• 07.09.2013
      20:15 Uhr
      Eine mörderische Entscheidung Fernsehfilm Deutschland 2012 | ONE
       

      Der Kundus-Einsatz der Bundeswehr 2009 ist längst keine friedliche Mission mehr, sondern Krieg. Im Kampf gegen die Taliban fallen mehrere deutsche Soldaten und auch Zivilisten. Oberst Georg Klein ist um die Befriedung der Region bemüht, doch dann werden am 3. September zwei Tanklastzüge mit knapp 60 000 Litern Benzin von der Taliban entführt. Klein befürchtet, dass sie mit den Tankwagen einen Anschlag auf das Camp der Soldaten planen.

      Samstag, 07.09.13
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Der Kundus-Einsatz der Bundeswehr 2009 ist längst keine friedliche Mission mehr, sondern Krieg. Im Kampf gegen die Taliban fallen mehrere deutsche Soldaten und auch Zivilisten. Oberst Georg Klein ist um die Befriedung der Region bemüht, doch dann werden am 3. September zwei Tanklastzüge mit knapp 60 000 Litern Benzin von der Taliban entführt. Klein befürchtet, dass sie mit den Tankwagen einen Anschlag auf das Camp der Soldaten planen.

       

      Stab und Besetzung

      Oberst Georg Klein Matthias Brandt
      Oliver Nordhausen Matthias Koeberlin
      Regie Raymond Ley
      Drehbuch Hannah Ley, Raymond Ley
      Kamera Philipp Kirsamer
      Musik Hans P. Stöer

      Ein den Taliban zugehöriger Informant bestätigt deren scheinbar feindliche Absichten und berichtet von schwerbewaffneten Taliban-Führern am Kundus-Fluss, wo die Tanklaster im Schlamm steckengeblieben sind. Die Anwesenheit von Zivilisten schließt er entschieden aus. Während in der Truppe der Ruf nach Vergeltung aufkommt, sieht sich Oberst Klein aufgrund der bedrohten Sicherheit des Camps zum Handeln gezwungen und lässt den amerikanischen Bombern durch den Soldaten Oliver Nordhausen Feindberührung melden.

      Mittlerweile ist es Nacht und die Taliban verschenken das Benzin aus den Lastern an die aus benachbarten Dörfern herbeiströmende Bevölkerung, um die festgefahrenen Tanker leichter aus dem Flussbett zu bekommen. So geraten auch Unschuldige, Frauen und Kinder, die mit Eimern Treibstoff zapfen, ins Fadenkreuz der Kampfflugzeuge, die von Oberst Klein schließlich den Befehl bekommen, die Tanklastzüge mit zwei 500-Pfund-Bomben zu zerstören.

      Eindrucksvoll beschreibt Regisseur und Autor Raymond Ley in seinem Film die Stunden, in denen Oberst Georg Klein die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen muss. Die zieht schreckliche Konsequenzen - den Tod von 142 Menschen - nach sich und führt zu einem Ermittlungsverfahren der Bundesanwaltschaft mit Verdacht auf ein Kriegsverbrechen. Das Verfahren wird im April 2010 eingestellt. Ergänzend dazu zeigt Ley Spielszenen mit dem Originalwortlaut der Aussagen im Bundestags-Untersuchungsausschuss. 2013 wurde Klein zum Brigadegeneral befördert.

      Raymond Ley studierte an der Hochschule für Bildende Künste, ist seit 1982 Filmemacher und Kinounternehmer und hat sich auf Doku-Fiktionen spezialisiert. Von ihm stammen "Aus Liebe zu Deutschland - Eine Spendenaffäre" (2003), "Die Nacht der großen Flut" (2005), für den er den Deutschen Kamerapreis, den Hamburger Produzentenpreis und den Deutschen Fernsehpreis erhielt, sowie "Eschede Zug 884" (2007/2008). Im Jahr 2010 drehte er "Eichmanns Ende - Liebe, Verrat, Tod" und das TV-Dokudrama "Die Kinder von Blankenese". Ley erhielt 1992 den Silbernen Grimme-Preis für die Redaktion des Satiremagazins "KAOS" auf 3sat, für die er in den 90er-Jahren als Mitarbeiter und Autor tätig war. 2006 wurde er für den Goldenen Prometheus als Journalist des Jahres nominiert.

      Matthias Brandt, Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt, war in "Contergan" (2007), "Ein Mann, ein Fjord!" (2009), "Ken Folletts Eisfieber" (2010), in Doris Dörries "Glück" (2012) sowie kürzlich in "Verratene Freunde" (2013) zu sehen. Außerdem spielte er Rollen in Krimiserien wie "Tatort" oder "Polizeiruf 110". Er wurde im Laufe seiner Karriere mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bambi ausgezeichnet. Für "Polizeiruf 110 - Denn sie wissen nicht, was sie tun" (2011) erhielt er den Bayerischen Fernsehpreis und den Sonderpreis des Filmfests Baden-Baden für herausragende schauspielerische Leistung.

      Schauspieler Matthias Koeberlin kennt man aus "Das Jesus-Video" (2002), "Tornado - Der Zorn des Himmels" (2006), für den er den Deutschen Fernsehpreis erhielt, der Comedy-Serie "Kinder, Kinder" (2007), wofür er mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde, sowie dem Film "Dutschke" (2010) und diversen "Tatorten".

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      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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