• 12.11.2018
      00:20 Uhr
      Presseclub Die Kongresswahlen in den USA - Erfolg oder Niederlage für Trump? | tagesschau24
       

      Waren die Kongresswahlen also ein Erfolg für Trump? Geht der Präsident gestärkt oder geschwächt in die zweite Hälfte seiner ersten Amtszeit? Und was bedeutet das Ergebnis für die Aussichten auf eine mögliche Widerwahl? Müssen die Demokraten ihre Oppositionsarbeit überdenken?
      Gäste:

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times
      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com
      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt
      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      Moderation: Jörg Schönenborn

      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.11.18
      00:20 - 01:02 Uhr (42 Min.)
      42 Min.
      Stereo

      Waren die Kongresswahlen also ein Erfolg für Trump? Geht der Präsident gestärkt oder geschwächt in die zweite Hälfte seiner ersten Amtszeit? Und was bedeutet das Ergebnis für die Aussichten auf eine mögliche Widerwahl? Müssen die Demokraten ihre Oppositionsarbeit überdenken?
      Gäste:

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times
      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com
      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt
      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      Moderation: Jörg Schönenborn

       

      Die Kongresswahlen zur Hälfte der Amtszeit eines Präsidenten – auf Englisch „Midterms“ - gelten als wichtige Evaluierung seiner Arbeit, eine Art Zwischenzeugnis der Präsidentschaft. Und der Präsident Donald Trump geht mit Verlusten aus den Wahlen hervor. Bisher waren beide Kammern des Kongresses von den Republikanern geführt, nun muss die Präsidenten-Partei das Repräsentantenhaus abgeben. Die Demokraten haben damit eine Mehrheit beim Budgetrecht, und sie können Gesetzesvorhaben des Präsidenten blockieren. Das bedeutet: Trump und die Demokraten müssen zusammenarbeiten, irgendwie. Kann das gut gehen? Für den Präsidenten ist das Wahlergebnis gleichbedeutend mit einem Machtverlust. Seine Kritiker fürchten, das mache ihn noch unberechenbarer.

      Was bedeutet das für uns, für Europa? Wenn Trump innenpolitisch auf Widerstände stößt, könnte er versuchen, sich stärker außenpolitisch zu profilieren und zum Beispiel den Handelsstreit mit der EU wieder neu befeuern.

      Hinzu kommt: Auch wenn die Republikaner das Repräsentantenhaus verlieren, der Präsident könnte sich in seiner Politik durchaus bestätigt fühlen. Denn Kongressabgeordnete, die zur Wahl stehen, haben es traditionell schwerer, wenn sie der Partei des Präsidenten angehören – insofern ist es nicht überraschend, dass Donald Trumps Partei Verluste einstecken musste. Das Gegenteil wäre eine Sensation gewesen. Und im Senat hat er sogar gewonnen. Wichtige Entscheidungen wie die Ernennung von Richtern kann er nun sogar einfacher treffen.

      Waren die Kongresswahlen also ein Erfolg für Trump? Geht der Präsident gestärkt oder geschwächt in die zweite Hälfte seiner ersten Amtszeit? Und was bedeutet das Ergebnis für die Aussichten auf eine mögliche Widerwahl? Müssen die Demokraten ihre Oppositionsarbeit überdenken?

      Darüber diskutiert WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn am Sonntag im Presseclub mit:

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times
      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com
      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt
      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      Die Kongresswahlen zur Hälfte der Amtszeit eines Präsidenten – auf Englisch „Midterms“ - gelten als wichtige Evaluierung seiner Arbeit, eine Art Zwischenzeugnis der Präsidentschaft. Und der Präsident Donald Trump geht mit Verlusten aus den Wahlen hervor. Bisher waren beide Kammern des Kongresses von den Republikanern geführt, nun muss die Präsidenten-Partei das Repräsentantenhaus abgeben. Die Demokraten haben damit eine Mehrheit beim Budgetrecht, und sie können Gesetzesvorhaben des Präsidenten blockieren. Das bedeutet: Trump und die Demokraten müssen zusammenarbeiten, irgendwie. Kann das gut gehen? Für den Präsidenten ist das Wahlergebnis gleichbedeutend mit einem Machtverlust. Seine Kritiker fürchten, das mache ihn noch unberechenbarer.

