• 06.08.2012
      03:02 Uhr
      Hehler für Hitler Thema: Hitlers unbekannte Verbündete | tagesschau24
       

      Das "V-Geschäft" war der Deckname für eine der wichtigsten Geheimoperationen der Nationalsozialisten zur Finanzierung ihres Krieges. Systematisch raubten die Deutschen Anfang der 40-er Jahre in den besetzten Gebieten neben Gold vor allem Aktien in Milliardenhöhe. Die Wertpapiere stammten vorwiegend aus jüdischem Besitz in Holland, Belgien und Frankreich und sollten an den internationalen Börsen zu harten Devisen, zu Dollar und Schweizer Franken gemacht werden. Denn die Reichsmark hatte inzwischen so viel an Wert verloren, dass die Nazis damit die vor allem kriegswichtigen Rohstoffe nicht mehr einkaufen konnten.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 06.08.12
      03:02 - 03:30 Uhr (28 Min.)
      28 Min.
      Stereo

      Das "V-Geschäft" war der Deckname für eine der wichtigsten Geheimoperationen der Nationalsozialisten zur Finanzierung ihres Krieges. Systematisch raubten die Deutschen Anfang der 40-er Jahre in den besetzten Gebieten neben Gold vor allem Aktien in Milliardenhöhe. Die Wertpapiere stammten vorwiegend aus jüdischem Besitz in Holland, Belgien und Frankreich und sollten an den internationalen Börsen zu harten Devisen, zu Dollar und Schweizer Franken gemacht werden. Denn die Reichsmark hatte inzwischen so viel an Wert verloren, dass die Nazis damit die vor allem kriegswichtigen Rohstoffe nicht mehr einkaufen konnten.

       

      Für diese Transaktionen brauchten die Nazis Unternehmer, die beste Kontakte zur internationalen Finanzwelt pflegten und die geraubten Wertpapiere unter ihrem Namen verkaufen konnten. Solche Hehlerdienste waren notwendig, weil das Nazi-Regime im Krieg nicht selbst als Verkäufer auftreten konnte.

      Die Dokumentation setzt sich auch mit den Ergebnissen der sogenannten "Bergier-Kommission" auseinander, die im Auftrag der Schweizer Regierung seit Jahren die Verstrickung Schweizer Banken und deutscher Unternehmen in das V-Geschäft der Nazis untersucht. Das Historiker-Gremium veröffentlicht den abschließenden Untersuchungsbericht am 25. November 2001.

      Die WDR-Autoren Ingolf Gritschneder und Werner Rügemer haben die Hehler-Geschäfte der deutschen Unternehmen für die Nazis und das Schicksal der um ihr Vermögen Beraubten nachgezeichnet. Dabei sind sie in bisher unveröffentlichten Dokumenten auf Unternehmen gestoßen, die auch in der Zeit nach dem Krieg in Deutschland eine bedeutende Rolle gespielt haben.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 06.08.12
      03:02 - 03:30 Uhr (28 Min.)
      28 Min.
      Stereo

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