• 07.04.2021
      07:50 Uhr
      Die Himmelsleiter - Sehnsucht nach Morgen (1/2) Fernsehfilm Deutschland 2015 | ONE
       

      Zwei Jahre nach Kriegsende liegt Köln immer noch in Trümmern. In den Ruinen schlägt sich die dreifache Mutter Anna mit ihrer Großfamilie durch. Während sie auf ihren jüdischen Mann Adam wartet, der seit über fünf Jahren vermisst wird, macht Armin Zettler ihr das Leben schwer. Der frühere Parteibonze ist längst wieder gut im Geschäft. Das ganze Viertel will er sich aneignen und an die belgische Militärregierung verschachern. Mit Annas Widerstand hat er nicht gerechnet. In diesem zweiteiligen Nachkriegsdrama spielt Christiane Paul eine Heldin des Alltags, die sich gegen die Intrigen eines ehemaligen Ortsgruppenleiters zur Wehr setzt.

      Mittwoch, 07.04.21
      07:50 - 09:20 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Zwei Jahre nach Kriegsende liegt Köln immer noch in Trümmern. In den Ruinen schlägt sich die dreifache Mutter Anna mit ihrer Großfamilie durch. Während sie auf ihren jüdischen Mann Adam wartet, der seit über fünf Jahren vermisst wird, macht Armin Zettler ihr das Leben schwer. Der frühere Parteibonze ist längst wieder gut im Geschäft. Das ganze Viertel will er sich aneignen und an die belgische Militärregierung verschachern. Mit Annas Widerstand hat er nicht gerechnet. In diesem zweiteiligen Nachkriegsdrama spielt Christiane Paul eine Heldin des Alltags, die sich gegen die Intrigen eines ehemaligen Ortsgruppenleiters zur Wehr setzt.

       

      Stab und Besetzung

      Anna Roth Christiane Paul
      Armin Zettler Axel Prahl
      Josef Halfen Henning Baum
      Adam Roth Ernst Stötzner
      Gerhard Zettler Lucas Prisor
      Bruno Zettler Lucas Reiber
      Sophie Roth Sarah Horváth
      Eva Roth Muriel Wimmer
      Gerda Zettler Sina Tkotsch
      René Valmund Nikolai Kinski
      Michel Roth Jonathan Berlin
      Paul Roth Luis Vorbach
      Heiner Halfen Jiri Roskot
      Francesco Grasso Adam Vacula
      Hermine Zettler Teresa Harder
      Stefan Schäfer Petr Simcak
      Regie Carlo Rola
      Musik Christian Brandauer
      Kamera Nicolay Gutscher
      Drehbuch Peter Zingler
      Christian Schnalke

      Köln, 1947. Die Rheinmetropole ist komplett zerstört. Für die Menschen bedeutet das Ende des Krieges noch lange nicht das Ende des Überlebenskampfes. Im Gegenteil, der Winter 1946/47 ist der härteste des Jahrhunderts. Schmuggeln, stehlen, Schwarzmarkt: "In schlechten Zeiten ist dies alles erlaubt", sagt Kardinal Frings. "Fringsen" ist von nun an Überlebensstrategie. Aber auch der Karneval, den die Kölner vorsichtig wiederentdecken, bietet eine kurze Auszeit von der täglichen Not. Hungrig und müde wollen sich die Menschen nicht einfach der Verzweiflung überlassen.

      Eine von ihnen ist Anna Roth (Christiane Paul). Ihr Mann Adam (Ernst Stötzner), ein Jude, gilt seit sechs Jahren als vermisst, es besteht kaum noch Hoffnung, dass er überlebt hat. Mit Hamstern, endlosem Schlangestehen und Tauschgeschäften hält die Schneiderin ihre Großfamilie über Wasser. Tochter Sophie (Sarah Horváth) hat einen unehelichen Sohn, Paul (Luis Vorbach), und einen italienischen Ehemann, Francesco (Adam Vacula). Während Evchen (Muriel Wimmer), ihre Jüngste, sich als Liedermacherin für den Karneval versucht, schwänzt Michel (Jonathan Berlin) die Schule. Über die Himmelsleiter - so werden die verminten Waldwege nach Belgien wegen ihrer tödlichen Gefahr genannt - schmuggelt er Kupfer und Blei. Dank Annas unermüdlicher Tatkraft haben die Roths im Kellergeschoss ihres zerbombten Hauses eine bescheidene Zuflucht gefunden.

