• 13.11.2013
      07:30 Uhr
      Ostprodukte im Westregal - Geschäfte mit der DDR Ein Film von Anne Worst | ONE
       

      Die DDR produzierte unzählige Konsumgüter nicht für die eigene Bevölkerung, sondern für den Westen, den "Klassenfeind". In Erfurt wurden Schuhe für Salamander gefertigt, in Sachsen Unterwäsche für Schiesser. Im Westen warben Geschäfte und Bestellkataloge mit preiswerten Kameras, Rührgeräten, Kinderwagen und Strumpfhosen. Was viele Konsumenten nicht wussten: All das kam von den "Brüdern und Schwestern" aus dem Osten und war dort sehr viel teurer oder gar nicht zu bekommen.

      Mittwoch, 13.11.13
      07:30 - 08:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die DDR produzierte unzählige Konsumgüter nicht für die eigene Bevölkerung, sondern für den Westen, den "Klassenfeind". In Erfurt wurden Schuhe für Salamander gefertigt, in Sachsen Unterwäsche für Schiesser. Im Westen warben Geschäfte und Bestellkataloge mit preiswerten Kameras, Rührgeräten, Kinderwagen und Strumpfhosen. Was viele Konsumenten nicht wussten: All das kam von den "Brüdern und Schwestern" aus dem Osten und war dort sehr viel teurer oder gar nicht zu bekommen.

       

      Über 6000 Firmen der ehemaligen Bundesrepublik machten Geschäfte mit dem "Klassenfeind", sie ließen in den volkseigenen Betrieben der DDR produzieren und machten mit Produkten aus der DDR satte Gewinne. Die großen Versandhauskataloge waren voller Waren "Made in GDR". Die DDR war die verlängerte Werkbank des Westens, die Arbeitskräfte waren billig, die Qualität sehr gut. Die Leipziger Messe war die Drehscheibe des innerdeutschen Handels, der in seinem damaligen Umfang der Öffentlichkeit bis heute kaum bekannt ist. Politisch folgte die Bundesrepublik der Maxime "Wandel durch Handel" und die SED brauchte Devisen, mit den Jahren immer mehr.

      Was an Ostwaren im Westregal landete, ging der eigenen Bevölkerung verloren. Sie spürten den Mangel in den Läden, vor allem in der Provinz. Die meisten der begehrten Exportgüter waren für DDR-Bürger nur zu horrenden Preisen in Spezialläden zu erwerben oder kamen überhaupt nicht in die Geschäfte.

      Wir folgen den Spuren im Alltagsgeschäft und blicken hinter die Kulissen des innerdeutschen Handels: Wer waren die Beteiligten, wer die Strippenzieher, wer machte den Profit, wer schaute in die Röhre? Wir haben mit Beteiligten aus Ost und West gesprochen, die heute bereit sind, ihre Geschäftspraxis offen zu legen.

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      Mittwoch, 13.11.13
      07:30 - 08:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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