• 11.08.2018
      19:30 Uhr
      Weltspiegel-Reportage: Eldorado in Griechenland Die Schätze von Chalkidiki | tagesschau24
       

      Auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich wie im Brennglas die Potenziale Griechenlands wider und gleichzeitig seine Probleme. Haupteinnahmequelle in Chalkidiki ist der Tourismus. Daneben werden Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Gleichzeitig sollen in der strukturschwachen Region im Norden Griechenlands auch Bodenschätze gefördert werden, was bereits seit der Antike Tradition hat: Heute sind dabei auch ausländische Investoren aktiv. Doch lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb miteinander vereinbaren?

      Samstag, 11.08.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich wie im Brennglas die Potenziale Griechenlands wider und gleichzeitig seine Probleme. Haupteinnahmequelle in Chalkidiki ist der Tourismus. Daneben werden Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Gleichzeitig sollen in der strukturschwachen Region im Norden Griechenlands auch Bodenschätze gefördert werden, was bereits seit der Antike Tradition hat: Heute sind dabei auch ausländische Investoren aktiv. Doch lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb miteinander vereinbaren?

       

      Auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich wie im Brennglas die Potenziale Griechenlands wider und gleichzeitig seine Probleme. Haupteinnahmequelle in Chalkidiki ist der Tourismus. Daneben werden Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Gleichzeitig sollen in der strukturschwachen Region im Norden Griechenlands auch Bodenschätze gefördert werden, was bereits seit der Antike Tradition hat: Heute sind dabei auch ausländische Investoren aktiv. Doch lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb miteinander vereinbaren?

      In Gerakini wird seit 100 Jahren Magnesit abgebaut. Heute bietet die Magnesit-Mine 340 Arbeitsplätze und zählt weltweit zu den größten Produzenten und Exporteuren von Magnesit. Das Familienunternehmen legt besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit und Renaturierung, u.a. durch großflächige Wiederaufforstungsprogramme mit Olivenbäumen. Gleichzeitig stehen die Minenbetreiber in engem Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung, was zu einer hohen Akzeptanz der Magnesit-Mine in der Region geführt hat.

      Anders stellt sich die Situation in Skouries dar. Der kanadische Konzern Eldorado will die dortigen Goldvorkommen industriell fördern, gemeinsam mit seiner griechischen Tochterfirma Hellas Gold. Während vor allem in Bergdörfern die Zustimmung zum Goldabbau groß ist, weil er den Bewohnern Arbeitsplätze in der Mine garantiert, sind die Einwohner von Küstenorten wie Ierissos mehrheitlich dagegen. Sie sehen ihre Gesundheit und die Umwelt gefährdet und damit auch den lokalen Tourismus und die Landwirtschaft – Wirtschaftszweige, die ihrerseits staatliche Fördermittel benötigen.

      Nach einem Schiedsspruch zugunsten des Eldorado-Konzerns Anfang Mai verhandelt die griechische Regierung gemeinsam mit Vertretern der Goldkonzerne über eine Lösung in dem jahrelangen Streit. Die griechische Regierung von Ministerpräsident Tsipras benötigt ausländische Investitionen, umso mehr, wenn im August 2018 die internationalen Finanzhilfen enden.

      Auf der landschaftlich reizvollen Halbinsel Chalkidiki spiegeln sich wie im Brennglas die Potenziale Griechenlands wider und gleichzeitig seine Probleme. Haupteinnahmequelle in Chalkidiki ist der Tourismus. Daneben werden Landwirtschaft und Fischfang betrieben. Gleichzeitig sollen in der strukturschwachen Region im Norden Griechenlands auch Bodenschätze gefördert werden, was bereits seit der Antike Tradition hat: Heute sind dabei auch ausländische Investoren aktiv. Doch lassen sich Tourismus, Landwirtschaft und Minenbetrieb miteinander vereinbaren?

      In Gerakini wird seit 100 Jahren Magnesit abgebaut. Heute bietet die Magnesit-Mine 340 Arbeitsplätze und zählt weltweit zu den größten Produzenten und Exporteuren von Magnesit. Das Familienunternehmen legt besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit und Renaturierung, u.a. durch großflächige Wiederaufforstungsprogramme mit Olivenbäumen. Gleichzeitig stehen die Minenbetreiber in engem Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung, was zu einer hohen Akzeptanz der Magnesit-Mine in der Region geführt hat.

      Anders stellt sich die Situation in Skouries dar. Der kanadische Konzern Eldorado will die dortigen Goldvorkommen industriell fördern, gemeinsam mit seiner griechischen Tochterfirma Hellas Gold. Während vor allem in Bergdörfern die Zustimmung zum Goldabbau groß ist, weil er den Bewohnern Arbeitsplätze in der Mine garantiert, sind die Einwohner von Küstenorten wie Ierissos mehrheitlich dagegen. Sie sehen ihre Gesundheit und die Umwelt gefährdet und damit auch den lokalen Tourismus und die Landwirtschaft – Wirtschaftszweige, die ihrerseits staatliche Fördermittel benötigen.

      Nach einem Schiedsspruch zugunsten des Eldorado-Konzerns Anfang Mai verhandelt die griechische Regierung gemeinsam mit Vertretern der Goldkonzerne über eine Lösung in dem jahrelangen Streit. Die griechische Regierung von Ministerpräsident Tsipras benötigt ausländische Investitionen, umso mehr, wenn im August 2018 die internationalen Finanzhilfen enden.

      In der "Weltspiegel-Reportage" wird eine landschaftlich reizvolle Region gezeigt, die Einheimische wie Touristen begeistert. Gleichzeitig streiten Anwohner, Konzerne und Politiker über das wirtschaftliche Potenzial von Chalkidiki, welcher Förderung es bedarf und wie es am besten genutzt wird. Bei dem kontroversen Goldabbau hat das zu einem scheinbar unauflöslichen Dilemma geführt.

      Film von Hilde Stadler

      In der "Weltspiegel-Reportage" wird eine landschaftlich reizvolle Region gezeigt, die Einheimische wie Touristen begeistert. Gleichzeitig streiten Anwohner, Konzerne und Politiker über das wirtschaftliche Potenzial von Chalkidiki, welcher Förderung es bedarf und wie es am besten genutzt wird. Bei dem kontroversen Goldabbau hat das zu einem scheinbar unauflöslichen Dilemma geführt.

      Film von Hilde Stadler

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