      Was bedeutet das für uns, für Europa? Wenn Trump innenpolitisch auf Widerstände stößt, könnte er versuchen, sich stärker außenpolitisch zu profilieren und zum Beispiel den Handelsstreit mit der EU wieder neu befeuern.

      Hinzu kommt: Auch wenn die Republikaner das Repräsentantenhaus verlieren, der Präsident könnte sich in seiner Politik durchaus bestätigt fühlen. Denn Kongressabgeordnete, die zur Wahl stehen, haben es traditionell schwerer, wenn sie der Partei des Präsidenten angehören – insofern ist es nicht überraschend, dass Donald Trumps Partei Verluste einstecken musste. Das Gegenteil wäre eine Sensation gewesen. Und im Senat hat er sogar gewonnen. Wichtige Entscheidungen wie die Ernennung von Richtern kann er nun sogar einfacher treffen.

      Waren die Kongresswahlen also ein Erfolg für Trump? Geht der Präsident gestärkt oder geschwächt in die zweite Hälfte seiner ersten Amtszeit? Und was bedeutet das Ergebnis für die Aussichten auf eine mögliche Widerwahl? Müssen die Demokraten ihre Oppositionsarbeit überdenken?

      Darüber diskutiert WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn am Sonntag im Presseclub mit:

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times
      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com
      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt
      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times

      Melissa Eddy absolvierte ein Journalismus-Studium an der Columbia University und machte an der Bucknell University ihren Bachelor of Arts in Englisch und Französisch. Ihre journalistische Karriere begann im Wiener Büro von “Associated Press” (AP), wo sie von 1997 bis zum Jahr 2000 arbeitete. Anschließend wechselte sie als Deutschland-Korrespondentin von AP zunächst nach Frankfurt, dann nach Berlin. Seit 2012 ist Melissa Eddy Berlin-Korrespondentin der “The New York Times”.

      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com

      Stephan-Götz Richter studierte an der Universität in Bonn und war zwischen 1986 und 1987 „Congressional Fellow of the American Political Science Association”. Er gründete ein Unternehmen für globale Kommunikationsstrategie in Washington, das Regierungen, globale Bankunternehmen und Organisationen beriet. Von 1990 bis 1998 schrieb er zunächst als U.S.- Korrespondent für den „Rheinischen Merkur“ und monatlich Kolumnen für „CEO Magazine“ und später für eine Vielzahl internationaler Zeitungen, Magazine und Fernsehsender. 2000 gründete Stephan-Götz Richter das Online-Magazin „The Globalist“. Er lebt seit 2016 in Berlin.

      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt

      Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre und anschließender Promotion absolvierte sie die Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf. Während ihrer Ausbildung arbeitete sie beim "Handelsblatt", der "Wirtschaftswoche" sowie der "Lausitzer Rundschau" und hospitierte bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre lang bei der "Wirtschaftswoche". 1996 wechselte sie in die Wirtschaftsredaktion der "Welt" in Berlin. Seit 1999 gehört sie zur Parlamentsredaktion der "Welt"-Gruppe und widmet sich schwerpunktmäßig der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Dorothea Siems ist seit September 2010 Chefkorrespondentin für Wirtschaftspolitik der "Welt"-Gruppe.

      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      Nach einem Studium der Osteuropäischen Geschichte, Alten Geschichte, Politikwissenschaften und Geografie in Freiburg, Mainz und Krakau sowie der Promotion, absolvierte Christoph von Marschall ein Volontariat bei der "Süddeutschen Zeitung". 1991 ging er zum "Tagesspiegel", wo er zunächst in der Politikredaktion arbeitete, später die Reportageseite 3 verantwortete und von 1995 bis 2005 Leiter der Meinungsseite war. Ab August 2005 war er USA-Korrespondent des „Tagesspiegel“ und wurde 2009 White House Correspondent. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist er Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion der Zeitung. Neben seiner Tätigkeit für den "Tagesspiegel", kommentiert Christoph von Marschall regelmäßig im Deutschlandfunk und schreibt für "Die Zeit", "Cicero", "Atlantic Times" und "Das Parlament". Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien 2018 "Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden".