      Das Viertel, in dem die Ruine steht, soll jedoch einem Kasernenbau der belgischen Besatzer weichen. Die meisten Trümmergrundstücke hat Armin Zettler (Axel Prahl) hierfür bereits aufgekauft. Mit dem heimtückischen Ex-Parteibonzen, der ihr immer wieder nachstellt, will Anna keine Geschäfte machen. Sie vermutet, dass er ihren Mann denunzierte, hat aber keine Beweise. Im Spruchkammerverfahren, zu dem auch Anna als Zeugin geladen ist, wird man Zettler hoffentlich den Prozess machen. Unterdessen bangt sie um ihren kleinen Enkel Paul, den man beim Lebensmitteldiebstahl in der belgischen Kaserne erwischte. Die Roths erhalten Besuch von dem belgischen Offizier Valmund (Nikolai Kinski). Dabei verliebt der junge Leutnant sich in Sophie und sorgt nicht ganz uneigennützig dafür, dass ihr Ehemann Francesco verhaftet wird. In dieser schwierigen Situation steht Anna der Bauer Josef Halfen (Henning Baum) bei, ein hilfsbereiter Mensch, den sie beim Hamstern kennenlernte. Während sie ihm Klavierstunden gibt, erleben beide Momente des Glücks.

      Doch dann wird Zettlers jüngster Sohn, der Bahnpolizist Bruno (Lucas Reiber), bei einem Überfall auf den Güterbahnhof angeschossen. In Verdacht gerät Michel, der bei der heimlichen Aktion dabei war. Die Polizei durchsucht das Haus der Roths und verhaftet Anna wegen Verdachts auf Hehlerei. Plötzlich steht Adam in der Kellerwohnung. Er hat das KZ Mauthausen überlebt und über Ungarn den Weg zurück zur Familie gefunden. Auch er hat noch eine Rechnung mit Zettler offen.

      "Die Himmelsleiter - Sehnsucht nach Morgen" zeichnet das Porträt einer fleißigen, pragmatischen und zielstrebigen Frau. Der Zweiteiler über Nachwirkungen des Krieges und des totalitären Regimes basiert auf den autobiografischen Erlebnissen von Peter Zingler, der seine persönlichen Kindheitserinnerungen in die liebenswürdige Figur des kleinen Paul einfließen ließ. Der jüngste Spross der Familie Roth erlebt die Trümmerfelder Kölns als riesigen Abenteuerspielplatz, der Gefahren und Entbehrungen - aber auch wunderbare Glücksmomente bereithält. Regisseur Carlo Rola zeichnet das facettenreiche, vielschichtige Porträt einer Kölner Familie, die stellvertretend für viele in den Trümmern der zerstörten Großstadt unbeirrt ein neues Leben aufbaut. Mit faszinierenden Einblicken in den trickreichen Alltag dieser Familie, die Hoffnung und Ablenkung von den Alltagsnöten im Karneval erfährt - und deren unbändiger Glaube an eine bessere Zukunft, der "Sehnsucht nach morgen", nie erlischt -, zeichnet der Film ein hoch emotionales, faszinierendes Gesellschaftsbild der damaligen

      Zeit.

      Die Himmelsleiter - Sehnsucht nach Morgen" zeichnet das Porträt einer fleißigen, pragmatischen und zielstrebigen Frau. Der Zweiteiler über Nachwirkungen des Krieges und des totalitären Regimes basiert auf den autobiografischen Erlebnissen von Peter Zingler, der seine persönlichen Kindheitserinnerungen in die liebenswürdige Figur des kleinen Paul einfließen ließ.

      Der jüngste Spross der Familie Roth erlebt die Trümmerfelder Kölns als riesigen Abenteuerspielplatz, der Gefahren und Entbehrungen - aber auch wunderbare Glücksmomente bereithält. Regisseur Carlo Rola zeichnet das facettenreiche, vielschichtige Porträt einer Kölner Familie, die stellvertretend für viele in den Trümmern der zerstörten Großstadt unbeirrt ein neues Leben aufbaut. Mit faszinierenden Einblicken in den trickreichen Alltag dieser Familie, die Hoffnung und Ablenkung von den Alltagsnöten im Karneval erfährt - und deren unbändiger Glaube an eine bessere Zukunft, der Sehnsucht nach morgen", nie erlischt -, zeichnet der Film ein hoch emotionales, faszinierendes Gesellschaftsbild der damaligen Zeit.

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      Mittwoch, 07.04.21
      07:50 - 09:20 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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