• 04.06.2013
      11:15 Uhr
      Kulturjournal Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt | ONE
       

      Themen:

      • 50 Jahre Kennedy-Besuch: Egon Bahr über einen großen "Berliner"
      • Schulreform auf Kosten behinderter Kinder: wie die Inklusion scheitert
      • Starschauspieler mit vielen Talenten: Eva-Maria Lemke besucht Hanns Zischler
      • Schrumpfende Städte: Cuxhaven und das Problem der Überalterung
      • Unser Mann auf der Biennale in Venedig: John Bock und seine durchgeknallte Kunst

      Dienstag, 04.06.13
      11:15 - 11:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • 50 Jahre Kennedy-Besuch: Egon Bahr über einen großen "Berliner"
      • Schulreform auf Kosten behinderter Kinder: wie die Inklusion scheitert
      • Starschauspieler mit vielen Talenten: Eva-Maria Lemke besucht Hanns Zischler
      • Schrumpfende Städte: Cuxhaven und das Problem der Überalterung
      • Unser Mann auf der Biennale in Venedig: John Bock und seine durchgeknallte Kunst

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Eva-Maria Lemke
      Redaktion Christoph Bungartz
      • 50 Jahre Kennedy-Besuch: Egon Bahr über einen großen "Berliner"

      Egon Bahr war mit dabei, als John F. Kennedy bis kurz vor seinem Auftritt vor dem Schöneberger Rathaus noch mit einem Dolmetscher geübt hat. Er hat den tosenden Applaus der Menschen in Berlin vor 50 Jahren nach den berühmten Worten "Ish bin ein Bearleener" selbst miterlebt, und er hat den Besuch des amerikanischen Präsidenten im Juni 1963 mit Kennedys Pressesprecher vor- und nachbereitet. Egon Bahr, der enge Vertraute von Willy Brandt und damalige Senatssprecher, erinnert sich im "Kulturjournal" an Kennedys legendären Aufenthalt in Berlin - der nur acht Stunden dauerte und trotz der Kürze der Zeit Geschichte schrieb.

      • Schulreform auf Kosten behinderter Kinder: wie die Inklusion scheitert

      Behinderte Kinder sollen gemeinsam mit allen anderen zur Schule gehen dürfen, heißt es in einer UN-Konvention. DieInklusion an allen Schulen ist ein hehres Ziel. Doch die Umsetzung sieht so aus: Es gibt zu wenig Geld und zu wenig zusätzliches Personal. Nicht nur behinderte Kinder können so nicht mehr richtig gefördert werden, resümiert ein Schulleiter aus Schleswig-Holstein, diese Reform sei "Gift für die Bildung". Lehrer klagen, sie seien überfordert von den extrem unterschiedlichen Lernniveaus in einer Klasse. Das "Kulturjournal" begleitet einen Jungen mit großen Lernschwierigkeiten, den die Eltern jetzt auf eine private Schule geben. Das staatliche System würde ihm nicht mehr gerecht, sagen sie.

      • Starschauspieler mit vielen Talenten: Eva-Maria Lemke besucht Hanns Zischler

      Ein Mann - viele Berufe: Hanns Zischler, berühmt als Schauspieler, ist gleichzeitig Verleger, Autor, Fotograf und
      Regisseur. Vor Kurzem veröffentlichte er das hochgelobte Buch "Berlin ist zu groß für Berlin" (Galiani), in dem er über seine Spaziergänge in der Hauptstadt berichtet, Beobachtungen unbekannter Seiten der Metropole notiert, Geschichte und Architektur der Stadt streift. Außerdem hat er gerade einen wunderbaren Fotoband veröffentlicht: "Nach der Natur. Camera obscura" (Kehrer). Seine Naturaufnahmen macht er mit einer Rigby-Lochbildkamera, die Bilder haben einen ganz eigenen Zauber, mit Schärfen und Unschärfen sowie ungewohnten Farbmischungen. Moderatorin Eva-Maria Lemke durfte für das "Kulturjournal" Hanns Zischler zu Hause besuchen und mit ihm über seine vielen Professionen sprechen.

      • Schrumpfende Städte: Cuxhaven und das Problem der Überalterung

      In den 1960er-Jahren war die Hafenstadt noch so eine Art jugendliche Boomtown, doch mit den maritimen Arbeitsplätzen verlor Cuxhaven auch seine Perspektive. Damit ist die Stadt so etwas wie ein Modellfall: Cuxhaven schrumpft und altert zugleich. Schon heute ist der Anteil der über 60-Jährigen so hoch, wie er für Deutschland insgesamt für das Jahr 2030 prognostiziert wird. Die Einwohnerzahl ging bereits von ehemals 60.000 auf heute 50.000 Einwohner zurück; in 20 Jahren werden es voraussichtlich weitere 10.000 Menschen weniger sein. In Cuxhaven stehen ganze Wohnblöcke leer, zum Teil wurden Häuser bereits abgerissen. Eine weitere Folge der
      Verkleinerung: Schulen werden zusammengelegt, die Wahlmöglichkeiten von Fächern sind eingeschränkt. Und
      weitere Schließungen drohen, etwa bei den Sportstätten. Damit wird die Stadt zunehmend unattraktiver für junge Menschen, viele wollen die Stadt verlassen. Wie geht Cuxhaven damit um? Das "Kulturjournal" spricht mit Einwohnern, dem Bürgermeister und einem Stadtplaner über die schwierige Lage der Stadt und wie sie sich für die Zukunft fit machen will.

      • Unser Mann auf der Biennale in Venedig: John Bock und seine durchgeknallte Kunst

      Im Hamburger Kunstverein hat er gerade ein labyrinthartiges Raumgefüge mit abstrusen Gegenständen installiert, in seinen Performances verstümmelt er sich zum Schein schon mal gerne selbst, er lässt Farbe aus Bildern quellen und liebt überhaupt das Irritierende und Unvollständige. Damit schafft es der Schleswig-Holsteiner John Bock jetzt auf die Biennale in Venedig. Dort wird er eine kleine lebendige Made in das Zentrum eines ganzen Hauses stellen. Die Besucher werden jedoch nur ihren Schatten sehen. Ist das alles Anarchie und Quatsch oder tatsächlich Kunst? John Bock sucht nicht das Gefällige, sondern Neues, nicht das schwermütig Perfekte, sondern das kleine Lächeln, den Kick im Kopf, wie er es nennt. "Die Kunst ist erst dann richtig gut, wenn die Begriffe nicht mehr passen", sagt John Bock. Das "Kulturjournal" traf ihn bei der Eröffnung der Hamburger Ausstellung "Der Pappenheimer" (Kunstverein Hamburg, bis 30. Juni 2013) und anschließend in Berlin, um in seinem Atelier hinter die Kulissen seines Venedig-
      Projekts zu schauen.

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      Dienstag, 04.06.13
      11:15 - 11:45 Uhr (30 Min.)
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