      Moderation: Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks
      Nach seinem Volontariat arbeitete Jörg Schönenborn als Hörfunk- und Fernsehredakteur beim WDR sowie als Inlandskorrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Von 1997 bis 2002 leitete er die WDR-Fernsehredaktionsgruppe Zeitgeschehen aktuell. Von 2002 bis 2014 war er WDR-Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen. Jörg Schönenborn moderiert regelmäßig Wahlsendungen im Ersten und den „Presseclub“, seit Januar 2008 im Wechsel mit Volker Herres und Ellen Ehni.

      • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin, The New York Times

      Melissa Eddy absolvierte ein Journalismus-Studium an der Columbia University und machte an der Bucknell University ihren Bachelor of Arts in Englisch und Französisch. Ihre journalistische Karriere begann im Wiener Büro von “Associated Press” (AP), wo sie von 1997 bis zum Jahr 2000 arbeitete. Anschließend wechselte sie als Deutschland-Korrespondentin von AP zunächst nach Frankfurt, dann nach Berlin. Seit 2012 ist Melissa Eddy Berlin-Korrespondentin der “The New York Times”.

      • Stephan-Götz Richter, Herausgeber, The Globalist.com

      Stephan-Götz Richter studierte an der Universität in Bonn und war zwischen 1986 und 1987 „Congressional Fellow of the American Political Science Association”. Er gründete ein Unternehmen für globale Kommunikationsstrategie in Washington, das Regierungen, globale Bankunternehmen und Organisationen beriet. Von 1990 bis 1998 schrieb er zunächst als U.S.- Korrespondent für den „Rheinischen Merkur“ und monatlich Kolumnen für „CEO Magazine“ und später für eine Vielzahl internationaler Zeitungen, Magazine und Fernsehsender. 2000 gründete Stephan-Götz Richter das Online-Magazin „The Globalist“. Er lebt seit 2016 in Berlin.

      • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin, Welt

      Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre und anschließender Promotion absolvierte sie die Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten in Düsseldorf. Während ihrer Ausbildung arbeitete sie beim "Handelsblatt", der "Wirtschaftswoche" sowie der "Lausitzer Rundschau" und hospitierte bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre lang bei der "Wirtschaftswoche". 1996 wechselte sie in die Wirtschaftsredaktion der "Welt" in Berlin. Seit 1999 gehört sie zur Parlamentsredaktion der "Welt"-Gruppe und widmet sich schwerpunktmäßig der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Dorothea Siems ist seit September 2010 Chefkorrespondentin für Wirtschaftspolitik der "Welt"-Gruppe.

      • Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent, Der Tagesspiegel

      Nach einem Studium der Osteuropäischen Geschichte, Alten Geschichte, Politikwissenschaften und Geografie in Freiburg, Mainz und Krakau sowie der Promotion, absolvierte Christoph von Marschall ein Volontariat bei der "Süddeutschen Zeitung". 1991 ging er zum "Tagesspiegel", wo er zunächst in der Politikredaktion arbeitete, später die Reportageseite 3 verantwortete und von 1995 bis 2005 Leiter der Meinungsseite war. Ab August 2005 war er USA-Korrespondent des „Tagesspiegel“ und wurde 2009 White House Correspondent. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist er Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion der Zeitung. Neben seiner Tätigkeit für den "Tagesspiegel", kommentiert Christoph von Marschall regelmäßig im Deutschlandfunk und schreibt für "Die Zeit", "Cicero", "Atlantic Times" und "Das Parlament". Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien 2018 "Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden".

      Moderation: Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks
      Nach seinem Volontariat arbeitete Jörg Schönenborn als Hörfunk- und Fernsehredakteur beim WDR sowie als Inlandskorrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Von 1997 bis 2002 leitete er die WDR-Fernsehredaktionsgruppe Zeitgeschehen aktuell. Von 2002 bis 2014 war er WDR-Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen. Jörg Schönenborn moderiert regelmäßig Wahlsendungen im Ersten und den „Presseclub“, seit Januar 2008 im Wechsel mit Volker Herres und Ellen Ehni.

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