbau-Verlag vorwerfen lassen, mit unseriösen Methoden zu arbeiten, nur um auf der Weltbestseller-Erfolgswelle mitzuschwimmen? Dieser Frage geht das "Kulturjournal" nach.

      • Die Villen in Heiligendamm - Investoreninteresse kontra Denkmalschutz

      Sie sollten das Schmuckstück von Heiligendamm werden: sieben denkmalgeschützte Villen am Ostseestrand, die vor 13 Jahren von der Investorengruppe Fundus gekauft wurden. Drei Villen sollten abgerissen und originalgetreu wieder aufgebaut, vier denkmalschutzgerecht saniert werden. Doch bislang passierte wenig: eine Villa wurde abgerissen, die anderen sechs verfallen. Nun wollen die Investoren die Villen in Eigentumswohnungen umwandeln und mit Tiefgaragen versehen. Denkmalschützer befürchten, dass die Bausubstanz dadurch so angegriffen wird, dass letztendlich alle Häuser abgerissen werden müssen.

      • Literarische Sensation - die 17-jährige Helene Hegemann

      Sie ist der Shootingstar der Literaturszene. Ihr Roman "Axolotl Roadkill" ist so düster, reif und abgeklärt, dass man kaum glauben kann, dass die Autorin erst 17 Jahre alt ist. Helene Hegemann beschreibt das Leben der Schulverweigerin Mifti in der "linksresignativen, wohlstandsverwahrlosten" Berliner Boheme. Miftis Mutter hat sie erst misshandelt und sich dann umgebracht, der Vater kümmert sich nicht. Heroin, Techno-Nächte, demütigender Sex, all das beschreibt Helene Hegemann mit einer ganz neu erfundenen, radikalen Sprache.

      • Revue des Schreckens - Johann Kresnik inszeniert "Felix Nussbaum" als Tanztheater

      Er wurde 1944 in Auschwitz ermordet: der in Osnabrück geborene jüdische Maler Felix Nussbaum. In seinem Werk thematisiert er, wie selten ein Künstler, die persönlichen Erfahrungen von Ausgrenzung, Emigration und Gefangenschaft. Vor seiner Deportation blieb ihm nur noch, die Gebrauchsgegenstände in seinem Versteck auf Papier festzuhalten - um sich so seiner selbst als Maler zu vergewissern. Das Theater Osnabrück widmet sich jetzt dem berühmten Sohn der Stadt: der Choreograf Johann Kresnik bringt die Biografie Felix Nussbaums auf die Bühne (Premiere: 30. Januar). Der Pionier des choreografischen Theaters entwirft eine Revue des Schreckens - und erklärt im "Kulturjournal", warum Nussbaum so bedeutend ist.

      • Keine Angst vor Kultur - Kabarettist Scheibe erklärt Jazz

      Wieso darf man im Konzert nicht klatschen, wann man will? Was bedeutet "Bildende Kunst" eigentlich genau? Und warum ziehen sich im Theater immer die Falschen nackt aus? Was Sie schon immer über Kultur wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Endlich gibt es Antworten. "Keine Angst vor Kultur" heißt die gemeinsame Programmaktion von "Kulturjournal", NDR Info und ndr.de. In dieser Woche beantwortet der Musikkabarettist Jan Christof Scheibe die Frage: "Was ist Jazz?"

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      Sonntag, 14.02.10
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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