• 29.10.2013
      11:30 Uhr
      Kulturjournal Kulturmagazin | ONE
       

      Themen:

      • Wie sollen Kinder Rechtschreibung lernen? Streit um die Lernmethode "Lesen durch Schreiben"
      • Spielen kann er, schauspielern nicht: David Garrett versucht sich im Kino als Paganini
      • Ästhetische Katastrophen: Fotos von abgestürzten Flugzeugen
      • "Was wir Liebe nennen": Der zauberhafte neue Roman von Jo Lendle

      Moderation: Julia Westlake

      Dienstag, 29.10.13
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Wie sollen Kinder Rechtschreibung lernen? Streit um die Lernmethode "Lesen durch Schreiben"
      • Spielen kann er, schauspielern nicht: David Garrett versucht sich im Kino als Paganini
      • Ästhetische Katastrophen: Fotos von abgestürzten Flugzeugen
      • "Was wir Liebe nennen": Der zauberhafte neue Roman von Jo Lendle

      Moderation: Julia Westlake

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      Redaktion Christoph Bungartz
      • "Der Glückliche schlägt keine Hunde": Neues Buch zu Loriots 90. Geburtstag

      Erst war Stefan Lukschy Regieassistent bei Loriot, schließlich wurden die beiden Männer Freunde. Sie teilten den Humor und auch die Begeisterung für Musik. Lukschy war dabei, als so legendäre Loriot-Sketche wie "Die Nudel", "Liebe im Büro" oder "Die Steinlaus" entstanden. In einem Buch, das passend zum 90. Geburtstag von Loriot am 12. November erscheint, erzählt Stefan Lukschy, wie es war, mit dem perfektionistischen Komiker zusammenzuarbeiten. Außerdem beschreiben Prominente wie Axel Hacke, Hape Kerkeling oder Bastian Pastewka in kurzen Episoden, warum Loriot sie heute noch begeistert. Der Titel des Buches würde wohl auch Loriot gefallen: "Der Glückliche schlägt keine Hunde."

      • Wie sollen Kinder Rechtschreibung lernen? Streit um die Lernmethode "Lesen durch Schreiben"

      Es gibt große Aufregung um die schlechte Rechtschreibung von Kindern. Bildungsexperten beklagen die "Rechtschreibkatastrophe", sprechen von "unterlassener Hilfeleistung" oder gar von der Grundschule als Experimentierfeld für "unkontrollierte Menschenversuche". Umstritten ist dabei die verbreitete Methode "Lesen durch Schreiben" des Reformpädagogen Jürgen Reichen, bei dem sich die Kinder quasi selbst das Schreiben nach Gehör beibringen. Dabei werden sie in den ersten Grundschuljahren bewusst nicht korrigiert, auch wenn sie sich falsche Schreibweisen einprägen. Viele Eltern sind besorgt, dass ihre Kinder den Sprung auf das Gymnasium wegen schlechter Rechtschreibung nicht schaffen, weil sie noch in der vierten Klasse schreiben: "Liba papa, ales gute zum Fatatak". Vor allem die Kinder hätten es schwer, deren Eltern zu Hause nicht gegensteuern. Politiker in Schleswig-Holstein und Hamburg fordern jetzt ein Verbot der Methode.

      • Spielen kann er, schauspielern nicht: David Garrett versucht sich im Kino als Paganini

      Er war Geigenvirtuose, Frauenschwarm und Superstar: Der legendäre Niccolò Paganini (1782 - 1840). Und so einen gibt es heute auch: David Garrett - der ist Geigenvirtuose, Frauenschwarm und Superstar. Da lag es nah, dass der lebende Musiker den toten in einem Film verkörpert, in dem es natürlich um Musik, Obsession und Ruhm geht. "Der Teufelsgeiger" heißt das Werk, das am 31. Oktober in die Kinos kommt. Das Kulturjournal hat sich den Film vorher angeschaut - zumindest die Musik ist gut.

      • Ästhetische Katastrophen: Fotos von abgestürzten Flugzeugen

      Am Ende siegt die Natur: Zweige überwuchern den Rumpf, Sanddünen verdecken die Flügel und der Wind trägt Einzelteile davon. Was bleibt, sind versprengte Wracks, noch als Flugzeuge erkennbar, langsam verrottend. Es sind bemerkenswerte Fotos von abgestürzten Flugzeugen, die Dietmar Eckel macht - ungemein ästhetische Bilder von morbider Schönheit, im Irgendwo der weiten Natur. Das besondere an diesen Fotos, die eigentlich Katastrophen dokumentieren, ist auch, dass sie von glücklichen Ausgängen erzählen. Nicht umsonst heißt der Bildband "happy end" (restwert Verlag): Denn Eckell fotografiert nur Flugzeugwracks, bei denen alle Passagiere den Absturz überlebt haben - so wie er selbst einen überlebt hat. Das Kulturjournal spürt den Heldengeschichten hinter den Bildern nach und spricht mit Dietmar Eckel über seine Faszination für diesen so speziellen Zivilisationsschrott.

      • "Was wir Liebe nennen": Der zauberhafte neue Roman von Jo Lendle

      Ein Mann, zwei Frauen - ein Klassiker und doch so erzählt wie nie zuvor. In Jo Lendles neuem Roman "Was wir Liebe nennen" verliebt sich ein Zauberer in eine Pferdezüchterin. Das Buch ist voll von so wunderbaren Sätzen wie diesem: "Sein bisheriges Dasein hatte ihn auf so etwas nicht vorbereitet: die Frau seines Lebens zu treffen, obwohl er die Frau seines Lebens bereits getroffen hatte". Der in Osnabrück geborene Jo Lendle ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Verleger und designierter Chef des Hanser-Verlages.

      • Die schönsten und peinlichsten Stellen aus Jugendtagebüchern: "Diary Slam" bei "Der Norden liest"

      Aus Jugend-Tagebüchern vorlesen: Diese großartige Idee stammt von Ella Carina Werner und Nadine Wedel. Sie haben den deutschen "Diary Slam" erfunden, ein Format, bei dem die mittlerweile erwachsenen Tagebuch-Autoren Notizen aus ihrer Pubertät präsentieren. Da wird über Zahnspangen, den ersten Freund oder Ärger mit den Eltern berichtet, seitenweise Weltschmerz und Teenager-Freuden. Das ist rührend, tragisch, pathetisch und vor allem immer wieder total peinlich. Jetzt präsentieren Ella Carina Werner und Nadine Wedel im Rahmen der Kulturjournal-Reihe "Der Norden liest" einen Diary Slam in Lüneburg.

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      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
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